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Pilze im Rasen loswerden – Ursache und Abhilfe

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Pilze im Rasen entfernen

Autor: sj

Pilze im Rasen deuten auf zu viel Feuchtigkeit hin. (Quelle: imago/Zoellner)

Pilze im Rasen deuten auf zu viel Feuchtigkeit hin. (Quelle: Zoellner/imago)

Sie kommen oft über Nacht: Im eben noch vollständig grünen Rasen wachsen plötzlich überall kleine Pilze – einzeln oder in Gruppen. Die meist gelblich-braunen oder auch schwarzen Pilze sind zwar gewöhnlich recht niedrig, stören das Gesamtbild des Rasens aber erheblich. Ihr Auftreten kann verschiedene Ursachen haben. Oft liegt es an einer zu gut gemeinten Pflege. Wie man die Pilze loswird und verhindert, dass sie wiederkommen.

Wer Pilze im Rasen hat, kann davon ausgehen, dass sein Rasen zu feucht ist. Meist hat sich entweder durch die Witterung oder zu starkes Gießen Staunässe gebildet, die dann bei warmen Temperaturen ideale Bedingungen für Pilze bietet. Frisch verlegter Rollrasen ist besonders anfällig für Pilzbefall. Zum einen sind die Rasenwurzeln noch nicht voll ausgebildet und gefestigt, zum anderen wird nach dem Verlegen reichlich gewässert. Als Gegenmaßnahme empfiehlt es sich, lieber seltener zu gießen, dafür aber mehr Wasser zu verwenden.

Pilze in Rollrasen besonders häufig

Bei Rollrasen ist meist der Untergrund schuld, auf dem er gezüchtet wurde. Die Erde enthält oft Holzbestandteile, bei deren Zersetzen sich Pilze bilden. Irgendwann – vorzugsweise bei warmem, feuchten Klima – zeigen sich dann auch die Fruchtkörper an der Oberfläche. Deshalb treten Pilze auch oft an Stellen auf, an denen zuvor ein Baum oder Busch stand, deren Reste noch im Boden verrotten. Schädlich sind die Pilze in der Regel nicht. Wenn man sie einfach abmäht besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Sporen noch weiter im Rasen ausbreiten. Deshalb ist es ratsam, sie vor dem Mähen auszustechen.

Hexenringe loswerden

Sind die Pilze in Kreisen angeordnet, handelt es sich vermutlich um die Rasenkrankheit Hexenringe. Oft werden die Ringe von dunklen Gräsern gesäumt. Die Halme wachsen deshalb so gut, weil sie die von den Pilzen abgesonderten Ammonium-Verbindungen als Stickstoffquelle nutzen. Bis zu 50 verschiedene Pilze können ein solches Schadbild erzeugen.

Ursache für das Auftreten der Hexenringe sind meist Nährstoffmangel und ein zu dichter Boden. Sofern die Pilze Fruchtkörper gebildet haben, müssen diese vollständig entfernt werden. Dabei sollte man vorsichtig sein, um keine Sporen im Garten zu hinterlassen. Anschließend ist es ratsam, den Boden an der betroffenen Stelle zu lockern, um die Staunässe zu beseitigen.

Staunässe beseitigen

Damit die Feuchtigkeit wieder besser in den Boden abfließen kann, ist Belüften angesagt. Moos und Filz im Rasen speichert die Feuchtigkeit und muss entfernt werden. Das gelingt durch Vertikutieren und Aerifizieren. Deshalb ist es auch wichtig, darauf zu achten, dass kein langes Schnittgut nach dem Mähen auf dem Rasen liegen bleibt. Um den verdichteten Boden aufzulockern, kann man mit einer speziellen Gabel Löcher in den Boden stoßen, die dann mit Sand befüllt werden. Da Pilze zudem ein Zeichen von Nährstoffmangel sind, kann es nicht schaden, den Rasen mit einem Langzeitdünger zu behandeln. Das stärkt die Gräser und macht die Grünfläche insgesamt robuster. Langzeitdünger enthalten meist Stickstoff, Phosphor und Kalium, wobei Stickstoff das Wachstum anregt, Phosphor die Wurzeln kräftigt und Kalium für mehr Widerstandskraft sorgt.

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Düngen und kalken

Auf saurem Boden gedeihen Pilze ebenfalls besser. Dagegen hilft Kalken. Um herauszufinden, ob und wie viel man kalken muss, empfiehlt sich ein Bodentest. Einfache Test-Sets sind im Garten-Center für unter zehn Euro erhältlich. Kalk sollte nur bei Bedarf gegeben werden. Er hebt den pH-Wert und beschleunigt das Verrotten organischer Substanzen im Boden. Bei leichten, sandigen Böden braucht man weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während man bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden kann. Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden.

Quelle: zuhause.de

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