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Tapezieren: Mit richtiger Anleitung und Werkzeug kein Problem

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So tapezieren Sie richtig

Autor: rw, hadiet

Mit guter Vorbereitung und Knowhow kann beim Tapezieren nichts schief gehen.  (Quelle: imago)

Mit guter Vorbereitung und Knowhow kann beim Tapezieren nichts schief gehen. (Quelle: imago)

Beim Thema Tapezieren kommt vielen eine klassische Situation aus Komödien und Serien in den Sinn: Ein junger Mann steht auf der dritten Sprosse der Trittleiter und kämpft verzweifelt mit der bereits eingekleisterten Tapete, in der er sich immer stärker verheddert. Dabei ist Tapezieren gar nicht so schwer. Achten Sie aber darauf, diese zehn Fehler beim Tapezieren zu vermeiden. Dann bekommen Sie Ihre Tapeten ohne Schwierigkeiten an die Wand. Unsere Videos zeigen anschaulich, wie Sie richtig um Fenster, in Dachschrägen oder an der Decke tapezieren.

Damit die Wandgestaltung mit Tapeten nicht zur nervigen Qual wird, sollten Sie sich vor Beginn der Arbeiten mit dem nötigen Werkzeug versorgen. Am wichtigsten ist ein ausreichend großer Tapeziertisch, auf dem eine komplette Tapetenbahn Platz hat und eingekleistert werden kann.

Tapezieren Schritt für Schritt
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Tapeziertisch mieten oder kaufen

Wer keinen eigenen kaufen möchte, kann sich einen Tapeziertisch ausleihen. Viele Baumärkte bieten diesen Service an. In größeren Städten lohnt sich zudem der Blick ins Internet, ob jemand aus der Umgebung einen Tapeziertisch vermietet. Kommt man um den Neukauf nicht herum, sollte man nicht zu den ganz billigen Tischen greifen. Diese sind meist nicht sonderlich stabil, was die Arbeit behindert. Gute Modelle sind ab etwa 50 Euro zu bekommen.

Wichtige Werkzeuge zum Tapezieren

Neben dem Tisch gehören Trittleiter, Quast und Eimer, sowie Zollstock, Bleistift, Tapeziermesser und Wasserwaage zur Grundausstattung. Muss vor dem Tapezieren noch die alte Tapete entfernt werden, braucht man außerdem einen Spachtel und gegebenenfalls eine Stachelwalze, den so genannten Tapetenigel. Mit einigen Tipps und Tricks geht das Ablösen der alten Tapeten spielend leicht von der Hand.

Auf die Tapeten-Menge achten

Bevor man nun mit dem Tapezieren beginnen kann, muss man sich darüber klar werden, wie viele Rollen Tapete man braucht. Entscheidend für den Bedarf sind Raumhöhe und Raumumfang. Beim Tapezieren von Muster- oder Fototapeten muss der Bedarf besonders großzügig geplant werden, weil hier mehr Verschnitt anfällt. Achten Sie bei der Berechnung auch auf Türen und Fenster. Die verschiedenen Tapeten-Rollen unterscheiden sich in Breite und Höhe. Wir haben für Sie die Mengen an Raufasertapete am Beispiel der Standardrolle mit 33,5 m x 0,53 m aufgelistet:

Raumumfang

Anzahl der Raufasertapeten-Rollen (33,5 m x 0,53 m) bei einer Raumhöhe...

...von 2,10 - 2,35 m

...von 2,40 - 3,05 m

...von 3,10 - 4,00 m

6 m

3 Stk.

4 Stk.

5 Stk.

10 m

5 Stk.

7 Stk.

8 Stk.

12 m

6 Stk.

8 Stk.

10 Stk.

15 m

7 Stk.

10 Stk.

13 Stk.

18 m

9 Stk.

11 Stk.

15 Stk.

20 m

10 Stk.

12 Stk.

17 Stk.

24 m

11 Stk.

15 Stk.

21 Stk.

Video-Anleitungen: So tapezieren Sie richtig
Selbst tapezieren ist nicht schwer. Mit der richtigen Anleitung kommt jede Tapete sauber und knitterfrei an die Wand. (Quelle: imago/Jochen Tack)

Für jedes Problem und jede Tapete die optimale Lösung. Sogar knifflige Stellen wie Fenster oder Dachschrägen werden sauber und ohne Macken tapeziert. So geht's. mehr

Untergrund für Tapeten gründlich vorbereiten

Damit die neue Tapete gut hält, sollten Sie den Untergrund gründlich reinigen und alte Tapeten- und Farbreste entfernen. Sie werden sonst durch den Kleister gelöst und die neue Tapete kann auf der Wand nicht haften. Bei Trockenbauwänden sollten Sie besonders aufpassen: Wenn Sie die Grundierung auf einer Gipskartonwand vergessen und einfach drauf los tapezieren, bekommen Sie die Tapete nie wieder herunter, ohne den Untergrund zu beschädigen. Die Tapete verbindet sich so fest mit der Papierschicht des Gipskartons, dass Sie diese Oberfläche ganz herunterreißen und der Gips frei liegen würde.

Ob der Untergrund zum Tapeziere geeignet, sollten Sie zuerst mit einer einzelnen Bahn oder einem kleineren Tapetenstück testen. Wenn Sie dabei feststellen, dass die Tapete sich nicht mit dem Untergrund verbindet, müssen Sie sich die Mehrarbeit machen und die Wände vor dem Tapezieren grundieren. Das ist jedoch immer noch besser, als den ganzen Raum fertig tapeziert zu haben und dann festzustellen, dass die Tapeten wieder von der Wand rutschen.

Tapeten genügend einweichen lassen

Löst sich die Tapete nach kurzer Zeit wieder von der Wand, kann es an der falschen Einweichzeit liegen. Weicht die Tapete zu kurz, hält sie nicht an der Wand. Weicht sie jedoch zu lange, kann sie reißen. Beachten Sie deshalb immer die Herstellerangaben.

Wichtige Tipps fürs Tapezieren

Einer der wichtigsten Punkte, die es beim Tapezieren zu beachten gilt, ist das richtige Falten der eingeweichten Tapetenbahnen. Das eine Ende der eingekleisterten Bahn sollte zu 2/3 und das andere dementsprechend um 1/3 eingeklappt werden. Die Bahn muss so genau gefaltet sein, dass keine Flächen unbedeckt sind. Sonst trocknet der Kleister in der Einweichzeit von etwa 10 bis 15 Minuten ab und die Tapete haftet später nicht an der Wand. Die Falten beim Zusammenlegen dürfen auf keinen Fall glatt gestrichen werden, stattdessen müssen weiche Schlaufen entstehen. Sonst lassen sich die Bahnen nur schwer an die Wand bringen und Sie haben später Knicke in den Bahnen.

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Blasen beim Tapezieren vermeiden

Gerade bei Tapezier-Neulingen kommt es vor, dass die Bahnen nach dem Trocknen Blasen werfen. Die lassen sich mit einer Spritze recht gut entfernen. Erhältlich ist das ungewöhnliche Werkzeug in jeder Apotheke. Die Spritze solle möglichst groß sein. Bevor sie zum Einsatz kommt, wird die Tapete im Bereich der Blase angefeuchtet. Dann zieht man die Spritze mit Leim auf und spritzt ihn in die Blase. Anschließend verteilt man den Kleber vorsichtig und rollt ihn mit einer Malerrolle glatt. Herausquellenden Leim kann man einfach mit einem Tuch wegtupfen.

Die richtige Tapete für die Wandgestaltung wählen

Tapeten unterscheiden sich nicht nur im Design, sondern auch, was Material und Oberflächenbeschaffenheit angeht. Im Bad etwa sollten keine Kunststofftapeten zum Einsatz kommen, da sie keine Feuchtigkeit aufnehmen können und nicht dampfdurchlässig sind. Das kann im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung führen. Das Wasser kondensiert an der Oberfläche und kann nicht schnell genug aus dem Raum entweichen. Um festzustellen, ob eine Tapete für Ihr Renovierungsvorhaben geeignet ist, sollten Sie auf die Symbole an Anfang und Ende jeder Tapetenrolle achten oder beim Fachhändler nachfragen.

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Checkliste Tapezieren: Diese Werkzeuge benötigen Sie:

- Tapeziertisch

- Trittleiter

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- Quast/Kleisterbürste zum Auftragen des Kleisters

- Eimer

- Zollstock

- Bleistift

- Tapeziermesser, Tapezierschere

- Wasserwaage

- Andrückwalze zum Anbringen der Tapete

- weiche Bürste zum blasenfreien Feststreichen der Tapete

- Nahtroller, um gegebenenfalls die Ränder der Tapetenbahnen zu glätten

Quelle: zuhause.de

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