29.12.2011, 09:19 Uhr | rw; sj
Wer die richtigen Tipps kennt, hat länger Freude an seinem Christbaum. (Quelle: Archiv)
Es war mal wieder einer der Höhepunkte des Weihnachtsfestes: der Moment, als sich die ganze Familie zum ersten Mal vor dem brennenden Christbaum zusammen findet. Der prächtig schmückte Baum mit all den Lichtern – ein Augenschmaus. Klar, dass man auch nach den Feiertagen nicht gleich auf diesen Anblick verzichten will und den Weihnachtsbaum so lange wie möglich in gutem Zustand erhalten möchte. Damit das klappt, sollten Sie diese Fehler beim Christbaum vermeiden.
Erst mit dem Besuch der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar am sechsten Januar endet für viele die Weihnachtszeit so richtig. Wenigstens bis dahin soll der Christbaum gut und frisch aussehen. Für viele darf er auch ruhig bis Ende Januar stehen, wenn er denn noch Nadeln trägt.
Damit der Weihnachtsbaum auch unten den ungünstigen Bedingungen in der Wohnung so lange seine Nadeln behält, muss er gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Das Wasser im Ständer sollte deshalb täglich gewechselt werden. Für einen ausreichenden Nährstoffvorrat kann man das Wasser mit Blumenfrisch oder einer guten Prise Zucker anreichern. Außerdem freut sich der Baum, wenn man seine Nadeln einmal täglich mit ein wenig Wasser einsprüht.
Entscheidend dafür, wie lange der Weihnachtsbaum seine Nadeln behält und frisch aussieht ist schon der Kauf. Je frischer der Baum beim Kauf noch war, desto länger hält er auch unter den ungünstigen Bedingungen im Wohnzimmer durch. Wie frisch ein Weihnachtsbaum ist, erkennt man an der Schnittstelle: Ist diese schön hell, wurde der Baum erst vor kurzem gefällt.
Damit er sich lange hält, sollte der Baum bis zum Aufstellen im Wohnzimmer in einem mit Wasser gefüllten Eimer schattig und kühl gelagert werden. In die warme Wohnung kommt er möglichst erst kurz vor dem Schmücken.
In der Wohnung sollte der Weihnachtsbaum am besten nicht direkt vor die Heizung oder den Kamin gestellt werden. Sonst trocknet er schnell aus und verliert seine Nadeln. Auch auf Zugluft reagieren die meisten Weihnachtsbaum-Sorten empfindlich und sollten deshalb nicht allzu lang vor dem geöffneten Fenster stehen.
Um die Äste zu schonen, sollte das Baumnetz unbedingt von unten nach oben aufgeschnitten werden, damit sich das Geäst nicht in den Maschen verfängt. Bevor der Baum nun in seinen Ständer kommt, sollte sein Stamm erneut um wenige Zentimeter gekürzt werden. Über die frische Schnittstelle nimmt der Christbaum besser Wasser auf.
Topfbäumen, die nach ihrem Einsatz als Christbaum eine weitere Bestimmung im heimischen Garten erhalten sollen, dürfen übrigens nicht zu lange in der warmen Wohnung stehen. Soll das Gehölz später im Garten eingesetzt werden, sollte es höchstens zehn Tage im beheizten Wohnraum bleiben, erläutert Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen im nordrhein-westfälischen Haan.
Damit die Bäume draußen eine Überlebens-Chance haben, müssten sie zunächst in einen kühlen, aber frostfreien Raum wie ein Gartenhaus oder die Garage gestellt werden. Dort können sich die Pflanzen dann an die Kälte gewöhnen. Ist der Boden offen, komme das Bäumchen bald danach an seinen Platz im Garten, rät Gärtnermeister Fink.
Nach seinen Erfahrungen gelingt die Anpflanzung allerdings nur mit Gehölzen, die schon in der Aufzucht mehrfach verpflanzt wurden. Vom Auspflanzen einer Nordmanntanne rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ganz grundsätzlich ab. Die Tanne bilde nur Pfahlwurzeln, die bei der Ballenentnahme aus der Erde stark geschädigt würden. Deshalb sei die Chance, dass eine Nordmanntanne draußen anwachse, minimal.
Quelle: zuhause.de , dpa-tmn
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