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Parkett pflegen und reinigen: Parkettpflege und Kratzer im Parkett entfernen

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Parkett richtig reinigen und pflegen

Autor: rw

Parkett reinigen, pflegen und Kratzer im Parkett entfernen: Bloß nicht zu feucht putzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Parkett reinigen, pflegen und Kratzer im Parkett entfernen: Bloß nicht zu feucht putzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Parkett gehört in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Fußbodenbelägen. Es wirkt edel und ist zugleich sehr langlebig – zumindest, wenn die Qualität stimmt. Allerdings ist Parkett – verglichen mit Teppichboden oder Laminat – auch ziemlich teuer. Umso wichtiger ist es, das einmal verlegte Parkett in gutem Zustand zu erhalten. Mit der richtigen Pflege sieht es oft sogar ein Leben lang gut aus. Wie Sie Ihr Parkett pflegen und reinigen sollten und Tipps gegen Kratzer im Parkett

Parkett sieht schick aus und lässt sich mit fast jedem anderen Material im Haus gut kombinieren. Schließlich wird es in nahezu unendlich vielen Variationen angeboten. Doch gerade diese Vielfalt macht es Verbrauchern nicht ganz leicht, für die eigenen Bedürfnisse das richtige Parkett zu finden. Trotzdem wollen gerade viele Eigenheimbesitzer nicht auf den als edel und hochwertig empfundenen Fußbodenbelag verzichten.

Echtholz-Parkett muss dick genug sein

"Es ist langlebig, belastbar, umweltfreundlich und pflegeleicht", schwärmt der ehemalige Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie (VdP) Ralph Plessmann. "Parkett ist der einzige Bodenbelag, der durch mehrfache Renovierung jederzeit wieder in Form gebracht werden kann – auch bei starker Beanspruchung", weist der Experte auf die Möglichkeit hin, beschädigte und verschlissene Parkettoberflächen bei Bedarf abzuschleifen.

Dafür muss das Holz allerdings dick genug sein. Bei jedem Schleifen wird eine etwa 0,5 Millimeter dicke Holzschicht abgetragen. Fachhändler und Hersteller empfehlen deshalb, bei der Anschaffung auf eine mindestens drei Millimeter dicke Nutzschicht zu achten. Je dicker das Holz, desto öfter kann das Parkett abgeschliffen werden. Es lohnt sich also, in eine gute Qualität zu investieren, um bei kleinen Schäden nicht gleich den ganzen Fußboden austauschen zu müssen.

Nicht jeden Kratzer im Parkett abschleifen

Auf der anderen Seite muss man aber auch nicht bei jedem kleinen Schönheitsfehler, wie sehr feinen Kratzern oder auch kleinen Dellen, gleich zur Schleifmaschine greifen. Oberflächliche Kratzer kann man beispielsweise zunächst mit Möbelpolitur behandeln und versuchen, die Schönheitsfehler weg zu polieren. Achten Sie aber darauf, dass die Politur keine Silikonöle oder Mineralöl-Derivate enthält. Diese Inhaltsstoffe dringen tief ins Holz vor uns können nicht wieder entfernt werden. Zu bedenken ist außerdem, dass manche Möbelpolituren dem behandelten Holz schaden und es mit einem dünnen Schmierfilm überziehen, der Staub anzieht.

Bei einem Echtholz-Fußboden muss ohnehin nicht jede minimale Unperfektheit ausgebessert werden. Kleine Schönheitsfehler können wie eine schicke Patina wirken, die dem Boden und damit dem ganzen Raum Charakter und Natürlichkeit verleihen. Das drückt sich auch im aktuellen Parkett-Design aus: auffällige Holzmaserungen oder gar Astlöcher wären noch vor wenigen Jahren als Fertigungsfehler angesehen und unverkäuflich gewesen. Heute stehen sie als Design-Trend für Naturbelassenheit und Materialehrlichkeit.

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Zwei Methoden, wie man Schönheitsfehler im Parkett ausbessern kann

Wer aber auf einen makellosen Parkettboden Wert legt, kann diesen mit der richtigen Schönheitspflege nahezu in seinen Ursprungszustand zurückversetzen. "Ein Parkettboden ist gut mit der Haut des Menschen zu vergleichen", erklärt Michael Schmid, der heutige Chef des VdP. "Auch ein Parkettboden wird reifer und die Zeit geht nicht spurlos an ihm vorbei." Unschöne Verschleißerscheinungen lassen sich aber wieder ausbessern. Im Wesentlichen geschieht dies mit zwei verschiedenen Methoden:

Versiegeltes Parkett durch einen Fachmann reparieren lassen

Ist der Parkettboden werk- oder bauseitig mit einer Lackoberfläche versehen, wird die abgenutzte Lackschicht angeschliffen und mit neuem Lack versiegelt. Hierbei werden nur Bruchteile eines Millimeters von der eigentlichen Holzschicht mit entfernt. Ein mit Lack versiegelter Parkettboden ist dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit und Abrieb geschützt.

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"Das ist vor allem im Badezimmer oder in der Küche von Vorteil, wo Feuchtigkeit und Schmutz verstärkt auftreten", empfiehlt Schmid. Der Lack bildet eine geschlossene und widerstandsfähige Schicht. Für eine solche Versiegelung der Oberfläche sollte ein eigens hierfür hergestellter Parkettlack benutzt werden. Der VdP-Vorsitzende rät Verbrauchern außerdem, die Arbeiten durch einen spezialisierten Fachbetrieb erledigen zu lassen. "Wichtig ist, dass der Lack nach der Versiegelung gut 48 Stunden aushärtet. Erst danach kann man den Boden wieder betreten", führt Schmid weiter aus.

Geöltes Parkett kann man auch selbst ausbessern

Wer einen geölten Parkettboden besitzt, kann einzelne, besonders stark verschlissene Stellen sogar problemlos selbst ausbessern. Der stark beanspruchte Flurboden oder auch der Bereich um den Drehstuhl im Arbeitszimmer, auf dem man ständig hin und her rollt, können durch einfaches Nachölen wieder in Schuss gebracht werden, ohne die gesamte Bodenfläche behandeln zu müssen.

"Das Ölen verhindert, dass andere Flüssigkeiten in die Holzoberfläche einsickern können, bildet darauf aber keinen Film wie beim Versiegeln", verdeutlicht Schmid das Wirkungsprinzip. Die offenen Poren im Holz könnten Luftfeuchtigkeit weiterhin ungehindert aufnehmen und abgeben, was sich positiv aufs Raumklima auswirke. Geöltes Parkett sollte zwei bis drei Mal im Jahr mit einem speziellen Pflegeöl nachbehandelt werden.

Im Bedarfsfall kann man Macken im geölten Parkett auch mit speziellen Reparatursets ausbessern, die im Handel zu Priesen um die 50 Euro erhältlich sind. Gute Sets umfassen Schleif- und Poliertücher, einen kleinen Hobel, einen Klarlackstift und eine Auswahl an farbigen Wachsen sowie ein elektrisches Schmelzgerät für die Wachsmischung.

Allerdings werden mehr als 50 Holzsorten zu Parkett weiterverarbeitet. Sie alle haben unterschiedliche Eigenschaften. Auch die Dicke der Nutzschicht variiert, so dass nicht jedes Öl auf jedem Parkett angewendet werden darf. Der Fachhandel kann Sie beraten, welches Pflegemittel für Ihr Parkett am geeignetsten ist.

Was Parkett kosten darf

Verglichen mit anderen Bodenbelägen kann Parkett in guter Qualität sehr teuer sein. Abhängig vom verwendeten Holz liegen die Quadratmeterpreise etwa zwischen 80 und 150 Euro. Hinzu kommen die Handwerkerkosten für das Verlegen. Deshalb punktet Parkett vor allem durch seine Langlebigkeit. "Ganz gleich ob Lack oder Öl: Mit ein bisschen Pflege hat die Oberfläche auch nach vielen Jahren noch einen glänzenden Auftritt", wirbt Verbands-Chef Schmid für sein Produkt.

Parkett reinigen – scharfe Putzmittel und zu viel Wasser sind tabu

Wichtig ist bei der Pflege vor allem, dass man den Parkettboden nicht zu feucht reinigt, damit das Holz nicht aufquillt. Am besten für den Fußboden ist eine trockene Reinigung mit einem Baumwollmopp oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Hartnäckigeren Verschmutzungen können Sie mit wenig lauwarmem Waser und einem Spitzer Essigreiniger zu Leibe rücken. Scharfe Reiniger könnten das Holz oder die Versiegelung angreifen und sollten auf Parkett deshalb nicht angewendet werden.

Die richtige Parkettpflege im Alltag

Doch nicht nur Schmutz und Dreck machen Parkett unansehnlich. Ein häufiges Problem sind eine Vielzahl feiner, oberflächlicher Kratzer, die sich über den ganzen Fußboden verteilen. Ursache dafür sind meist scheuernde Schmutzteilchen wie Sand oder kleine Steinchen, die im Schuhprofil von draußen mit ins Haus getragen werden. Damit es zu diesem Schadensbild gar nicht erst kommt, sollte man entweder mit einem weichen Besen regelmäßig das Parkett abfegen oder aber eine einfache Regel aufstellen: Schuhe aus!

Damit Ihr Fußboden möglichst lange schick und edel aussieht, haben wir diese Tipps für die Parkettpflege und -reinigung für Sie zusammengestellt.

Quelle: zuhause.de

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