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Smart Meter und Smart Grid: Strom sparen im intelligenten Netz

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Energiesparen der Zukunft

Autor: sj

Energiesparen der Zukunft: Die Heizung weiß, wenn das Fenster offen steht. (Foto: Imago)

Energiesparen der Zukunft: Die Heizung weiß, wenn das Fenster offen steht. (Foto: Imago)

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Unabhängig vom Ausbau der erneuerbaren Energien ist Energiesparen immer noch das beste Mittel, um auf den Strom aus Kernkraftwerken verzichten zu können. Doch wer ist schon diszipliniert genug, immer selbst alle Geräte abzuschalten, die nicht gebraucht werden? Muss man auch nicht: Das können clevere Energie-Management-Systeme vollautomatisch übernehmen. Der intelligente Stromzähler ist nur der Anfang.

Wer heute ein Haus baut oder größere Renovierungen durchführt, kommt am "Smart Meter" nicht vorbei. Seit Anfang 2010 sind die intelligenten Stromzähler bereits Pflicht. Die Geräte zeichnen die Verbrauchszahlen und die tatsächliche Nutzungszeit auf. Auf ausgereiften Zählern kann der Verbraucher jederzeit ablesen, wieviel Strom er wann verbraucht hat und auf diese Weise Stromfresser im Haushalt aufspüren. Allerdings sind längst nicht alle Geräte auf dem Markt so intelligent. Die meisten Geräte können lediglich die Verbrauchswerte in ihrem zeitlichen Verlauf speichern. Der Verbrauch einzelner Kostentreiber im Haushalt lässt sich nicht ablesen.

Der Stromzähler als Spion

Laut einer Studie des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts Intelliekon lassen sich durch intelligente Zähler und die Visualisierung des Stromverbrauchs immerhin durchschnittlich 3,7 Prozent Strom in Privathaushalten einsparen. Da der intelligente Stromzähler die gesammelten Daten auch an den jeweiligen Energieversorger überträgt, sehen Datenschützer die Gefahr, dass die Lebensgewohnheiten der Nutzer ausspioniert werden könnten. Dennoch ist der Smart Meter als Bestandteil eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid) für die Zukunft nicht wegzudenken.

Verbrauchsspitzen abfangen

Im intelligenten Netz kennt der Stromzähler die jeweiligen Strompreise und kann dann dafür sorgen, dass starke Verbraucher möglichst zu Zeiten laufen, wenn der Strom besonders günstig ist. Die Waschmaschine ist der klassische Anwendungsfall. Künftig wird die Wäsche wohl immer häufiger nachts gewaschen werden. Für Zeitvariable Tarife ermittelte die Intelliekon-Studie sogar eine Einsparung von 9,5 Prozent. Im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien ist es besonders wichtig, den Energieverbrauch besser über den Tag zu verteilen und Lastspitzen zu entschärfen. Windkraft und Solarenergie werden verbrauchsunabhängig in das Netz eingespeist, wenn sie zur Verfügung stehen und können nicht bei Bedarf zugeschaltet werden.

Clever vernetzt

Noch mehr Einsparpotenzial bietet allerdings die intelligente Heimvernetzung. So lässt sich beispielsweise die Heizung personen- oder raumspezifisch regeln. Wenn sich etwa im Schlafzimmer tagsüber niemand aufhält, wird die Temperatur gesenkt. Will man es vor dem Schlafengehen etwas kuschlig haben, kann man bei Bedarf sogar schon auf dem Nachhauseweg per Handy veranlassen, dass die Heizung hochfährt.

In einem intelligenten Haus führt das Öffnen eines Fensters automatisch dazu, dass die Heizung gedrosselt wird. Zusätzlich sind Heizung, Fenster und Jalousien so aufeinander abgestimmt, dass im Raum immer ein angenehmes und vor allem energieoptimiertes Klima herrscht. Das Licht wird ebenfalls intuitiv über Sensoren gesteuert und ist nur dann eingeschaltet, wenn jemand im Raum ist. Durch ein einziges Steuersignal, etwa das Abschließen der Haustür, werden alle Lichter und bei Bedarf auch andere nicht benötigte Geräte automatisch abgeschaltet.

Abgeschlossenes System

Die Stromeinsparungen sind bei den intelligenten Systemen zwar im Einzelfall gering, in der Summe kommen jedoch einige Kilowattstunden zusammen. Inzwischen gibt es auf dem Markt verschiedene Pakete wie etwa das aus der Fernsehwerbung bekannte RWE Smart-Home, die funkgesteuert mit einer Zentrale arbeiten und je nach Ausbaustufe zwischen 600 und 2000 Euro kosten. Allerdings handelt es sich dabei um Insellösungen, die nur mit viel Aufwand und Kosten mit anderen Systemen kombiniert werden können.

Quelle: zuhause.de

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