Sie sind hier: zuhause.de > Garten > Gartenarbeit >

Unkraut vernichten: 10 Tipps als Alternativen zu Unkrautvernichter

...

Schriftgröße ändernSchriftgröße ändern Schrift
Drucken Drucken

Unkraut leichter entfernen

Autor: hadiet

Lästiges Unkraut kann man auch ohne mühevolles Jäten loswerden. (Quelle: imago)

Lästiges Unkraut kann man auch ohne mühevolles Jäten loswerden. (Quelle: imago)

Wenn die mühevoll gesetzten Pflanzen endlich üppig blühen und man eigentlich den Lohn für die Gartenpflege genießen könnte, dann tritt ein neuer Störenfried auf die Bildfläche: das Unkraut. An allen Ecken und Enden treiben Hirtentäschel, Distel und Co. ihr Unwesen zwischen Blumen und Stauden. Die lästigen Gewächse loszuwerden, kann sehr mühsam sein. Mit diesen Tipps zur Unkrautbekämpfung wird das Unkrautjäten einfacher.

Brennnessel, Giersch und Löwenzahn können zwar als Heilkräuter auch sehr nützlich sein, dennoch will sie kaum jemand in seinen Beeten sehen. Die lästigen Wildkräuter rauben den dort eingepflanzten Blumen Wasser, Nährstoffe und Licht, und bremsen so deren Wachstum. Im schlimmsten Fall breiten sich die wuchsstarken Pflanzen so weit aus, dass sie andere Arten völlig verdrängen.

Unkraut entfernen

Die beste Anti-Unkraut-Technik ist zugleich auch die umweltfreundlichste: das Jäten. Besonders einfach geht das nach dem Regen, wenn der Boden aufgeweicht ist. Dann kann man viele Pflanzen sogar ohne Werkzeug herausziehen. Bei trockenem Boden sollte man mit einer Gartenkralle arbeiten. Damit lässt sich die Erde gut auflockern und das Unkraut anschließend einfach entfernen.

Unkrautvernichter sind umstritten

Wenn das Jäten zu anstrengend ist oder bestimmte Pflanzen trotz mehrmaligem Entfernen immer wieder kommen, liegt der Griff zur chemischen Keule nahe. Doch der Einsatz solcher Herbizide ist sehr umstritten, da Unkrautvernichter auch für Menschen, Tiere und andere Pflanzen gefährlich sind. Daher sollte lieber auf harmlose biologische Mittel zurückgegriffen werden. Das schont Umwelt und Gesundheit. Und wenn Sie trotz aller Bemühungen nicht um den Einsatz eines chemischen Mittels herumkommen, tragen Sie das Mittel am besten direkt auf die Pflanze auf. So wirkt das Herbizid gezielt gegen das ungewünschte Gewächs.

Hausmittel gegen wildes Unkraut

Viele Menschen schwören auf Salz und Essig als Unkrautvernichtungsmittel. Davon sollten Sie aber die Finger lassen, denn der Einsatz dieser Hausmittel für diesen Zweck ist gesetzlich verboten. Essig und Salz fallen offiziell unter die nicht erlaubten Pflanzenschutzmittel. Hintergrund ist, dass die Konzentration der Substanzen im Boden sehr hoch wird und nicht in einem akzeptablen Zeitraum abgebaut werden kann. Boden, Pflanzen und Insekten würden auf Dauer durch die aggressiven Essenzen belastet.

Unkraut mit kochendem Wasser vernichten

Es geht auch ohne Zusätze: Kochendes Wasser ist ein probates Mittel gegen Unkraut. Einfach über die Pflanzen gießen, anschließend trocknen lassen und die Pflanzenreste entfernen. Durch das Abbrühen wird der empfindliche Organismus der Pflanze zerstört. Damit sich das Unkraut nicht weiter verbreitet, ist es wichtig, frühzeitig die Blüten zu entfernen. Wer gerade keine Zeit zum Jäten hat, sollte zumindest die Blütenköpfe von Löwenzahn und Co. abschneiden, damit sich die Samen gar nicht erst entwickeln können.

Das sind die bekanntesten Unkräuter im heimischen Garten
6 Bilder von 12

Mit einem Fugenkratzer oder Messer lassen sich die Ritzen zwischen Wegplatten gut vom Unkraut befreien. Auch das Abflammen des verplatteten Bodens ist durchaus wirkungsvoll. Wer regelmäßig mit einem Straßenfeger (harte Borsten) Weg und Terrasse kehrt, bekommt so auch frische Sprösslinge leicht entfernt.

Eine weitere hilfreiche Waffe im Kampf gegen mehrjährige Unkräuter ist der Pfahlwurzelstecher. Mit diesem Werkzeug sticht man dicht neben der Pflanze ein - beispielsweise beim Löwenzahn, rüttelt die Erde etwas auf und kann dann Pflanze und Wurzel problemlos entfernen. Andernfalls reißt man sie nur ab, so dass ein erneutes Treiben des Wildkrauts vorprogrammiert ist.

Unkraut aus Pflaster-Fugen leichter entfernen
6 Bilder von 6

Unkraut vorbeugen

Damit erst gar kein Unkraut wächst, gibt es verschiedene vorbeugende Möglichkeiten. Wer ein Beet neu anlegt, kann beispielsweise ein Unkrautvlies auflegen und abschließend frische Erde aufbringen. Das hemmt das Wachstum der Wildkräuter und hält die Feuchtigkeit besser im Boden. Eine Schicht Mulch oder Stroh als oberste Deckschicht wirkt ebenfalls hemmend auf das Unkrautwachstum. Das Beet sieht zudem gepflegter aus. Da Mulch allerdings für die Zersetzung dem Boden Nährstoffe entzieht, muss nach dem Einbringen öfter nachgedüngt werden.

Wildkräuter als Blickfang und Heilpflanze

Nicht jedes Wildkraut ist gleich ein Unkraut, viele Pflanzen werden trotz ihrer durchaus positiven Eigenschaften oft verkannt. Dass man beispielsweise Brennnesseln nicht neben Tulpen und Primeln haben möchte, ist verständlich. Aber vielleicht kann man dem Heilkraut einen anderen Platz im Garten zuweisen, denn Brennnessel hilft als Tee aufgebrüht wunderbar bei Magen- und Darmkatarrhen und ist für seine blutreinigende Wirkung weithin bekannt.

Rasenreparatur in sechs Schritten

Unkraut, Moos und kahle oder braune Stellen: So bringen Sie Ihr Grün wieder auf Vordermann. Umgraben ist meistens nicht notwendig. Video

Kräuterbeet

Wenn Sie um die Wildkrautfläche eine Folie eingraben – etwa 50 Zentimeter tief, dann breiten sich die Pflanzen nicht so leicht im restlichen Garten aus. Auch viele andere "Un"-Kräuter sind für Teeaufgüsse oder Umschläge geeignet und bringen sogar frohe Farbtupfer in Ihr Beet. Sie sind wichtige Komponenten im Ökosystem der Natur. Auf ihnen sammeln sich etwa Schädlinge, die wiederum von Nützlingen als Nahrungsgrundlage unbedingt gebraucht werden und sie bilden für diese einen notwendigen Lebensraum – etwa für Schmetterlinge.

Quelle: zuhause.de

Merken
google
DelIcioUs
LiveConnect
Inhalt versenden Versenden

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
 

"Unkraut vernichten: 10 Tipps als Alternativen zu Unkrautvernichter" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Unkraut vernichten: 10 Tipps als Alternativen zu Unkrautvernichter" gefallen hat.

 
Anzeige
AKTUELLE GARTEN-TIPPS
Frühling
Frühblüher im Garten
Schneeglöckchen sollte man an einen feuchten Standort pflanzen. (Quelle: imago/Revierfoto)

Sie sorgen im Garten für die ersten Farbkleckse des Jahres. Unsere Tipps für Frühblüher. mehr

Gartenarbeit
Baumpflegetipps für den Winter
Kernobstbäume vertragen Schnittmaßnahmen im Winter am besten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob Sonne, Regen oder Frost: So bringen Sie Bäume und Gehölze heil durch die kalte Jahreszeit. mehr

Gartenplage
Maulwürfe vertreiben
Maulwürfe stehen unter Naturschutz: So kann man die Tiere vertreiben. (Quelle: imago/blickwinkel)

Neun Tipps: So werden Sie Maulwürfe und Wühlmäuse im Garten endgültig los. mehr

VIDEO-TIPPS
Video
Bäume richtig beschneiden

Worauf Sie beim Baumschnitt achten und welche Fehler Sie vermeiden müssen. zum Video

Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen richtig pflegen

Welche Pflanzen besonders pflegeleicht sind und wie sie gut durch den Winter kommen. Video

Gartenideen
Tolle Ideen für kleine Gärten

In der Stadt bleibt für Gärten wenig Raum. Mit ein paar Tricks trumpfen sie trotzdem groß auf. mehr

SERVICE

© DIGITAL MEDIA PRODUCTS GMBH 2016

Anzeige