Autor: mb
Schimmel vorbeugen und wirksam bekämpfen. (Foto: Imago)
Undichte Fenster, kalte Außenwände oder feuchte Ecken: Schimmel in der Wohnung kann viele Ursachen haben. Fast nichts ist im Haus vor den widerlichen Pilzsporen sicher. Dabei ist Schimmel nicht nur hässlich anzusehen, sondern auch gesundheitsgefährdend. Doch wie wird man die fiesen Schimmelflecken wieder los? Und wie kann man verhindern, dass sich die ungesunde Plage überhaupt in der Wohnung ausbreitet? Wichtig sind vor allem richtiges Heizen und Lüften. Mit diesen zwölf Anti-Schimmel-Tipps haben die widerlichen Sporen keine Chance.
Eine hohe Konzentration an Schimmelsporen in der Luft kann – vor allem bei empfindlichen Menschen und Allergikern – Atembeschwerden, Reizhusten und sogar Asthma auslösen. Selbst Infektionen werden von den schädlichen Pilzen verursacht. Darum ist es wichtig, Schimmel schnell und dauerhaft zu entfernen.
Zum Wachsen bedarf Schimmel einer feuchten Umgebung. An einer nassen Stelle wird es immer neue Ausbrüche geben, bis das zu Grunde liegende Feuchtigkeitsproblem beseitigt ist. Mögliche Ursachen gibt es viele – vom falschen Lüften bis zu Konstruktionsfehlern beim Bau. Manchmal ist der Grund offensichtlich: Wenn sich die schimmelige Stelle neben einer Wasserleitung, unter einem Fenster oder direkt an einer Duschwanne befindet, sind diese wahrscheinlich undicht und eine Reparatur kann das Feuchtigkeitsproblem beheben.
Ansonsten herrscht wahrscheinlich in der ganzen Wohnung eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. In diesem Fall ist es wichtig, für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Um die Feuchtigkeit aus der Wohnung zu transportieren, sollten Sie mehrmals am Tag lüften. Fünf bis zehn Minuten Stoßlüftung mit komplett geöffneten Fenstern genügen. Dauerlüften über gekippte Fenster ist hingegen nicht zu empfehlen, weil es die Heizkosten nach oben treibt und der Luftaustausch viel zu lange dauert.
Wichtig ist es auch, die Räume nicht zu sehr auskühlen zu lassen. Die Innentemperatur sollte nie unter 16 Grad fallen. Ansonsten bedarf es eines sehr hohen Energieaufwands, um die Wände wieder einzuheizen und die Heizkosten klettern nach oben. Außerdem begünstigen die ausgekühlten Möbel die Bildung von Kondensation und verschärfen so das Feuchtigkeitsproblem.
Richtiges Heizen und Lüften erfüllt also gleich einen doppelten Zweck. Es beugt Schimmelbildung vor und spart zugleich Heizkosten.
Ist die Feuchtigkeit erst einmal weg, können sich nicht mehr so leicht neue Schimmelflecken bilden und man kann beginnen, die Flecken zu entfernen. Kleinere Flächen bis zu etwa einem halben Quadratmeter können Sie selbst reinigen. Bei einem größeren Schadensbild ist es meist ratsam, einen Fachmann zu beauftragen.
Generell gilt: Chemische Spray-Reiniger töten zwar die Pilze, deren giftige Wirkung kann aber auch danach noch bestehen bleiben. Darum muss Schimmel immer auch physisch entfernt und nicht nur abgetötet werden.
Um nicht in Kontakt mit den Toxinen zu kommen, sollten Sie bei der Reinigung Atemschutz, Gummi-Handschuhe und Schutzbrille tragen. Ihre Kleidung sollte möglichst die Haut bedecken und nach der Schimmelbeseitigung gewaschen werden. Anschließend muss der Raum gründlich gelüftet werden.
Mit diesen zwölf Tipps gegen Schimmel haben die fiesen Sporen in Ihrem Zuhause keine Chance.
Quelle: zuhause.de
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