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Pflanzen gießen: Fehler beim gießen und wässern vermeiden

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Die größten Fehler beim Gießen

Autor: jmi/sj/GMH

Beim Wässern des Gartens kann man viel falsch machen. (Quelle: imago\blickwinkel)

Beim Wässern des Gartens kann man viel falsch machen. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wer die Blumen und Pflanzen in seinem Garten optimal mit Wasser versorgen will, hat einiges zu beachten. Schon kleine Fehler können bei den Gartengewächsen großen Schaden anrichten. Statt beispielsweise den Durst der Pflanzen in der Mittagshitze zu löschen, werden die Blätter dabei verbrannt. Doch wie oft sollte man gießen? Welche Pflanze braucht wie viel Wasser? Und wie erkenne ich den Bedarf meiner Gartengewächse? Wir klären auf: Diese Fehler beim Gießen sollten Sie vermeiden.

Morgens ist die beste Zeit, seine Pflanzen zu gießen. Weil es noch kühl ist, kann das Wasser in aller Ruhe den Boden durchdringen und gelangt dort auch bis zu den Wurzeln. In der Mittagszeit würde ein Großteil der Flüssigkeit verdunsten, bevor sie in den Boden eindringt. Experten haben errechnet, dass bei klassischem Gießen mit Kanne und Schlauch zur falschen Tageszeit bis zu 90 Prozent des Wassers verschwendet werden. Mittags besteht zudem die Gefahr, dass die Tropfen auf den Blättern in der Sonne wie ein Brennglas wirken und die Pflanzen verletzen. Deshalb sollte man Pflanzen in der prallen Sonne auch lieber nicht mit Wasser besprühen.

Nicht auf die Blätter gießen

Um Tropfen auf den Blättern zu vermeiden, sollte man zum Wässern von Stauden und Gemüsepflanzen nicht den Rasensprenger verwenden. Mit der Gießkanne gelingt es leichter, nur die Erde zu benetzen. Bei Großen Töpfen kann man sich unter Umständen mit einem Einfüllstutzen behelfen. Den kann man sich bei größeren Töpfen auch selbst bauen. Dazu steckt man einfach einen kleineren Blumentopf mit Loch schräg in die Erde und kann dann bequem das Wasser hineinschütten. Abendliches Gießen ist auch nicht zu empfehlen, weil durch Feuchtigkeit verstärkt Schnecken angelockt werden. Da die Blätter außerdem über Nacht nass bleiben, finden Pilzkrankheiten ideale Bedingungen vor.

Welche Pflanze braucht wie viel Wasser?

Je nach Gattung und Standort gibt es große Unterschiede im Flüssigkeitsbedarf der Pflanzen. Generell brauchen Pflanzen an sonnigen Plätzen mehr Wasser als Schattengewächse. Besonders durstige Arten sind zum Beispiel die Engelstrompete und die Fuchsie. Außerdem benötigen Keimlinge oder Blumen, die Sie gerade erst gepflanzt haben, in den ersten Wochen täglich Wasser. Nur so wird sichergestellt, dass sie reichlich Wurzeln bilden.

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Faustregel: Große Blätter bedeuten großen Durst

Als Faustregel für die Gießmenge gilt: Je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf. Mediterrane Pflanzen sind es hingegen gewöhnt, mit wenig Feuchtigkeit auszukommen. Sie überstehen auch einige trockene Tage. Südländische Kräuter, wie Thymian und Rosmarin sollten ebenfalls nicht zu oft gegossen werden. Am besten wartet man, bis die Erde ausgetrocknet ist und gießt dann reichlich.

Rasen wässern an heißen Sommertagen

Droht eine Hitzewelle, sollten Gärtner den Rasen nicht zu kurz und dafür ohne den Fangkorb mähen. Der Schnitt bleibt auf dem Rasen liegen und dient als Mulch, der die Feuchtigkeit speichert und den Rasen vor Austrocknen schützt. Ein Tipp zur richtigen Menge: "Stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen", rät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. "Dann starten Sie den Sprinkler." Steht das Wasser in dem Glas rund 1,5 Zentimeter hoch, haben die Halme ausreichend abbekommen. Selbst nach einem Gewitterregen wird am besten nachgegossen. Denn der Schauer befeuchtet oftmals nur die Erdoberfläche. Außerdem absorbierten die Pflanzen Wasser bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie nach Gewittern herrscht, besser.

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Topfpflanzen brauchen eine Sonderbehandlung

Topfpflanzen brauchen öfter eine Dusche als Beete oder Büsche, weil sie weniger Erde umgibt, die das Wasser speichert. Deshalb: Bei Hitze unbedingt täglich wässern. Töpfe aus Kunststoff sind zwar nicht so ansehnlich wie Terracotta-Kübel, heizen sich dafür aber nicht so schnell auf und speichern weniger Hitze. Wer wenig Zeit hat, kann Töpfe oder Blumenkästen mit eingebauten Bewässerungssystemen kaufen. Auch ein Füllstandanzeiger kann beim Gießen eine große Hilfe sein, wenn man sich unsicher ist, ob die Pflanze genug hatte oder noch einen Schluck braucht. Bei allen Arten von Töpfen ist es wichtig, dass sie Löcher besitzen, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann.

Da durch das häufige Gießen Nährstoffe aus der Erde gewaschen werden, müssen Hobbygärtner Topfpflanzen regelmäßig düngen, erläutert Robert Markley vom Verband der Gartenbaumschulen. Gelbe Blätter können ein Hinweis auf Nährstoffmangel sein.

Hobbygärtner sollten außerdem die trockene Erde in Pflanzkübeln erst anfeuchten und nach ein paar Minuten dann richtig gießen. Denn ist das Substrat nicht komplett trocken, kann das Wasser besser eindringen, erläutert der Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE).

Pflanzen nicht überversorgen

Wer seine Pflanzen durch häufiges Wässern zu sehr verwöhnt, macht sich selbst unnötige Arbeit. Schlauer ist es, Rosen, Oleander und Co. zu genügsamen Trinkern zu erziehen. Deshalb ist es ratsam, erst dann zu gießen, wenn die Pflanzen kurz davor sind, ihre Blätter hängen zu lassen. Auf diese Weise werden die Gartengewächse gezwungen, viele und lange Wurzeln zu bilden die sich die benötigte Flüssigkeit aus der Erde holen. Das macht die Pflanzen robust und kann sogar dazu beitragen, dass Blumen länger blühen.

Für optimalen Boden sorgen

Man kann im Garten noch einiges mehr tun als nur zu gießen: Durch so genanntes Mulchen können Sie den Boden dazu bringen, mehr Wasser aufzunehmen und es länger zu speichern. Der Vorteil: Sie müssen seltener gießen. Rindenmulch, Granitsplit oder Kieselsteinchen bekommen Sie im Fachhandel und vermengen ihn im angegebenen Verhältnis mit der Gartenerde. Alternativ können Sie die Beete auch regelmäßig mit einer Harke auflockern. Die Erde ist dann weniger luftdurchlässig und das Wasser verdunstet nicht so schnell.

Automatische Bewässerung

Wer sich das manuelle Wässer ersparen will, installiert eine Bewässerungsanlage. Durch eine Tröpfchenbewässerung über ein Schlauchsystem gelangt die Feuchtigkeit direkt an die Pflanze. Wird es über einen Computer mit Zeitschaltuhr gesteuert, bereitet ein Gießen in den frühen Morgenstunden keine Mühe. Ist das System zudem mit einem Sensor verbunden, der die Bodenfeuchte misst, kann sich der Gartenbesitzer vollends zurücklehnen.

Speziell für Rasenflächen bieten sich unterirdisch arbeitende Systeme an, die beim Mähen nicht stören. Ein professioneller Einbau verursacht dabei so gut wie keinen Flurschaden und zeigt innerhalb kurzer Zeit den gewünschten Erfolg. Gibt es auf einem Balkon oder einer Terrasse keinen Wasseranschluss, sollten Töpfe und Kästen mit

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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