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Rasenmähen und Rasenpflege im Herbst: Rasen fit für den Winter

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Rasenpflege im Herbst

Autor: rw

Rasenmähen: Ein guter Rasenmäher und ein paar Tipps zum Rasenmähen sorgen für schönes Grün. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rasenmähen: Ein guter Rasenmäher und ein paar Tipps zum Rasenmähen sorgen für schönes Grün. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Herbst hält Einzug in die deutschen Gärten. Wer den Rasen von jetzt an einfach achtlos stehen lässt, bekommt die Quittung im nächsten Frühjahr. Braune Stellen, Moos und Unebenheiten verunstalten dann den Frühlingsrasen. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich solche Winterschäden ausschließen. Diese Fehler beim Rasenmähen im Herbst sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. 

Mit diesem Fünf-Punkte-Plan bringen Sie Ihren Rasen optimal über den Winter:

1. Den Rasen vertikutieren

Wer das Vertikutieren im Frühling verpasst hat, kann dies jetzt noch nachholen. "Zeit ist bis Ende Oktober", sagt Gartenbauingenieurin Judith Bircher. Bei dieser Rasenbehandlung wird alter "Filz" - also Moos und Rasenreste - entfernt. Das wirkt wie eine Verjüngungskur auf den Rasen. Vor dem Vertikutieren muss man die Gräser auf etwa zwei Zentimeter kürzen. Danach fährt man mit dem Vertikutierer kreuz und quer über die Rasenfläche. Zu tief dürfen die Messer des Geräts dabei nicht in den Boden schneiden. Sie sollten nur zwei bis drei Millimeter in die Erde ritzen.

Haben sich den Sommer über kahle Stellen bebildet, können diese jetzt noch nachgesät werden

2. Regelmäßig Rasen mähen

So lange es geht, sollte der Rasen in den üblichen Zyklen weitergemäht werden. Das ist wegen der Witterungsverhältnisse im Herbst nicht ganz so einfach zu realisieren, denn ein allzu nasses Grün sollte nicht gemäht werden. Zum Einen verklebt der feuchte Rasenschnitt sonst das Mähwerk und den Auffangbehälter, so dass man den Mäher zwischendurch ständig reinigen müsste.

Zum Anderen kann sich ein sehr feuchter, kühler Boden bei Belastung verdichten - etwa durch das Befahren mit einem Rasenmäher-Traktor. Die Folge wäre, dass die Graspflanzen nicht mehr so gut mit Nährstoffen versorgt und das Regenwasser nicht mehr so gut versickern würde, was unter anderem Mooswachstum begünstigen würde.

Der letzte Rasenschnitt

Den besten Zeitpunkt für den letzten Rasenschnitt allgemein festzulegen ist nicht möglich. Solange es nachts nicht zu kalt wird, wächst auch das Gras und der Rasen muss regelmäßig gestutzt werden. Werden die Nächte zu kalt, beginnt der Rasen seinen Winterschlaf und wächst nicht mehr. Meistens ist das etwa ab Mitte Oktober der Fall. Nun sollten Sie ein letztes Mal den Rasen mähen.

Wichtig dabei ist die richtige Höhe. Beim letzten Schnitt sollte man den Rasen rund einen halben Zentimeter kürzer schneiden als sonst üblich. Empfehlenswert ist eine Länge von etwa vier Zentimetern. Lässt man den Rasen zu lang, drückt der Schnee im Winter die einzelnen Grashalme nieder. In dem platt gedrückten Gras könnten sich dann Pilze und Krankheiten ausbreiten.

Das gleiche Problem entsteht, wenn Sie die Schnittreste nach dem letzten Mähvorgang nicht entfernen. Unter ihnen entsteht - ebenso wie unter liegen gelassenem Herbstlaub - ein feuchtes Milieu, das Pilzen und Krankheitserregern einen idealen Nährboden bietet.

3. Ein guter Dünger kräftigt den Rasen für den Winter

Damit Ihr Grün die kommenden kalten Monate gut übersteht, können Sie ihm mit einer kleinen Extraportion Nährstoffe unter die Wurzeln greifen. Im Fachhandel gibt es speziellen Herbstdünger, der besonders viel Kalium enthält und so die Abwehrkräfte der Pflanzen stärkt. So sollten Sie beispielsweise keinen stickstoffreichen Dünger verwenden. Stickstoff stimuliert das Pflanzenwachstum und ist somit für die Düngung vor beziehungsweise in der Wachstumsperiode gedacht. Für Herbstdünger ist er ungeeignet. Die letzte Düngung sollte vor dem letzten Schnitt also etwa Anfang Oktober erfolgen.

4. Regelmäßig Laub entfernen

Bäume und Sträucher werfen jetzt ihr Laub ab. Vom Rasen muss man es regelmäßig entfernen, sonst erhalten die Gräser zu wenig Licht. Außerdem würde der Boden zu feucht. Das führt zu verstärktem Mooswachstum und Faulstellen im Rasen. Auch Pilzkrankheiten werden durch zu viel Feuchtigkeit begünstigt. "Harken Sie das welke Laub am besten einmal pro Woche ab", rät Bircher. Entfernen sollte man auch Fallobst, falls Obstbäume im Garten stehen. 

5. Den Rasen nicht in seiner Winterruhe stören

Während der Herbst- und Wintermonate nimmt sich der Rasen wie die übrige Natur seine Auszeit. Er wächst nicht mehr und sollte in seiner Winterruhe möglichst wenig beansprucht werden. Gerade während der Frostperiode sollten Sie Ihre Rasenfläche möglichst wenig betreten. Die gefrorenen Halme brechen sonst ab und brauchen im Frühling länger zur Regeneration. Sie verfärben sich dann und brauchen länger zum Wachsen, so dass der Rasen uneben und fleckig wird. Je weniger man den Rasen also im Winter belastet, desto voller und ebener wird auch das Rasenbild im Frühling sein.

Quelle: zuhause.de

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