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Obstbäume schneiden: Fehler beim Ostbaumschnitt vermeiden

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Diese Fehler sollten Sie beim Obstbaumschnitt vermeiden

Das sollten Sie beim Obstbäume schneiden beachten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das sollten Sie beim Obstbäume schneiden beachten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und die frostfreien Tage sind ideal, um Obstbäume wie Apfel oder Birne zu schneiden. Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern in Bonn rät dazu, Äste, die steil nach oben oder nach innen wachsen, zu entfernen. Auch Äste, die einige Jahre lang Früchte getragen haben, sollten geschnitten werden. Denn an jungen Zweigen sei das Obst hochwertiger. Doch vorsichtig, diese Fehler beim Baumschnitt muss man auch bei Obstbäumen vermeiden.

Für den Winterschnitt eignen sich besonders die ersten Monate im Jahr, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die Bäume befinden sich in dieser Zeit im Ruhezustand und haben keine Blätter.

Wie der Provinzialverband erläutert, sollte besonders die Baumspitze ausgelichtet werden, denn dort sei das Wachstum besonders stark. Außerdem gelange nach einem Schnitt in der oberen Region wieder genügend Sonnenlicht in den unteren Teil der Baumkrone, und die Früchte reifen besser. Außerdem zirkuliere die Luft besser, was Pilzkrankheiten an Blättern und Früchten vorbeugt.

Bei Kälte und Regen keine Obstbäume schneiden

Wichtig ist, dass die Bäume nicht an kälteren Tagen bearbeitet werden. Der Hobbygärtner sollte seine Bäume nicht bei Frosttemperaturen von weniger als fünf Grad unter Null schneiden und auch nicht bei Regen und Schneefall, weil das die Gefahr einer Infektion erhöht. Es entstehen oftmals schlimmere offene Wunden am Stamm und den Ästen, da das Holz bei Temperaturen unter sechs Grad brüchig wird.

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Nicht schnippeln, sondern schneiden

Grundsätzlich gilt: nicht schnippeln, sondern schneiden. Also lieber eine ganze Astpartie herausnehmen, als mehrere Zweige zu stutzen. Je mehr Schnittstellen entstehen, desto mehr Wunden hat der Baum. Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

Schnittstellen müssen nicht verschlossen werden

Größere Schnittstellen mit einem Durchmesser von drei Zentimetern oder mehr brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Durch das schützende Mittel sollte bislang verhindert werden, dass Krankheitserreger in das Holz eindringen und so Krankheiten verursachen.

Inzwischen sind die Fachleute jedoch der Meinung, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen, das verschließen der Wunde zu verhindern. Der Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Die Feuchtigkeit kann wiederum die Wundheilung verlangsamen. Selbst Pilzbefall wird durch das Verschließen der Wunde nicht verhindert, denn die Sporen können auch durch Blattnarben in die Baumrinde eindringen.

Nicht alle Obstbäume jetzt schneiden

Gar nicht geschnitten werden sollten in dieser Zeit Steinobstbäume wie Pflaume oder Kirsche. Sie ruhen von Oktober bis Februar. Pfirsich und Aprikose werden am besten während der Blütezeit (März bis April) in Form gebracht.

Keine gesetzlichen Fristen für den Baumschnitt

Anders als beim Schneiden von Hecken, wo das Bundesnaturschutzgesetz für den Rückschnitt klare Fristen setzt, macht der Gesetzgeber für Bäume keine Vorschriften, wann der Rückschnitt zu geschehen habe. Hecken dürfen nur in der Zeit von Oktober bis Februar zurückgeschnitten werden – danach ist lediglich ein Formschnitt erlaubt. Beim Beschneiden seiner Bäume hingegen darf sich der Gartenbesitzer allein nach den Bedürfnissen der Pflanzen richten.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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