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Vorsicht bei der Grunderwerbsteuer

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Vorsicht bei der Grunderwerbsteuer

06.02.2012, 16:10 Uhr

Wer ein Grundstück kauft, sollte auf die Grunderwerbssteuer achten. (Quelle: imago)

Wer ein Grundstück kauft, sollte auf die Grunderwerbssteuer achten. (Quelle: imago)

Viele Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer schon erhöht, weitere folgen ihrem Beispiel. Inzwischen beträgt sie im Schnitt über 4,5 Prozent. Umso wichtiger ist es für Bauherren, zu wissen, in welchen Fällen sie nur einen Teil davon bezahlen müssen.

Wer ein Haus vom Bauträger kauft, der muss die Grunderwerbsteuer auf den Gesamtpreis bezahlen, also auf Grund und Haus. Kauft er dagegen sein Grundstück und beauftragt anschließend einen Architekten mit der Planung und dem Bau seiner Immobilie, dann bemisst sich die Grunderwerbsteuer nur nach dem Grundstückspreis. Der eigentliche Hausbau zählt nicht mehr dazu, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Vorsicht vor Betrug

Hier wittert mancher die Möglichkeit, Steuern zu sparen, indem er Grundstücks- und Hauspreis vertraglich trennt. Das Finanzamt kennt den Trick allerdings und prüft solche Geschäfte sehr genau. Ein Warnhinweis dafür ist, wenn der Kauf des Grundstücks an die Bedingung gekoppelt ist, einen bestimmten Architekten zu beauftragen. Auch wenn zum Grundstück schon fertige Pläne genehmigt sind, die übernommen werden müssen, greift das Finanzamt ein. Es unterstellt das sogenannte verbundene Geschäft und erhebt Grunderwerbsteuer auf Haus und Grund.

Bauherren müssen also immer darauf achten: Grundstücksverkäufer und Planer dürfen wirtschaftlich nicht miteinander verflochten sein.

VPB kritisiert die Erhöhung der Grunderwerbsteuer

"Mit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer in immer mehr Bundesländern rückt das eigene Heim für viele junge Familien in weite Ferne", kritisiert Thomas Penningh, Präsident des VPB. Außerdem sei die hohe Steuer schädlich für die nachhaltige Entwicklung. Denn man muss auch dann zusätzliche Steuer für das Haus bezahlen, wenn man einen Altbau kauft, der aus ökologischen wie wirtschaftlichen Gründen abgerissen und neu aufgebaut gehört. "Dann tut man sich mit dem Abbruch schwer, weil man damit bares Geld aus dem Fenster wirft", erläutert Penningh.

Quelle: zuhause.de

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