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Orchideen pflegen: Das sollten Sie beim Gießen, Düngen und Kaufen beachten

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Mit dieser Pflege leben Orchideen länger

Autor: sj

Orchideen brauchen viel Pflege. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Orchideen brauchen viel Pflege. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Seit einigen Jahren erleben Orchideen einen regelrechten Boom. Wegen ihrer tollen Blüten sind Orchideen zudem ein beliebtes Mitbringsel. Die Blütenpracht auf Dauer zu erhalten, ist aber eine anspruchsvolle Aufgabe. Beim Gießen, Düngen und Beschneiden kann man vieles falsch machen: Wir zeigen Ihnen, welche Fehler Sie bei der Pflege vermeiden sollten. Vor allem zu viel und zu kalt gießen darf man die Tropenschönheiten nicht.

Seit Orchideen in Asien und den Niederlanden günstig in Massen gezüchtet werden, gehören die eleganten Blumen zum Standard-Angebot beinahe jedes Supermarkts. Kein Wunder, dass die schönen Blüten inzwischen so viele Wohnungen schmücken. Meist handelt es sich dabei um Pflanzen der Gattung Phalaenopsis. Diese Art ist vergleichsweise robust und damit für Anfänger einfacher zu pflegen, als andere Orchideenarten. Zudem blüht die Phalaenopsis recht üppig. Damit man die Blütenpracht möglichst lange genießen kann, lohnt es sich, beim Kauf genauer hinzuschauen.

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Gesunde Orchideen erkennen

Einen guten Hinweis auf eine gesunde Pflanze liefert das Wurzelwerk der Orchidee. Gesunde Wurzeln sind hellgrün bis dunkelgrün, je nach dem, wie feucht sie gerade sind. Zeigen sich die Wurzeln hingegen weiß oder braun, sollte man besser die Finger von der Pflanze lassen. Auch sehr trockene Wurzeln verheißen nichts Gutes. Bei den Blättern deuten braune Stellen oder kleine Löcher auf einen Schädlingsbefall hin. Gesunde Orchideen haben ein satt grünes, festes Blattwerk.

Pflege: Orchideen nicht zu viel gießen

Bei der Pflege von Orchideen gilt in vielerlei Hinsicht der Grundsatz: "Weniger ist mehr". Sie brauchen wenig Wasser, vergleichsweise schwache Düngung und mögen kein pralles Sonnenlicht. Allerdings ist der Bedarf von Art zu Art unterschiedlich. Zugluft mögen sie jedoch alle nicht.

Die Phalaenopsis beispielsweise bevorzugt einen halbschattigen Standort. Direktes Sonnenlicht und Hitze bekommt ihr nicht so gut. In ihrer Heimat wächst diese Orchidee zumeist auf Bäumen und bezieht ihre Nährstoffe hauptsächlich aus der Luft und dem Regenwasser. Deshalb freuen sich die Pflanzen auch hierzulande, wenn man sie mit Regenwasser gießt. Es sollte allerdings sauber sein.

Generell mögen Orchideen kein kalkhaltiges Wasser. Wer in einer kalkreichen Gegend wohnt und kein Regenwasser zur Hand hat, sollte daher besser gefiltertes Wasser verwenden. Mit Gießwasser in Umgebungstemperatur kommen die Pflanzen am besten zurecht. Man darf beim Gießen sparsam sein. Zuviel Wasser ist wohl der häufigste Grund für den Orchideen-Tod in heimischen Wohnzimmern.

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Es reicht gewöhnlich, Orchideen ein bis zweimal pro Woche zu wässern. Um Staunässe im Topf zu vermeiden, ist es gut, das überschüssige Wasser nach dem Gießen ablaufen zu lassen. Statt von oben zu gießen kann man den Topf auch ins Wasser tunken. Der Becher oder Topf muss anschließend aber unbedingt gut abtropfen.

Hausmittel hilft bei Blattläusen

Haben sich Schild- oder Blattläuse breit gemacht, lassen diese sich mit einem Hausmittelchen bekämpfen. Einfach 90 Milliliter Spiritus, 140 Milliliter Wasser und drei Tropfen Spülmittel oder grüne Seife mischen, rät Art of Life, ein Zusammenschluss niederländischer Orchideenzüchter. Das Gemisch gut schütteln und dann auf die Läuse sprühen. Allerdings darf es die Blüten nicht erwischen, denn das kann zur Bildung von Flecken führen.

Orchideen sparsam düngen

Einem reichen Blütenwachstum kann man mit etwas Dünger nachhelfen. Die Betonung liegt dabei auf etwas. Orchideen brauchen nur wenig Dünger in geringer Konzentration. Auf keinen Fall sollte man herkömmlichen Universaldünger in der auf der Packung beschriebenen Konzentration einsetzen. Besser ist Orchideendünger, der speziell auf die Bedürfnisse der Orchideen zugeschnitten ist und alle wichtigen Salze und Spurenelemente enthält. Wichtig ist es, die Ruhephasen der Orchidee beim Düngen zu achten. Erst wenn die Pflanze selbst einen neuen Trieb ausbildet, sollte man mit dem Düngen beginnen.

Orchideen im Frühjahr umtopfen

Auch für das Umtopfen und Schneiden von Orchideen gelten besondere Regeln. Die Gefahr ist groß, die empfindlichen Pflanzen dabei zu schädigen: So sollte man möglichst bis zum Frühjahr warten, wenn man seinen Orchideen einen größeren Topf spendieren möchte. Nach dem Umtopfen verlangsamt sich zunächst das Wachstum etwas. Deshalb ist es wichtig, zu warten, bis die neuen Triebe der Pflanze schon einige Zentimeter groß sind. Dann bilden sich schneller neue Wurzeln.

Ein wenig Dünger kann vor dem Umtopfen nicht schaden. Generell sollte man Orchideen aber maximal alle zwei Jahre umtopfen. Gönnen Sie der Pflanze nach dem Umtopfen ein paar Tage Ruhe, und verzichten Sie auf das Gießen. Wer der Orchidee trotzdem etwas Feuchtigkeit zukommen lassen will, besprüht einfach die Blätter.

Zum Schneiden nicht die Schere nehmen

Auch das Schneiden von Orchideen ist eine heikle Angelegenheit. Es empfiehlt sich, nur Pflanzenteile abzuschneiden, die bereits abgestorben sind. Die abgestorbenen Blätter erkennt man daran, dass sie komplett gelb und vertrocknet sind. Während der Ruhephase verlieren einige Orchideenarten ihre Blätter von selbst. Zum Abschneiden von Pflanzenteilen sollte man unbedingt ein Messer und keine Schere verwenden, da sonst Quetschungen an der Schnittstelle der Pflanze schaden könnte.

Kurzübersicht Orchideen-Pflege

- Gießen: Die meisten Arten mögen eher wenig Wasser, das zudem kalkarm sein sollte. Zweimal pro Woche genügt im Sommer, im Winter einmal. Das Wasser sollte in etwa Umgebungstemperatur haben.
- Düngen: Nur sparsam mit speziellem Dünger; alle zwei, spätestens drei Wochen genügt. Ruhezeiten der Orchideen unbedingt beachten.
- Umtopfen: In der Regel alle zwei Jahre mit Vorsicht; Orchideen sind empfindlich. Der geeignete Zeitpunkt ist der Frühling.
- Schneiden: Abgestorbene Teile kann man abschneiden. Dafür immer ein Messer verwenden und keine Schere.

Quelle: zuhause.de

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