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Photovoltaik-Tipps für die Solaranlage auf dem Dach

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Lohnt sich die Photovoltaik-Anlage noch?

Autor: rw

Trotz sinkender Einspeisevergütung kann sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wirtschaftlich rentieren. (Quelle: imago/Jochen Tack)

Trotz sinkender Einspeisevergütung kann sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wirtschaftlich rentieren. (Quelle: Jochen Tack/imago)

Bei günstigen Rahmenbedingungen ist eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach für Hausbesitzer noch immer ein sehr gutes Geschäft. Trotz gesunkener Einspeisevergütung bieten Photovoltaik-Anlagen noch immer berechenbare Erträge. Wann sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage lohnt, welche staatlichen Fördermittel Hausbesitzer in Anspruch nehmen können und worauf man bei Planung und Installation sonst noch achten sollte. Diese Faktoren beeinflussen die Rentabiltät der Photovoltaik-Anlage.

Das große Plus einer Photovoltaik-Anlage liegt darin, dass sie berechenbare Erträge liefert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert Hausbesitzern für 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage einen festen Abnahmepreis für die von ihnen ins Stromnetz eingespeiste Sonnenenergie.

Höhe der Einspeisevergütung hängt von zwei Faktoren ab

Die Höhe dieser garantierten Einspeisevergütung hängt sowohl von der Größe der Anlage als auch vom Datum ihrer Inbetriebnahme ab. Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage wird in Kilowatt peak (kWp) ausgedrückt. Strom aus Dachanlagen auf Wohngebäuden mit einer Leistung bis 10 kWp erzielt den höchsten Preis pro eingespeister Kilowattstunde. Für größere Anlagen mit einer Leistung von 10 bis 40 kWp oder gar von 40 bis 500 kWp gelten jeweils niedrigere Sätze.

Degression lässt die garantierte Einspeisevergütung kontinuierlich sinken

Im Zuge der sogenannten Degression sinkt die Einspeisevergütung für neu installierte Photovoltaik-Anlagen von Monat zu Monat. Als Basiswert geht man von einer monatlichen Degression von 0,5 Prozent aus. Das bedeutet, dass der Preis pro Kilowattstunde bei einer im Oktober ans Netz gehenden Anlage 0,5 Prozent niedriger ausfällt, als bei einer Anlage, die im September in Betrieb ging. Allerdings sind die 0,5 Prozent kein fester Wert.

Je nachdem wie sich der Ausbau der Photovoltaik deutschlandweit entwickelt, passt sich die Degression dynamisch an. Bei schleppendem Ausbau sind geringere Senkungen möglich. Kommt der Ausbau der Solarenergie ganz ins Stocken, ist theoretisch nicht einmal ausgeschlossen, dass die Einspeisevergütung irgendwann wieder steigt.

Aktuell keine Degression

Über die jeweils aktuellen Vergütungssätze informiert die Bundesnetzagentur auf ihren Webseiten. Seit Oktober 2015 ist die Degression ausgesetzt. Die garantierte Einspeisevergütung blieb also konstant und liegt für Kleinanlagen derzeit bei 12,31 Cent pro eingespeister Kilowattstunde.

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Den Solarstrom selbst nutzen

Seit April 2012 gibt es keine Vergütung mehr für den selbst verbrauchten Solarstrom. Weil die garantierte Einspeisevergütung aber deutlich unter den marktüblichen Strompreisen liegt, lohnt es sich trotzdem, möglichst viel des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen. Für die Eigennutzung lohnt sich oft ein  Batteriespeicher, der bei Kleinanlagen allerdings mit etwa 6000 bis 9000 Euro zu Buche schlägt.

Kosten für eine neue Photovoltaik-Anlage

"Trotz schrittweiser Senkung der Einspeisevergütung sind Photovoltaik-Anlagen noch rentabel", informiert die Verbraucherzentrale (VZ) Energieberatung. Demnach belaufen sich die Kosten für eine neue Anlage gemittelt auf etwa 1800 Euro pro kWp Leistung, "wobei kleinere Anlagen diesen Wert etwas überschreiten, große Anlagen etwas günstiger sind."

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Allerdings sind die Preisunterschiede bei Photovoltaik-Anlagen recht groß. Man sollte sich deshalb immer mehrere Angebote einholen, bevor man den Auftrag vergibt. Ebenso wichtig wie ein guter Preis ist aber, dass die ausführende Firma vertrauenswürdig ist und fachlich einwandfreie Arbeit leistet. Am besten informiert man sich im Bekanntenkreis, ob dort schon einmal jemand gute Erfahrungen mit einer bestimmten Firma gemacht hat. Der Bundesverband Solarwirtschaft bietet auf seinen Webseiten auch eine Handwerker- und Firmensuche an, über die Sie Fachleute in Ihrer Region finden können.

Staatliche Förderung für Photovoltaik-Anlagen

Die Installation von Photovoltaik-Anlagen wird über besonders zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) staatlich fördert. "Gefördert wird nicht nur der Kauf von neuen Photovoltaik-Anlagen, sondern auch die Kosten für Aufbau oder Erweiterung von gebrauchten Anlagen, wenn Sie mit der Modernisierung eine deutliche Leistungssteigerung erreichen" informiert die KfW. Der genaue Zinssatz hängt von unterschiedlichen Faktoren ab - unter anderem von der Laufzeit des Kredits und der Bonität des Kreditnehmers. Auch einige Bundesländer, Städte und Gemeinden halten Fördertöpfe bereit.

Unabhängige Energieberater kennen sämtliche Fördermittel und können Sie individuell beraten, welche davon für Sie infrage kommen. Einen guten Überblick über geeignete Förderprogramme bietet auch die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums. Auch die Verbraucherzentrale Energieberatung ist ein guter Anlaufpunkt, um sich über mögliche Förderungen oder auch die aktuell geltenden Einspeisevergütungen zu informieren. Sie ist telefonisch über die gebührenfreie Rufnummer 0800 - 809 802 400 erreichbar und berät ohne wirtschaftlich Eigeninteressen.

Rahmenbedingungen entscheiden über die Rentabilität einer Photovoltaik-Anlage

Ob sich eine Photovoltaik-Anlage bezahlt macht, hängt aber nicht nur von Einspeisevergütung, Kaufpreis und staatlicher Förderung ab. So ist zum Beispiel nicht jede Dachfläche gleich gut geeignet. Sie sollte im besten Fall nach Süden zeigen. Auch Süd-Ost- oder Süd-West-Lagen bringen noch gute Erträge. Ideal ist eine Dachneigung von 30 bis 45 Grad. Das wichtigste aber: Das Dach darf nicht durch hohe Bäume, Nachbargebäude oder Gauben verschattet werden.

Es sollte in einem so guten Zustand sein, dass es die Kollektoren die vollen 20 Jahre über trägt. Außerdem spielen regionale Unterschiede eine große Rolle. So scheint die Sonne in Freiburg beispielsweis deutlich häufiger als in Berlin. Das hat natürlich auch Einfluss auf die zu erwartenden Erträge der Photovoltaik-Anlage.

Steuerpflicht bei Einspeisung ins Stromnetz

Zu beachten ist bei der Kosten-/Nutzen-Rechnung außerdem, dass der erwirtschaftete Überschuss einer Photovoltaik-Anlage steuerpflichtig ist. Übersteigen die Einnahmen die Ausgaben, muss man für die Differenz Einkommensteuer bezahlen. Zwar wird man durch den Verkauf des selbsterzeugten Solarstroms in gewisser Hinsicht zu einem Unternehmer. Bei Kleinanlagen bis 10 kWp Leistung, wie sie bei Privathaushalten üblich sind, liegen die Erträge aber weit unter gewerbesteuerpflichtigen Grenze von 24.500 Euro Überschuss pro Jahr. In der Regel muss man als Hausbesitzer also weder Gewerbesteuer bezahlen noch ein Gewerbe anmelden, wenn man eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren lässt.

Zu Sicherheit sollte man am besten trotzdem kurz Rücksprache mit einem Steuerberater oder direkt mit dem Finanzamt halten, bevor man eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb nimmt. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich die Frage klären, ob man durch den Verkauf des Solarstroms zu einer monatlichen Umsatz-/Mehrwertsteuererklärung verpflichtet ist. In den meisten Fällen kann man sich als Betreiber einer Kleinanlage davon befreien lassen.

Rentabilität gut durchrechnen

Weil so viele Rahmenbedingungen den Ertrag beeinflussen, kann eine genaue Rentabilitätsberechnung für jeden Individualfall nur der Fachmann vornehmen. Für einen ersten Überblick, ob sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage für Sie persönlich lohnt, sind Online-Rechner gut geeignet. Einen solchen finden Sie zum kostenlosen Download hier bei der Stiftung Warentest. In vielen Fällen hat man die Investitionssumme nach 10 bis 15 Jahren wieder heraus und profitiert dann noch so lange von der garantierten Einspeisevergütung, bis die 20 Jahre abgelaufen sind.

Quelle: zuhause.de

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