Autor: sj
Rauchmelder sollten möglichst in der Raummitte an der Decke installiert werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Immer mehr Bundesländer schreiben Rauchmelder in allen Wohnungen vor. Meist müssen alle Schlafzimmer und die als Fluchtweg dienenden Flure mit den lebensrettenden Brandmeldern ausgestattet werden. Doch Auswahl an Rauchmeldern ist ebenso groß, wie Preisspanne. Da fällt die Entscheidung schwer. Genügt die einfache Variante für kleines Geld oder sollte man doch besser zum funkvernetzten Dreier-Paket greifen? Stiftung Warentest hat 16 verschiedene Geräte getestet. Nur jeder zweite erreichte dabei ein "gut". Gute Rauchmelder gibt es allerdings schon ab zehn Euro.
Die Stiftung Warentest hat für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift "Test" 16 batteriebetriebene Rauchmelder für private Haushalte unter die Lupe genommen. Zwei der Geräte waren allerdings baugleich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Batteriebestückung, die sich auch im Preis niederschlägt. Fünf der getesteten Modelle sind nur mit Alkalinebatterie zum Wechseln ausgestattet. Sie sind allerdings auch schon für 5 bis 14 Euro erhältlich. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass die Batterien im Schnitt alle zwei Jahre getauscht werden müssen – ein Wartungsaufwand, der zusätzliches Geld kostet.
Neun der getesteten Rauchmelder sind mit Lithium-Langzeitbatterien ausgestattet. Für diese Melder muss man 10 bis 40 Euro ausgeben. Da die Geräte etwa zehn Jahre halten, bevor man die Batterie wechseln muss, lohnt sich die Mehrausgabe in den meisten Fällen. Zusätzlich wurden auch zwei Rauchmelder geprüft, die per Funknetz miteinander vernetzbar sind. Sie kosten 39 beziehungsweise 86 Euro und sind ideal für größere Wohnungen und Häuser mit mehreren Etagen. Bemerkt einer Rauch, schlagen auch die anderen Alarm. Weniger als zwei Minuten hat es im Test mit brennender Flüssigkeit gedauert, bis die Warnsignale ertönten.
"Unterm Strich gaben alle Melder zuverlässig Alarm", so Dr. Peter Schick, Projektleiter des Tests. Größere Unterschiede zeigten sich bei Lautstärke, Handhabung und Robustheit. Beim Minimax Funkrauchmelder MX 200 war der Alarm deutlich leiser als es die Sicherheitsnorm verlangt. Auch ärgerlich: Zwei Melder mit Lithium-Batterien geben weit vor der versprochenen Lebensdauer ihren Geist auf. Ausdauernd sind dagegen die Testsieger: Ei Electronics Ei650 und FireAngel ST-620-DET. Beide kosten um die 28 Euro. Gut und günstig sind die Melder von Abus (14 Euro) und von Ikea (10 Euro).
Inzwischen sind Rauchmelder schon in vielen Bundesländern Vorschrift – zumindest Neubauten müssen fast in ganz Deutschland mit Brandmeldern ausrüstet sein. Einige Länder – wie Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein – schreiben auch für Bestandbauten Rauchmelder vor, in vielen Ländern gilt eine Übergangsfrist, in der man nachrüsten muss. Wo welche Rauchmelderpflicht gilt, zeigt unsere Klick-Show.
Damit im Brandfall rechtzeitig gewarnt wird, ist es wichtig, die Rauchmelder an der richtigen Stelle anzubringen. So sollten die Warner immer an der Decke und möglichst in der Raummitte angebracht werden. Der Mindestabstand zur Wand muss 50 Zentimeter betragen. So wird der Rauch – egal wo er im Zimmer auftritt – am schnellsten erkannt. Was man sonst noch beim Kauf und der Installation von Rauchmeldern beachten sollte.
Quelle: zuhause.de, Stiftung Warentest
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