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Pflanzen gießen: Fehler beim Gießen und wässern der Pflanzen im Garten vermeiden

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Die größten Fehler beim Gießen

Autor: jmi/sj

Beim Wässern des Gartens kann man viel falsch machen. (Quelle: imago\blickwinkel)

Beim Wässern des Gartens kann man viel falsch machen. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wer die Blumen und Pflanzen in seinem Garten optimal mit Wasser versorgen will, hat einiges zu beachten. Schon kleine Fehler können bei den Gartengewächsen großen Schaden anrichten. Statt beispielsweise den Durst der Pflanzen in der Mittagshitze zu löschen, werden die Blätter dabei verbrannt. Doch wie oft sollte man gießen? Welche Pflanze braucht wie viel Wasser? Und wie erkenne ich den Bedarf meiner Gartengewächse? Wir klären auf: Diese Fehler beim Gießen sollten Sie vermeiden.

Faustregel: Große Blätter bedeuten großen Durst

Je nach Gattung und Standort gibt es große Unterschiede im Flüssigkeitsbedarf der Pflanzen. Generell brauchen Pflanzen an sonnigen Plätzen mehr Wasser als Schattengewächse. Außerdem benötigen Keimlinge oder Blumen, die Sie gerade erst gepflanzt haben, in den ersten Wochen täglich Wasser. Nur so wird sicher gestellt, dass sie reichlich Wurzeln bilden. Besonders durstige Arten sind zum Beispiel die Engelstrompete und die Fuchsie. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf. Mediterrane Pflanzen sind es hingegen gewöhnt, mit wenig Feuchtigkeit auszukommen. Sie überstehen auch einige trockene Tage. Südländische Kräuter, wie Thymian und Rosmarin sollten ebenfalls nicht zu oft gegossen werden. Am besten wartet man, bis die Erde ausgetrocknet ist und gießt dann reichlich.

Nicht die Blätter duschen

Ideal ist weiches, kalkarmes Regenwasser, das direkt auf die Erde kommt. Wasser aus dem Rasensprenger schadet hingegen vielen Stauden und Gemüsepflanzen. Es prasselt von oben auf die Blätter, bevor es die Erde erreicht. Sonnenlicht auf den Wassertropfen kann die Blätter verbrennen. Außerdem weist Jürgen Herrmannsdörfer vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner darauf hin, dass sich leicht Pilze ansiedeln, wenn die Blätter mal länger nicht abtrocknen.

Richtig gießen an heißen Sommertagen

Gießwasser bekommen die Pflanzen am besten nur am späten Abend oder am frühen Morgen. Sonst verdunstet die Feuchtigkeit durch die heißen Sonne schneller, als die Pflanzen es aufnehmen können. Droht eine Hitzewelle, sollten Gärtner den Rasen recht hoch stehen lassen und ohne den Fangkorb mähen. Der Schnitt bleibt auf dem Rasen liegen und dient als Mulch, das Feuchtigkeit speichert und den Rasen vor Austrocknen schützt. Ein Tipp zur richtigen Menge: "Stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen", rät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. "Dann starten Sie den Sprinkler." Steht das Wasser in dem Glas rund 1,5 Zentimeter hoch, haben die Halme ausreichend abbekommen.

Nach einem Gewitterregen wird am besten nachgegossen. Denn der Schauer befeuchtet oftmals nur die Erdoberfläche. Außerdem absorbierten die Pflanzen Wasser bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie nach Gewittern herrscht, besser.

Topfpflanzen brauchen eine Sonderbehandlung

Topfpflanzen brauchen öfter eine Dusche als Beete oder Büsche, weil sie weniger Erde umgibt, die das Wasser speichert. Deshalb: Bei Hitze unbedingt täglich wässern. Töpfe aus Kunststoff sind zwar nicht so ansehnlich wie Terracotta-Kübel, heizen sich dafür aber nicht so schnell auf und speichern weniger Hitze. Wer wenig Zeit hat, kann Töpfe oder Blumenkästen mit eingebauten Bewässerungssystemen kaufen. Auch ein Füllstandanzeiger kann beim Gießen eine große Hilfe sein, wenn man sich unsicher ist, ob die Pflanze genug hatte oder noch einen Schluck braucht. Bei allen Arten von Töpfen ist es wichtig, dass sie Löcher besitzen, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann.

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Da durch das häufige Gießen Nährstoffe aus der Erde gewaschen werden, müssen Hobbygärtner Topfpflanzen regelmäßig düngen, erläutert Robert Markley vom Verband der Gartenbaumschulen. Gelbe Blätter können ein Hinweis auf Nährstoffmangel sein.

Pflanzen nicht überversorgen

Wer seine Pflanzen durch häufiges Wässern zu sehr verwöhnt, macht sich selbst unnötige Arbeit. Schlauer ist es, Rosen, Oleander und Co. zu genügsamen Trinkern zu erziehen. Deshalb ist es ratsam, erst dann zu gießen, wenn die Pflanzen kurz davor sind, ihre Blätter hängen zu lassen. Auf diese Weise werden die Gartengewächse gezwungen, viele und lange Wurzeln zu bilden die sich die benötigte Flüssigkeit aus der Erde holen. Das macht die Pflanzen robust und kann sogar dazu beitragen, dass Blumen länger blühen.

Für optimalen Boden sorgen

Man kann im Garten noch einiges mehr tun als nur zu gießen: Durch so genanntes Mulchen können Sie den Boden dazu bringen, mehr Wasser aufzunehmen und es länger zu speichern. Der Vorteil: Sie müssen seltener gießen. Rindenmulch, Granitsplit oder Kieselsteinchen bekommen Sie im Fachhandel und vermengen ihn im angegebenen Verhältnis mit der Gartenerde. Alternativ können Sie die Beete auch regelmäßig mit einer Harke auflockern. Die Erde ist dann weniger luftdurchlässig und das Wasser verdunstet nicht so schnell.

Quelle: T-Online.de, dpa-tmn

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