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Weihnachtskaktus: So pflegen Sie die Schlumbergera richtig

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Weihnachtskaktus richtig pflegen

Der Weihnachtskaktus braucht während der Blüte viel Wasser. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Weihnachtskaktus braucht während der Blüte viel Wasser. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sitzt der Weihnachtskaktus auch das restliche Jahr über eher unscheinbar in seinem Topf, bieten seine prächtigen Blüten im Winter einen außergewöhnlich schönen Anblick. Dabei ist die Schlumbergera auch noch recht pflegeleicht. Nur einen Pflege-Fehler muss man auf alle Fälle vermeiden: Die Pflanze mag keine warmen Füße. Direkt über der Heizung sollte man sie daher nicht platzieren. Wir zeigen fünf Pflegetipps für den Weihnachtskaktus.

Jährlich um die Weihnachtszeit steht der Weihnachtskaktus in voller Blüte – daher auch sein Name. Die kräftigen Blütenfarben reichen von pink oder rot bis zu orange, gelb und weiß. Dass der Winter genau seine Jahreszeit ist, hat auch einen bestimmten Grund: Die Pflanzen brauchen zur Blütenbildung täglich mehr als acht Stunden Dunkelheit.

Standort des Weihnachtskaktus

Der Weihnachtskaktus liebt einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auf der Fensterbank ist im Winter Vorsicht geboten: "Die Pflanzen sollten nicht direkt über der Heizung stehen", rät Matthias Uhlig, Kakteengärtner aus Baden-Württemberg. "Auf einer Steinfensterbank verhindert man mit einem Korkuntersetzer eine starke Erwärmung des Wurzelballens." Den Sommer kann der Weihnachtskaktus auch draußen auf der Terrasse oder im Garten verbringen. Wie alle Blattkakteen darf aber auch die Schlumbergera nicht der kräftigen Sommersonne ausgesetzt werden. Wieder ins Haus holen sollte man ihn, wenn die Außentemperatur unter ungefähr zehn Grad sinkt. 

Die Temperatur spielt auch bei der Blütenfarbe eine große Rolle. Neuheiten tragen zuweilen gelbe oder und orangefarbene Blüten. "Man muss aber vor allem bei den gelben Sorten darauf achten, dass die Temperatur deutlich über 15 Grad liegt, sonst werden die Blüten rosa", warnt Uhlig.

Staunässe beim Weihnachtskaktus vermeiden

Der Weihnachtskaktus mag eine leicht feuchte Erde ohne Staunässe. Deshalb sollten Sie nach dem Gießen das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf entfernen, so wird Staunässe und damit einhergehender Wurzelfäulnis vorgebeugt. Während der Blüte hat die Pflanze großen Durst: "Im Winter müssen die Pflanzen kräftig gegossen werden", erklärt Wolfram Lobin, Kustos des Botanischen Gartens der Universität Bonn. Eigentlich zweimal pro Woche. Die wöchentliche Wassergabe reiche dem Weihnachtskaktus nur dann, wenn die Luft nicht sehr trocken ist. "Während der Blüte verdunstet der Weihnachtskaktus deutlich mehr", erläutert Uhlig.

Der Gärtnermeister empfiehlt, daneben monatlich einen Sukkulentendünger ins Gießwasser zu geben. Außerdem sollten Hobbygärtner wissen: "Nach der Blüte gießt man die Pflanzen etwa vier Wochen lang nicht." Dann befinden sich Kakteen in der für ihre Pflanzenfamilie typischen Ruhephase. Anschließend wird etwa einmal in der Woche gegossen – bis zur nächsten Blüte.

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Aufgrund seiner ursprünglich brasilianischen Herkunft freut sich der Weihnachtskaktus außerdem über ein regelmäßiges Besprühen mit Wasser. Da die Schlumbergera eine kalkfeindliche Pflanze ist, verwendet man zum Gießen und zum Sprühen möglichst Regenwasser oder enthärtetes Leitungswasser.

Wann braucht der Weihnachtskaktus seine Ruhe?

Wichtig für die Pflanze ist auch eine jährliche Ruhephase: Wenn man erreichen möchte, dass der Weihnachtskaktus pünktlich zur Weihnachtszeit blüht, sollte man ab September das Gießen reduzieren. Für etwa sechs Wochen halten Sie den Kaktus nahezu trocken in einer kühlen Umgebungstemperatur bei rund 17 bis 20 Grad. Sobald sich dann die ersten Knospen zeigen, kann man der Pflanze allmählich wieder mehr Wasser geben, sie wieder bei normaler Zimmertemperatur halten und auch ein wenig düngen.

Den Weihnachtskaktus vermehren

Schlumbergera können im Frühjahr und Sommer einfach durch Stecklinge vermehrt werden. Man schneidet einen Trieb mit zwei oder drei Gliedern ab, lässt die Schnittstelle einige Stunden antrocknen und steckt das unterste Glied vorsichtig so weit in die Erde, dass der Steckling aufrecht stehen bleibt und nicht mehr umfällt. Für ein dichteres Wuchsbild können auch mehrere Stecklinge an den Rand eines größeren Pflanzgefäßes gesetzt werden. Man kultiviert die Stecklinge direkt wie große Pflanzen. Nach etwa vier Wochen sollten sich dann neue Triebe bilden.

Weihnachtskaktus vor Vergreisen schützen

"Es gibt Leute mit einem grünen Daumen, bei denen der Weihnachtskaktus Jahr für Jahr größer wird", sagt Uhlig. Das tut der Pflanze nicht unbedingt gut. In diesem Fall rät der Gärtner, Sprossglieder zu entfernen. "Jüngere kann man an der Ansatzstelle abdrehen, während man ältere abschneidet." Im Frühjahr, spätestens zu Beginn des Sommers, sollte der Hobbygärtner dies gemacht haben, damit die Pflanze noch die Chance hat, neue Sprosse für die winterliche Blüte zu bilden. Bei einer Verjüngung sollten vor allem vertrocknete und vergreiste Triebe herausgenommen werden. So bleibt die Pflanze vital und ansehnlich sowie auch gut zu pflegen.

Quelle: dpa-tmn, zuhause.de

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