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Schimmel: Lüften im Sommer erhöht die Gefahr

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Schimmelgefahr: Besser nicht bei Hitze lüften

Autor: sj

Wer den Keller bei Hitze lüftet, erhöht die Schimmelgefahr. (Quelle: imago/Niehoff)

Wer den Keller bei Hitze lüftet, erhöht die Schimmelgefahr. (Quelle: Niehoff/imago)

Schimmel braucht Feuchtigkeit. Deshalb ist die Gefahr durch Sporen im trockenen Sommer nicht so präsent. Heiße Tage werden sogar gerne genutzt, um den muffigen Keller mal so richtig durchzulüften und auszutrocknen.  Allerdings ist dieses Vorhaben nur selten von Erfolg gekrönt: Meist sind die Räume anschließend sogar feuchter als zuvor. Und in feucht-warmem Umfeld kann sich der Schimmel noch besser ausbreiten. So lüftet man richtig.

Im Sommer finden Pilzsporen die idealen Bedingungen vor, die sie zum Ausbreiten benötigen. Es ist warm und es ist feucht – und das nicht nur an schwülen Tagen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Deshalb ist beim Lüften im Sommer Vorsicht geboten – vor allem in kühlen Kellerräumen.

Schimmel wirksam vorbeugen und bekämpfen

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Keller im Sommer richtig lüften

Wenn der Keller muffig riecht, bietet es sich an, warme Tage zum Durchlüften zu nutzen. Was gut gemeint ist, verschlimmert das Problem aber meist. Die feucht-warme Luft von draußen kondensiert an den kälteren Kellerwänden und bringt so zusätzliche Feuchtigkeit in die Räume. Deshalb empfehlen die Experten vom Bremer Netzwerk Schimmelberatung, dass nur dann gelüftet werden sollte, wenn die Außentemperatur mindestens fünf Grad Celsius unter der Kellertemperatur liegt.

Flaschen-Test zeigt, wann man lüften kann

Außerdem sollte die Luft außen trockener sein als im Keller. Zum Test schlagen die Experten vor, eine im Keller gelagerte Flasche an die Außenluft zu stellen. Wenn die Flasche beschlägt, ist es nicht ratsam, den Keller zu lüften.

Fenster nachts öffnen

Generell ist es im Sommer besser, die Fenster nur in den kühleren Abend-, Nacht- oder Morgenstunden zu öffnen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, ist es zudem ratsam, die Wäsche draußen zu trocknen. Positiver Nebeneffekt: Die Wäsche riecht meist viel frischer. Auch nach dem Duschen sollte man darauf achten, dass die feuchte Luft abzieht und nicht in die restlichen Räume gelangt.

Gefährlicher Schimmel

Pilzsporen in der Wohnung sind gefährlich. Sie verursachen nicht nur Atemwegsleiden wie Reizhusten oder Asthma, sondern auch Hautreizungen und grippeähnliche Beschwerden. Selbst Schwindelanfälle und Gedächtnis- oder Sprachstörungen können von den Sporen ausgelöst werden.

Die Gefahr geht dabei nicht nur von den sichtbaren Schimmelflecken an der Wand aus. Unsichtbare Schimmelsporen fliegen wie feine Staubpartikel durch die Luft und werden eingeatmet. Deshalb ist es beim Beseitigen von Schimmel wichtig, sich mit Atemschutz, Handschuhen und Schutzbrille auszurüsten.

Schimmel in der Wohnung kann verschiedene Ursachen haben – von falschem Lüften bis zu Konstruktionsfehlern beim Bau. Sind Baumängel wie Wärmebrücken, beschädigte Isolierungen oder undichte Rohrleitungen schuld an der Feuchtigkeit in der Wohnung, muss eine Fachfirma ran.

Quelle: zuhause.de

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