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Rosenrost und Mehltau an Rosen: Was hilft?

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Kranke Rosen muss man sofort schneiden

Im Frühling sollten Rosen kräftig geschnitten werden. (Quelle: imago/McPHOTO )

Im Frühling sollten Rosen kräftig geschnitten werden. (Quelle: McPHOTO /imago)

Der größte Feind einer schönen Rosenpflanze ist der Pilzbefall. Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau setzen der Königin der Blumen schwer zu. Schon kurz nach dem ersten Austrieb können die Pflanzen von Pilzen heimgesucht werden. Begünstigt wird dies durch einen häufigen Gießfehler. Die Infektionsgefahr ist im Frühjahr besonders hoch. Wie Sie Befall vorbeugen, kranke Rosen erkennen und worauf Sie bei der Rosenpflege achten sollten.

Wenn Rosen im Frühjahr erste Anzeichen von Pilzbefall zeigen, müssen die befallenen Pflanzenteile sofort abgeschnitten werden. Hilft das nicht, raten die Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sogar dazu, Pflanzenschutzmittel einzusetzen, um die Verbreitung der Pilze zu stoppen. Doch wie erkennt man, ob die eigenen Rosen infiziert sind?

Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau

Der "Echte Mehltau" gibt sich sich mit weißen, mehlartigen Belägen an Blättern, Triebspitzen und Knospen zu erkennen. Die befallenen Blätter rollen sich oftmals ein. Durch Rosenrost bilden sich gelborange Flecken an der Blattoberseite sowie orange, später braunschwarze Pusteln an der Unterseite. Bei starkem Befall können auch die Blätter abfallen.

Als aggressivste Pilzkrankheit gilt bei Rosen der Sternrußtau. Ein Befall zeigt sich zunächst durch violettschwarze, sternförmige Flecken auf den Blättern. In der Folge verfärbt sich das Grün gelb und fällt ab. Das führt dazu, dass viele befallene Sträucher bis zum August komplett unbelaubt sind.

Rosen richtig schneiden

Unabhängig von einem Befall der Rosen ist es ratsam, die Rosen vor der Saison zu schneiden. Im Herbst wäre die Gefahr zu groß, dass die Schnittwunden sich nicht mehr rechtzeitig schließen. Frost und Pilze könnten dann leichter in die Pflanze eindringen und sie schädigen.

Wann sollte man die Rosen schneiden?

Der beste Zeitpunkt, Rosen zu schneiden, ist im Frühjahr. Es sollte nicht mehr zu kalt, aber auch noch nicht zu warm sein. Ein guter Anhaltspunkt ist die Forsythienblüte. Sobald die gelben Sträucher blühen, kann man seine Rosen kürzen.

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Wie schneidet man Rosen?

Die Schere sollte leicht schräg angesetzt werden, damit etwaige Tropfen nicht auf der Schnittfläche stehen bleiben können. Der Schnitt sollte etwa einen halben Zentimeter über der Knospe oder dem Auge verlaufen, falls die Knospe noch nicht ausgebildet ist. Er darf aber nicht zu schräg sein, weil sonst die Wunde zu groß wäre. Wie viel man abschneidet, hängt davon ab, welches Ergebnis man erreichen möchte. Bei einem starken Rückschnitt bildet die Rose wenige, aber kräftige Triebe aus. Ein schwacher Rückschnitt sorgt für mehr Triebe, die dafür kürzer und dünner ausfallen.

Richtiges Gießen beugt Krankheiten vor

Als vorbeugende Maßnahme gegen Pilzkrankheiten rät die Landwirtschaftskammer, die Rosen nicht abends von oben zu gießen. Das nämlich könne Pilzerkrankungen begünstigen, so die Experten. Gerade bei Berufstätigen ist das abendliche Wässern der Pflanzen sehr beliebt. Den Rosen zuliebe sollte man es aber lieber auf die Morgenstunden verlegen. Außerdem ist es wichtig, möglichst nur die Erde zu wässern. Auf nassen Blättern können sich Pilzsporen besser ansiedeln. Eine feuchte Umgebung bietet den idealen Nährboden für Pilzkrankheiten.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Befall

Kranke Blätter müssen außerdem so schnell wie möglich entfernt und vernichtet werden, damit sie den Pilzen nicht als Basis zum Überwintern dienen können. Das Schnittgut von kranken Pflanzen gehört daher nicht auf den Kompost. Besser, man entsorgt es im Hausmüll.

Damit die Rosen erst gar nicht befallen werden, lässt sich die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen durch ausgewogenes Düngen stärken. Der richtige Standort und fachgerechter Schnitt tragen ebenfalls zur besseren Pilz-Abwehr bei. Insbesondere beim Schneiden der Rosen kann viel schief gehen: Die sechs größten Fehler beim Rosenschnitt.

Quelle: dpa-tmn, zuhause.de

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