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Richtig heizen im Winter, Thermostat einstellen

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Voll aufgedrehter Heizkörper heizt nicht schneller

Autor: dpa-tmn; sj

Die Heizung muss nicht voll aufgedreht werden. (Quelle: imago\Schöning)

Die Heizung muss nicht voll aufgedreht werden. (Quelle: Schöning/imago)

Wer im Winter fröstelnd in seine Wohnung kommt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ein warmes Zimmer. Da man selbstverständlich aus Energiespargründen in seiner Abwesenheit die Heizung heruntergedreht hat, bleibt der Wunsch oft unerfüllt. Damit es schneller warm wird, ist man dann versucht, die Heizung voll aufzudrehen. Das bringt allerdings nichts, weiß die Verbraucherzentrale Thüringen, nur der Energieverbrauch steigt. Wie man die Heizung am besten einstellt und welche Raumtemperatur sinnvoll ist – so heizt man clever.

Ein kalter Raum wird nicht schneller warm, wenn die Heizung auf Stufe 5 statt auf 3 steht. Darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen hin. Denn die Stufen stehen nur für eine gewünschte Höchsttemperatur, bei der das Thermostat die Wärmezufuhr anhält. Eine Flüssigkeit im Drehknopf lasse das Thermostatventil auf die Raumtemperatur reagieren, erläutern die Verbraucherschützer. Ist eine bestimmte Gradzahl erreicht, dehne sich die Flüssigkeit aus. Das Ventil schließe daraufhin automatisch.

Heizung nicht zu hoch einstellen

Die Heizung heizt dann nicht weiter auf – bei Stufe 3 sei das in der Regel bei einer Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad. Bei Stufe 5 hingegen erwärme die Heizung den Raum weiter. Und das erhöhe den Energieverbrauch – um circa sechs Prozent für jedes weitere Grad. Die Experten raten daher, zu hoch eingestellte Regler herunterzudrehen, wenn das Zimmer warm genug ist. Im Wohn- und Esszimmer reicht nach Ansicht der Experten eine Raumtemperatur von 20 Grad. Im Kinder- und Arbeitszimmer sollten es maximal 22 Grad sein während im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad genügen.

Anders ist es, wenn ein zentrales Thermostat die Heizungsanlage für die gesamte Wohnung regelt. Dann empfiehlt die Stiftung Warentest, die Ventile an den einzelnen Heizkörpern voll aufzudrehen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wird das Raumthermostat so eingestellt, dass die Wohnung auf 20 Grad erwärmt werden soll, und manche Heizkörper sind nur halb aufgedreht, kann die gewünschte Temperatur nicht erreicht werden. Sollen dagegen einzelne Räume kühler bleiben, kann man an deren Heizkörpern die Temperatur individuell herunterregeln.

Nachts Temperatur nur um zwei Grad senken

Allerdings sollte dies auch mit Bedacht umgesetzt werden. Nachts beispielsweise sollten die Bewohner die Temperatur um maximal zwei Grad senken, rät Wilhelmina Katzschmann, Vizepräsidentin der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz. Das spare auch Geld: Werde die Heizung weiter heruntergedreht, kühle das Gebäude aus und müsse dann mit erhöhtem Energieverbrauch am Tag wieder erwärmt werden, warnt Katzschmann weiter.

Wohnung sollte nicht kälter als 16 Grad sein

Eine Grundtemperatur von 16 Grad sollte man in der Wohnung ohnehin nicht unterschreiten, rät die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin. Sonst schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Luft an den kalten Wänden und Gegenständen nieder – dort bildet sich in der Folge bevorzugt Schimmel. Unabhängig davon, welche Temperatur man selbst einstellt, müssen in deutschen Mietwohnungen aber mindestens 20 Grad erreicht werden können. Wird die Heizung nicht warm genug, dürfen Mieter ihre monatlichen Zahlungen kürzen, wie die laufende Rechtsprechung zu kaputten Heizungen in Mietwohnungen zeigt.

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Frostschutz für die Heizung genügt nicht

Selbst bei längerer Abwesenheit muss die Wohnung ausreichend geheizt sein. Dabei genügt es nicht, die Heizung mit dem Schneeflockensymbol auf "Frostschutz" zu stellen. Der Frostwächter verhindert lediglich, dass der Heizkörper zufriert, nicht aber das Vereisen der Leitungen. Kommt es zum Rohrbruch, weil nicht genügend geheizt wurde, kann man seinen Versicherungsschutz verlieren und bleibt auf den Kosten sitzen.

Quelle: dpa-tmn

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