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Zucchini im Garten pflanzen: Tricks für die Zucchinipflanzen

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Zucchini selbst anbauen

Autor: THU; sj

Bei Zucchini muss man für eine reiche Ernte oft etwas nachhelfen. (Quelle: imago/Heike Schreiber-Braun)

Bei Zucchini muss man für eine reiche Ernte oft etwas nachhelfen. (Quelle: Heike Schreiber-Braun/imago)

Zucchini haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Gemüse in deutschen Gärten gemausert. Das verwundert nicht: Sie wachsen schnell, sind vergleichsweise anspruchslos und obendrein noch vielseitig verwendbar. Sowohl gegrillt als auch gekocht, gebacken oder roh schmecken die gurkenähnlichen Gemüsestangen. Damit man eine möglichst reiche Ernte einfahren kann, sollte man für Zucchini ein paar Tipps beherzigen – wenn etwa wegen schlechter Wetterbedingungen zu wenig Insekten fliegen, brauchen die Pflanzen eine ganz besondere Behandlung.

Zucchini sind eine Unterart der Gartenkürbisse. Ihr italienischer Name deutet dies schon an: Zucchini bedeutet so viel wie "kleine Kürbisse". Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Farben: Die bekanntesten sind länglich wie Gurken, es gibt jedoch auch eher runde Formen. Neben den klassischen grünen Zucchini werden auch gelbliche oder sogar gestreifte Züchtungen angebaut. Zucchini werden gekocht oder gebraten, sie schmecken jedoch auch sehr gut roh, beispielsweise geraspelt als Salat. Selbst die Blüten lassen sich essen und können fantasievoll angerichtet werden.

Zucchini brauchen viel Platz

Wenn die Samen in Töpfe gesät werden, sollten sie an einen warmen und sonnigen Ort im Haus gebracht werden. Damit die Samen schneller keimen, kann man sie vor der Aussaat über Nacht in Wasser einweichen. Dadurch wird die äußere Schale schon ein wenig aufgeweicht. Zunächst zieht man die Pflänzchen ab Anfang April in Töpfen vor. An einem sonnigen Standort – wie einer nach Süden zeigenden Fensterbank – keimen die Pflanzen rasch und wachsen auch sehr schnell.

Ab Mitte Mai, wenn nach den Eisheiligen kein Frost mehr droht, können die jungen Pflanzen nach draußen ins Beet. Dabei sind mindestens 80 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen nötig. Für eine Pflanze sollte man insgesamt etwa anderthalb Quadratmeter Platz einplanen. Wer nur einen kleinen Garten zur Verfügung hat, entscheidet sich besser für eine buschförmig wachsende Sorte wie "Gold Rush" oder lässt eine kriechende Sorte wie "Tondo do Nizza" an Rankhilfen in die Höhe wachsen.

Zucchini regelmäßig gießen

Zucchini mögen einen humusreichen und lockeren Boden. Sie belohnen regelmäßiges Gießen und Mulchen durch mehr Früchte. Das Mulchen verlangsamt das Wachstum von unerwünschtem Unkraut. Außerdem bleibt der Boden länger feucht, was sich positiv auf das Wachstum der Pflanze auswirkt. Bodennahe Früchte faulen weniger, wenn sie auf einer Mulchschicht aufliegen: Sie sind dann besser vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt. Der Standort für Zucchini sollte sonnig sein, da die Pflanze viel Wärme braucht.

Wenn keine Früchte wachsen: Zucchini von Hand bestäuben

Zucchini besitzen sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die weiblichen Blüten erkennt man an dem Fruchtknoten unter den Blütenblättern. Die männlichen Blüten haben längere Stiele. Die Früchte entstehen aus den weiblichen Blüten. Wenn allerdings wegen zu feuchtem oder windigem Wetter zu wenig Insekten fliegen, werden oft nicht genügend weibliche Blüten bestäubt – die Pflanze hat zwar reichlich Blüten, trägt aber keine Früchte.

Dann muss man etwas nachhelfen. Man sucht sich eine männliche Blüte, entfernt die Blätter und schiebt die Staubgefäße in den weiblichen Blütentrichter. Mit einer Blüte lassen sich auf diese Weise mehrere weibliche Blüten bestäuben. Ab Mitte August kann man neue Blüten ganz entfernen. Dann steckt die Pflanze ihre ganze Kraft in die vorhandenen Früchte.

Geerntete Zucchini nicht zu kühl lagern

Die ersten Zucchini können innerhalb von sechs bis acht Wochen geerntet werden. Sie sollten bei der Ernte ruhig noch klein sein, dann schmecken sie am besten: 15 bis 20 Zentimeter sind ideal. Reifen die Früchte weiter, schmecken sie zunehmend holzig und fad. Wird regelmäßig zügig abgeerntet, so bekommt die Pflanze rasch neue Blüten. Diese bilden sich dann schnell zu neuen Früchten aus. Die Aufbewahrung ist etwa 14 Tage lang möglich. Die Temperaturen sollen dabei aber nicht unter zehn Grad fallen, da die Früchte sonst bitter und weich werden.

Bittere Zucchini nicht essen!

Wenn eine Zucchini bitter schmeckt, sollte man sie besser nicht weiter essen, weil sie den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin enthalten könnte. Dieser ist auch in den artverwandten Zierkürbissen enthalten. Obwohl das Gift eigentlich aus den Zucchini herausgezüchtet ist, kann es sich unter bestimmten Umständen beim Anbau wieder im Gemüse bilden. Beispielsweise können heiße Temperaturen die Entstehung von Cucurbitacin begünstigen. Gefährlich wird es auch, wenn Zucchini in der Nähe von Zierkürbissen aufgezogen werden. Durch eine Befruchtung ist eine Kreuzung zwischen beiden Sorten möglich.

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Zum Pflanzenlexikon: Hier finden Sie Infos, Tipps und Tricks für Ihre Pflanzen von A-Z

Quelle: zuhause.de, t-online.de

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