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Rasenpflege: Rasenmähen, düngen und vertikutieren

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Die besten Tipps für einen schönen Rasen

Autor: sj;rw

Rasenmähen, düngen, vertikutieren: Nur bei optimaler Rasenpflege bleibt das Grün gesund. (Quelle: Hauert)

Rasenmähen, düngen, vertikutieren: Nur bei optimaler Rasenpflege bleibt das Grün gesund. (Quelle: Hauert)

Ein grüner und dichter Rasen ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Im Sommer muss die Grünfläche regelmäßig gegossen werden. Wieviel Wasser der Rasen braucht, verrät ein einfacher Test mit einem Marmeladenglas. Mit diesen weiteren Tipps für die richtige Rasenpflege bleibt Ihr Grün das ganze Jahr über gesund.

Regelmäßiges Mähen gehört zu den einfachsten und zugleich effektivsten Pflegemaßnahmen für einen dauerhaft schönen Rasen. Das Umweltbundesamt (UBA) rät für die Hauptwachstumszeit zwischen März und Oktober zum wöchentlichen Rasenschnitt.

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Regelmäßiges Rasenmähen hält das Grün gesund

Man kann sich aber auch an der Länge der Gräser orientieren. Die ideale Schnittlänge beträgt etwa vier Zentimeter. Spätestens, wenn die Halme doppelt so lang sind, sollte man zum Rasenmäher greifen. Demnach ist es bei einer Grashöhe zwischen sieben und zehn Zentimetern Zeit zu mähen. Diese Fehler sollten Sie beim Rasenmähen vermeiden.

Wer zu lange wartet, riskiert braune Stellen im Rasen. Bei langen Halmen wird dann der grüne obere Teil abgeschnitten und es bleibt nur der trockene untere Bereich stehen. Auch ein zu kurzer Schnitt kann dem Rasen schaden. Wird das Gras auf zwei Zentimeter oder noch kürzer heruntergeschnitten, können die dabei freigelegten Wurzeln geschädigt werden. Außerdem verbrennt ein sehr kurz geschnittener Rasen bei starker Sonneneinstrahlung leicht und wird dann braun.

Der plötzliche Kahlschnitt schränkt die sensiblen Gräser in ihrem Wachstum ein oder lässt sie sogar ganz absterben. In den Kahlstellen siedelt sich dann vermehrt Unkraut an. Hornklee beispielsweise gedeiht besonders gut auf einem sehr kurz geschnittenen Grün, weil er dann besonders viel Licht erhält.

Wer noch häufiger mäht oder einen Mulchrasenmäher verwendet, kann sich den Fangkorb sparen und die gemähten Grasspitzen einfach liegen lassen. Laut Johannes Treiling, Gartenberater beim Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen, verbessert der Grasschnitt sogar die Humusbilanz und fördert die Krümelstruktur des Bodens. Dieselben Vorteile schreiben Experten den immer beliebter werdenden Mährobotern zu.

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Tipps für die Rasenbewässerung

An heißen Tagen brauchen die Gräser genug Wasser. "Wässern Sie Ihren Rasen in Trockenphasen zwei- bis dreimal wöchentlich mindestens 30 Minuten lang", raten die Gartenexperten des UBA. 10 bis 15 Liter Waser pro Quadratmeter sei die optimale Menge. Um besser einschätzen zu können, wann es genug ist, hat Isabelle van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem einen einfachen Tipp parat: "Stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen und starten dann den Sprinkler." Bei einem Füllstand von 1,5 Zentimetern im Glas habe der Rasen genug Wasser.

Van Groeningen empfiehlt zudem, lieber am frühen Morgen statt abends zu gießen. Denn kurz vor der Nacht ist der Boden noch zu warm, und das Gießwasser verdunstet anstatt das Grün zu versorgen. Außerdem sollte man wirklich nur bei anhaltender Trockenheit zusätzlich bewässern. Hält man die Fläche dauerhaft zu feucht, drohen Moos- und Algenbefall im Rasen.

Rasen richtig düngen

Damit sich Löwenzahn, Klee und anderes Unkraut nicht im Rasen breit machen, ist regelmäßiges Düngen wichtig. Je gesünder das Gras, desto weniger Chancen haben die Unkräuter. Im Frühjahr und mindestens ein weiteres Mal im Juli oder August sollte man einen stickstoffreichen Rasenlangzeitdünger ausbringen. Stark beanspruchte Rasenflächen kann man zwischendurch auch ein drittes Mal düngen.

Mitte bis Ende Oktober sollte man dann nochmal einen speziellen Herbstdünger geben. "Herbstrasendünger sind besonders reich an Kalium, das für eine gute Winterhärte der Rasengräser sorgt", erklärt das UBA.

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Vorsicht bei Eisensulfat als Dünger

Mit Eisensulfat kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Eisensalz ist zugleich Dünger und Moosvernichter. Das Mittel hat allerdings auch Nachteile: Es ist nicht ganz ungefährlich.

Bei der Anwendung von Moosvernichtern auf Eisensulfat-Basis empfiehlt es sich dringend, Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut zu vermeiden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der Dünger stark reizend. Deshalb sollte man auch Haustiere und Kleinkinder nach dem Aufbringen möglichst von der Rasenfläche fernhalten. Das ist schon deshalb notwendig, weil Eisensulfat beim Verschlucken gesundheitsschädlich ist. Wer reines Eisensulfat verwendet, muss zudem aufpassen, dass das Düngemittel nicht mit Steinplatten oder der Kleidung in Berührung kommt. Sonst könnten Flecken zurückbleiben. Das müssen Sie beim Moos entfernen beachten.

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Nachdem man den Moosvernichter aufgebracht hat, dauert es etwa eine Woche, bis das Moos abgestorben ist. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn man Rasendünger nach einem Regenguss aufbringt, sobald die Gräser wieder getrocknet sind. Allerdings sollte man die behandelten Stellen dann etwa zwei Tage lang nicht wässern. Danach kann man das abgestorbene Material mit einer Harke, einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen. Mit dem Nachsäen sollte man allerdings danach noch eine Woche warten, weil der Rasen sonst schlechter anwächst.

Wann man den Rasen kalken sollte

Oft ist ein zu saurer Boden die Ursache für den Moosbefall. Sollte der Boden einen pH-Wert unter 7 aufweisen, ist er zu sauer. Dann ist Kalken eine geeignete Methode, um einem Moosbefall vorzubeugen. Wie viel Kalk man aufbringen muss, richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit. Bei leichten, sandigen Böden braucht man weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während man bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden kann.

Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden. Ob ein Boden zu sauer ist, kann man oft schon am Bewuchs erkennen. So deutet beispielsweise das Vorhandensein von Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden.

Zu viel Kalk und Dünger schaden dem Rasen

Wenn sich Klee im Rasen breitmacht, ist das ein Zeichen dafür, dass dem Rasen Stickstoff fehlt. Dem kann man mit Hornmehl entgegenwirken. Die Späne aus Rinderhorn haben einen hohen Stickstoffgehalt. Ein großer Vorteil von Hornmehl ist, dass es im Gegensatz zu anderen Düngern kein Phosphat enthält, das hauptsächlich den Unkräutern zugute käme.

Egal ob Eisensulfat, Rasendünger, Kalk oder Hornmehl – man sollte sich an die jeweiligen Angaben zur Dosierung halten, um dem Rasen nicht zu viel Dünger zu geben. In einem überdüngten Rasen können sich leicht Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit, Hexenringe oder Schneeschimmel festsetzen. Wer sicher gehen will, welcher Dünger der richtige ist, führt eine Bodenanalyse durch, die den pH-Wert bestimmt. Einfache Test-Sets sind im Baumarkt oder Gartencenter erhältlich

Die richtige Saatgutmischung finden

Entscheidend für einen schönen Rasen ist das richtige Saatgut. Es gibt für jeden Standort die passende Rasenmischung. Soll der Rasen öfter betreten oder sogar von Kindern bespielt werden, sollte man sich für einen strapazierfähigen Spiel- und Sportrasen entscheiden. Kommt nur wenig Sonne auf die Rasenfläche, ist ein Schattenrasen sinnvoll.

Meist setzen sich die angebotenen Rasenmischungen aus mehreren speziell gezüchteten Gräserarten zusammen. Zu den robusten Sorten zählen beispielsweise Lolium Perenne und Festuca Rubra. Die Zusammensetzung muss auf den Packungen angegeben sein.

Rasen einsäen

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist ein warmer, aber nicht heißer Tag im Frühjahr, an dem es möglichst windstill ist. Der Untergrund sollte locker und feucht sein. Am besten ist eine Mischung aus Mutterboden mit etwas Sand geeignet. Zunächst wird die Fläche gerade gezogen und alle Steine entfernt. Um die Unebenheiten zu beseitigen, sollte man zum Rechen greifen. Wer Wert auf eine ganz gerade Fläche legt, zieht sie mit einem langen Brett ab. Auf den begradigten Untergrund wird der Samen gleichmäßig verteilt. Ungeübte sollten dafür lieber einen Streuwagen verwenden, den man sich im Baumarkt- oder Garten-Center leihen kann.

Damit sich der Samen gut mit dem Boden verbindet, empfiehlt es sich, die Aussaat anschließend mit einer Walze oder Trittbrettern festzudrücken. Danach sollte man die Fläche für möglichst nicht mehr betreten, bis sich die Grasdecke geschlossen hat. Bis dahin muss der junge Rasen regelmäßig gewässert werden. Sofern der Regen von oben ausbleibt, muss mindestens jeden dritten Tag gegossen werden.

Rollrasen verlegen

Wenn es ganz schnell gehen muss, bietet sich Rollrasen an. Während neu eingesäter Rasen einige Zeit braucht, um dicht zu wachsen, erstrahlt der Rollrasen sofort in dichtem Grün. Allerdings hat der Fertigrasen auch seinen Preis. Für einen Quadratmeter des Rasens muss man je nach Qualität zwar nur zwischen drei und acht Euro hinblättern. Dazu kommen jedoch noch die Verlegekosten, Transport und Nachpflege. Alles in allem summieren sich die Kosten meist auf weit über zehn Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommt, dass viele Fertigrasen Gifte enthalten, um unkrautfrei angeboten werden zu können.

Rasen vertikutieren

Es lässt sich kaum verhindern, dass sich die abgestorbenen Pflanzenreste im Winter zu einer Filzschicht zwischen den Gräsern verdichtet. Dadurch wird die Wasseraufnahme erschwert, es bildet sich Moos. Zum Entfernen des Filzes braucht man zumindest auf größeren Flächen einen Vertikutierer. Die rotierenden Messer sollten allerdings möglichst nicht zu tief in den Boden eindringen, um die Graswurzeln nicht zu beschädigen. Vertikutieren ist eine Aufgabe für die Rasenpflege im Frühjahr. Dann erholt sich der Rasen nach dem Belüften am schnellsten. In dieser Reihenfolge geht man beim Vertikutieren am besten vor:

1. Als erster Schritt steht die Frühjahrsdüngung im Februar oder März an. Dafür eignet sich ein stickstoffhaltiger Rasendünger.
2. Etwa eine Woche später mäht man den Rasen auf ungefähr vier Zentimeter.
3. 10 bis 14 Tage später wird der Rasen erneut gekürzt, diesmal auf zwei Zentimeter.
4. Danach wird der Rasen vertikutiert. Die Fläche muss dafür trocken sein. Das anfallende Pflanzenmaterial darf auf den Kompost.
5. An kahlen Stellen wird Grassamen nachgesät.

Quelle: zuhause.de

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