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Rollrasen richtig pflegen und verlegen

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Rollrasen verlegen oder selbst einsäen?

Autor: dpa-tmn; sj

Auch Rollrasen braucht intensive Pflege. (Quelle: dpa\Roland Weihrauch)

Auch Rollrasen braucht intensive Pflege. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Ein gepflegter Rasen verlangt viel Arbeit. Das wird besonders im Frühjahr deutlich, wenn kahle Stellen und vermooste Flächen in vielen Gärten eine umfassende Rasenreparatur erfordern. Wenn man Glück hat, genügt es, die Fehlstellen nachzusäen. Oft ist es jedoch unumgänglich, die komplette Fläche neu einzusäen. Bis dann allerdings die Halme wieder dicht an dicht stehen, sodass die Grünfläche betreten werden kann, braucht man viel Geduld. Schneller und bequemer ist es, Rollrasen auszulegen – der ist aber auch deutlich teurer. Was für Rollrasen spricht und worauf man beim Kaufen und Verlegen von Fertigrasen achten sollte.

Fertigrasen wird längst nicht mehr nur bei der Neuanlage von Grundstücken eingesetzt. Für Hobbygärtner hat der Fertigrasen mehrere Vorteile. Kaufen, ausrollen – fertig ist die dichte Rasenfläche. Die vom Winter gezeichnete Brachlandschaft verwandelt sich im Handumdrehen in ein sattes Grün. Betreten kann man das frisch ausgelegte Gras sofort. "Vielleicht noch wichtiger ist jedoch, dass der Fertigrasen alle Kinderkrankheiten schon hinter sich hat", erklärt Klaus Müller-Beck, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn.

Gesäter Rasen am Anfang besonders aufwendig

Gerade in den ersten Monaten nach der Aussaat hat der Gärtner Probleme mit dem Grün: Das Saatgut wächst nicht gleichmäßig. An einigen Stellen muss nachgebessert werden, an anderen hat sich Unkraut breitgemacht. Wenn das Wetter nicht mitspielt, hat man noch mehr Arbeit. "Wer leidenschaftlich gerne gärtnert, hat daran Freude, seinen eigenen Rasen herzustellen. Für viele andere ist es jedoch ein Kampf", sagt Helmut Schingen, Vize-Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef bei Bonn.

Rollrasen ist dicht und stabil

Rollrasen hingegen wächst auf Feldern mit idealen Bodenverhältnissen heran. Er hat eine vollflächig grüne, dichte Grasnarbe mit einem stabilen Wurzelnetz, die nach rund einem Jahr maschinell geerntet wird. Dazu schälen Maschinen Matten mit einer Stärke von etwa zwei Zentimetern ab. Diese kommen hierzulande nahezu ausschließlich gerollt in den Handel. Daher hat sich umgangssprachlich der Begriff "Rollrasen" durchgesetzt. Es gebe Fertigrasen aber auch in geklappter Form oder als Ziegel, erläutert Martin Bocksch vom Deutschen Rollrasen Verband im hessischen Alsbach-Hähnlein.

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Wenige Sorten und Pestizid belastet

Ein Nachteil des Produktes ist, dass es den Fertigrasen in nicht so vielen Mischungen gibt wie das Saatgut, weiß Bocksch. Die meisten Hersteller hätten vier Typen im Angebot: Strapazierrasen, Sport-/Spielrasen, Schattenrasen und mediterranen Rasen. Außerdem sind viele Rollrasen mit Pestiziden belastet, wie das Verbraucher-Magazin Ökotest 2012 nachwies.

Rollrasen hat seinen Preis

Den Rollrasen gibt es in vielen Bau- und Gartenmärkten – meist auf Bestellung. Für einen Quadratmeter des Rasens muss man je nach Qualität zwar nur zwischen drei und acht Euro hinblättern. Dazu kommen jedoch noch die Verlegekosten, Transport und Nachpflege. Alles in allem summieren sich die Kosten meist auf weit über zehn Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommt, dass viele Fertigrasen Gifte enthalten, um unkrautfrei angeboten werden zu können.

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Wann sollte Rollrasen verlegt werden?

Verlegt wird Rollrasen am besten zwischen März und Mai sowie im Herbst bis Mitte Oktober. Der Rasen sollte nach dem Kauf nicht lange lagern. "Auf der Rolle ist nicht die natürliche Lebensweise des Rasens", erläutert Bocksch. "Das hält er nicht lange ohne Qualitätseinbußen aus."

Boden für den Rollrasen gut vorbereiten

Vor dem Ausrollen muss man den Untergrund vorbereiten. Das ist wichtig, damit die Schicht gut anwächst. Ist der alte Rasen wellig, wird er mit einem Sodenschneider vom Boden abgeschält oder mit einer Schaufel abgetragen. Die Erde muss man dann tiefgründig umgraben oder mit einer Bodenfräse auflockern. Steine, Unkraut und Wurzelreste werden entfernt. Nun bietet sich auch die einmalige Gelegenheit, den Boden grundlegend zu verbessern: In schweren, lehmigen Böden lässt eingearbeiteter Sand Wasser besser abfließen. Leichte, sandige Böden sollten mit Humus angereichert werden.

Die Fläche müssen Hobbygärtner mit der Harke glätten sowie verdichten. Dafür gibt es in Baumärkten Rasenwalzen. Zum Abschluss kommt auf die Fläche ein spezieller Starterdünger. Der Untergrund sollte erdfeucht sein, er klebt also leicht. Die Sode des Fertigrasens muss ganz auf dem Boden aufliegen, erläutert der Fachmann Schingen. Am besten werde die Unterseite des Fertigproduktes daher leicht mit der Harke angeraut – so können sich beide Flächen gut verzahnen. Die Bahnen sollten dicht an dicht liegen.

Die Grasmatten versetzt verlegen

Die einzelnen Stücke werden am besten versetzt verlegt – wie die Ziegel einer Mauer. So entstehen keine durchgängigen Nähte. "Gibt es schon beim Verlegen eine Lücke, dann wird sich diese nie schließen", erklärt Bocksch. Und das hat Folgen für das Anwachsen: "Bei Trockenheit zieht sich die Sode zusammen, dadurch gelangt Luft an den Unterboden." Der Boden und die Sode trocknen in der Folge aus und werden so stark geschädigt, dass sie nicht wieder anwachsen.werden Nach dem Verlegen muss der Gärtner den Fertigrasen gut wässern.

Nach dem Verlegen täglich wässern

In den ersten beiden Wochen braucht der Rasen täglich Wasser. Besonders die Ränder neigen zum Austrocknen und sollten daher gewissenhaft gewässert werden. Innerhalb von etwa zwei Wochen sollten die Rasenstücke mit dem Boden verwachsen. Betreten darf man den Rasen sofort. Allerdings ist eine stärkere Beanspruchung erst nach ein paar Wochen ratsam. Deshalb sollte man noch mindestens weitere zwei Wochen warten, bis Kinder darauf Fußball spielen oder mit dem Hund toben.

Steht nach ein paar Wochen das erste Mähen an, sollte man den Rasenmäher nicht zu tief einstellen. Der frisch verlegte Rasen braucht noch etwas Schonung. Die Halme sind noch nicht so fest verwachsen, und würden durch die Strapaze geschwächt und damit anfällig für Unkraut und Rasenkrankheiten und Kahlstellen.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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