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Pfingstrosen pflanzen, pflegen und zurückschneiden

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Pfingstrosen im Garten pflanzen und pflegen

Pfingstrosen (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Pfingstrosen (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Pfingstrosen (Päonien) läuten mit ihren prachtvollen weißen bis rosa Blüten den Frühsommer ein. Bei uns am häufigsten verbreitet ist die Gemeine Pfingstrose, auch Bauern-Pfingstrose genannt. In den letzten Jahren hat sie jedoch durch die Chinesische Pfingstrose Konkurrenz bekommen. Pfingstrosen gibt es je nach Art als Staude oder als Gehölz. Die Staudenpäonien sollte man im Herbst schneiden, die Triebe der Strauchpfingstrosen verholzen und benötigen grundsätzlich keinen Schnitt. Was bei der Pflege und beim Pflanzen von Pfingstrosen außerdem zu beachten ist.

Pfingstrosen bevorzugen einen windgeschützten Platz und mögen das Sonnenlicht am liebsten ein wenig gefiltert, beispielweise durch einen Baum mit wenig Laub. Der Standort sollte sorgfältig ausgewählt werden, da Pfingstrosen eine Versetzung gar nicht schätzen und sich gegebenenfalls weigern zu blühen.

Pfingstrosen: prachtvolle Blüten für den Frühling
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Pflege von Staudenpfingstrosen

Als Standort eignet sich ein tiefgründiger Boden, da die Wurzeln der Pfingstrosen tief in die Erde wachsen. Bei einer Neuanpflanzung dürfen die Austriebsknospen des Wurzelstocks jedoch nicht zu tief eingegraben werden, da die Staudenpfingstrose sonst nicht blüht. Ungefähr fünf Zentimeter sollten reichen. Im Gegensatz zu anderen Stauden müssen Pfingstrosen als Pflege-Maßnahme nicht verjüngt werden. Man kann sie jedoch teilen und dadurch vermehren. Dies geschieht am besten im Herbst, wenn die Pflanzen in die Ruhephase eintreten. Dabei sollte der Wurzelstock in Stücke mit mindesten drei Augen geteilt werden. Die Wurzeln kürzt man auf ungefähr zehn Zentimeter. Zu groß verpflanzte Wurzelstücke führen später genauso zu Blühfaulheit wie zu tief eingegrabene.

Pfingstrose zweimal im Jahr düngen

Die Stauden sollten zweimal im Jahr mit schwach phosphor- und kaliumbetontem Mehrnährstoffdünger gedüngt werden, einmal beim Austrieb, das zweite Mal kurz nach der Blüte. Dann sammelt die Pfingstrose nämlich Kraft für das nächste Jahr.

Staudenpfingstrosen im Herbst schneiden

Werden Pfingstrosen über eine Teilung verpflanzt, sollte man in den nächsten Jahren an der alten Stelle keine Päonien mehr pflanzen. Auch ein Erdaustausch nützt hier nichts – die alten Wurzeln halten sich noch in der Tiefe. Staudenpfingstrosen haben ihre Blütezeit von Anfang beziehungsweise Ende Mai bis in den Juni. Im Herbst sollte man die Pflanzen bis eine Handbreit über dem Boden zurückschneiden.

Hybrid-Päonien ist besonders standfest

Die Staudenpfingstrosen werden in drei Gruppen eingeteilt: In die Wildarten, die Edelpäonien und die Hybrid-Päonien. Die Staubblätter der Edelpäonien bilden sich häufig in Blütenblätter um, wodurch bei manchen Sorten eine Art Blüte in der Blüte entstehe, erläutert Gärtner Christoph Ruby, der im Botanischen Garten Hof für die Pfingstrosen zuständig ist. Hybrid-Päonien sind Kreuzungen aus verschiedenen Wildarten oder der Wildarten mit der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora). Sie gelten als besonders standfest.

Vernachlässigte Art der Pfingstrosen

"Strauchpfingstrosen werden vollkommen unterschätzt", sagt Prof. Hans-Dieter Warda, Leiter des Arboretums Ellerhoop-Thiensen bei Pinneberg (Schleswig-Holstein). "Die seidigen Blüten sind durchscheinend und präsentieren eine breite Palette an zarten Pastelltönen." Sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern.

Strauchpfingstrosen haben ihre Blütezeit ab April

Die Strauchpfingstrose zeigt ihre prachtvoll großen Blüten bereits ab Mitte April oder Anfang Mai. Ihre Wurzeln muss man tiefer in die Erde pflanzen als die Staudenpfingstrose, ungefähr fünf bis zehn Zentimeter. Gärtner vermehren Strauchpfingstrosen nämlich durch Veredlung auf Wurzeln der Staudenpfingstrosen. Diese so genannten Ammenwurzeln werden nach einigen Jahren von den Pflanzen abgestoßen. Sitzt die Strauchpäonie zu hoch, hat sie bis dahin keine Gelegenheit bekommen, eigene Wurzeln zu bilden.

Dünger-Kur zur Pflege der Pfingstrosen

"Auf einem mineralischen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden gedeihen Strauchpfingstrosen am besten", rät Warda. "Man darf nicht den Fehler machen und das Pflanzloch mit Komposterde vorbereiten. Das ist zuviel organische Substanz." Gut ist für die Pflanze ein pH-Wert von über sechs. Ansonsten mögen die Pflanzen aber zweimal im Jahr eine Kur mit Kraftstoffen: Anfang März gibt man 50 bis 60 Gramm mineralischen Volldünger, im September wird ein Kalidünger verwendet.

Strauchpfingstrosen überstehen auch Frost

Ausgewachsene Pflanzen müssen in lehmhaltigem Boden selten gegossen werden, da die Wurzeln ja tief in die Erde reichen. Auch Frost ist wegen der tiefsitzenden Wurzeln kein Problem. Die frischen Knospen überstehen sogar Spätfrost von bis zu minus zehn Grad, Blüten können minus fünf Grad aushalten.

Zurückschneiden schadet nicht

Nur in einer extremen Trockenperiode kann Wässern der Pflanzen hilfreich sein. Staunässe verträgt keine Pfingstrose, darauf sollte man bei der Pflege grundsätzlich achten. Zurückschneiden muss man die Pflanzen im Herbst nicht. Ein Schnitt schadet jedoch auch nicht. "Ein Rückschnitt ist kein Problem", sagt Warda. "Bis zum Boden kann man die Triebe einkürzen, damit man die Blüten wieder besser betrachten kann."

Pfingstrosen werden so alt wie ein Mensch

Unter guten Bedingungen können Strauchpfingstrosen mindestens so alt werden wie ein Mensch. "Man hat sogar Hinweise, dass einige Exemplare fast 300 Jahre alt geworden sind", sagt Warda. Aber so langlebig und stabil wirken die Gewächse in den ersten Jahren oft nicht. Mit der Zeit wachsen die Pflanzen aber zuverlässig und erreichen bald eine Höhe von ein bis zwei Metern, wobei auch der Umfang stetig zunimmt.

Riesige Blüten und späte Blühzeit

Die Vielfalt der Strauchpfingstrosen ist groß und daher teilt man sie in Gruppen ein. Die Gruppe der Suffruticosa-Hybriden zählt zu den Klassikern. Doch gerade in den vergangenen Jahren sind die Rockii-Hybriden immer beliebter geworden. Sie stammen von der als sehr robust geltenden Art Paeonia rockii ab, die sich durch einen dunklen Fleck an der Basis der Blütenblätter auszeichnet. Auch in ihren Sorten findet man diesen Basalfleck wieder. Besonders starkwüchsig sei die Paeonia rockii ssp. linyanshanii mit riesigen Blüten und einer späten Blütezeit, rät Warda.

Pflege der Pfingstrosen bei Krankheiten

Wenn der Standort stimmt, wachsen Pfingstrosen mit wenig Pflege relativ robust. Gefährlich kann jedoch der Grauschimmel werden. Vor allem in einem feucht-warmen Frühling breitet sich diese Krankheit bevorzugt aus. Bei den Staudenpfingstrosen sieht man vertrocknete Knospen oder faulende Stiele, bei den Sträuchern welken ganze Triebe. In diesem Fall sollte man den Trieb bis zum gesunden Holz zurückschneiden. Bei den Stauden entfernt man die gesamten Stängel. Als Vorbeugung kann man im Handel auch spezielle Spritzmittel kaufen.

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Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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