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Obstbäume pflanzen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

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Obstbäume werden im Herbst gepflanzt

Autor: sj

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Obstbäume.  (Quelle: imago\Westend61)

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Obstbäume. (Quelle: Westend61/imago)

Wenn der Apfel vom eigenen Baum kommt, schmeckt er doch gleich nochmal so gut. Wer den Genuss einer eigenen Obsternte selbst einmal erleben möchte, muss im Herbst zu Hacke und Spaten greifen. Viele Obstgehölze werden im Oktober und November gepflanzt. Dabei ist Einiges zu beachten: Diese Fehler sollen Sie beim Baumpflanzen vermeiden.

Wer im nächsten Jahr Birnen, Äpfel oder Kirschen ernten will, muss im Herbst vorsorgen: Wurzelnackte Obstgehölze werden am besten im Oktober und November gepflanzt. Obwohl die Pflanzzeit für Obstbäume prinzipiell von Mitte Oktober bis ins Frühjahr reicht, bevorzugt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) die Herbstpflanzung: Bei frostfreiem Wetter könnten die jungen Bäume vor dem Winterbeginn noch Wurzeln bilden und Feuchtigkeit speichern, so die Experten-Meinung. Würden die Gehölze erst im Frühjahr gepflanzt, gerieten sie in Stress, da neben den Wurzeln auch Triebe, Blätter und Blüten gebildet werden müssen, warnt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Gehölze wachsen auch bei Kälte

Der optimale Pflanztermin ist den Angaben zufolge erreicht, wenn im Herbst die Blätter abgefallen sind. Unmittelbar vor dem Setzen werden die Wurzeln beschnitten, um den Neuaustrieb und das Verzweigen der Wurzeln anzuregen. Selbst bei niedrigen Temperaturen wachsen Bäume und Sträucher unterirdisch weiter.

Gerader Stamm und kräftige Wurzeln

Beim Kauf des Baums ist es wichtig, auf einen geraden Stamm zu achten. Das rät der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Zudem sollte die Krone einen ausgeprägten Mitteltrieb mit drei bis vier kräftigen Seitentrieben besitzen, die um den Stamm verteilt sind. Bei den Wurzeln müsse das Verhältnis zwischen kräftigen und feinen Strängen ausgewogen sein, erläutern die Gartenexperten. Einen geeigneten Baum erkenne man außerdem an einer gesunden Veredelungsstelle: Die Verdickung am unteren Stamm-Ende dürfe keine Verletzungen aufweisen.

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Bäume brauchen viel Platz

Nach dem Kauf sollte der Obstbaum zeitnah gepflanzt werden, damit er nicht austrocknet. Dabei ist der Standort entscheidend. Oft unterschätzt man, wie viel Platz ein ausgewachsener Baum benötigt. Man muss also unbedingt genügend Abstand zum nächsten Baum, der Mauer oder dem Haus einhalten. Immerhin kann ein Obstbaum durchaus eine Krone mit zehn Metern Durchmesser ausbilden. Außerdem beugt man Ärger am Gartenzaun vor, wenn man dafür sorgt, dass die Wurzeln nicht irgendwann ins Nachbargrundstück vordringen.

Platzsparende Alternativen sind etwa Spindelbäume. Sie wachsen relativ langsam und finden auf kleineren Flächen Platz. Mit wenig Raum kommen auch Spaliergehölze aus, die auch an einer Hauswand hochwachsen können.

Ein Stützpfahl gegen den Wind

Beim Einpflanzen braucht das Bäumchen ein Loch, das doppelt so groß ist wie sein Wurzelwerk. Die Ränder der Grube werden etwas gelockert. Bei wurzelnackten Beerensträuchern müssen die Triebe vor dem Pflanzen um rund zwei Drittel gekürzt werden. Nachdem die Wurzeln ein Stück zurückgeschnitten wurden, wird der Obstbaum in das Loch gestellt und ein Stützpfahl daneben befestigt. Im Idealfall sollte dieser bis unter die Baumkrone reichen. Anschließend wird die ausgehobene Erde mit Substrat oder Kompost vermischt und das Loch aufgefüllt. Der Baum sollte nun etwas hin- und herbewegt werden, damit die Erde sich gleichmäßig zwischen den Wurzeln verteilt. Dann werde der Boden vorsichtig festgetreten und ein Gießrand angelegt, rät der Verband.

Liegt die Veredelungsstelle von Obstbäumen sehr weit unten am Stamm, ist es wichtig, dass sie sich rund zehn Zentimeter über dem Erdboden befindet. Sonst kann es passieren, dass die aufgesetzte Edelsorte Wurzeln bildet und ihre Unterlage überwächst.

Im Herbst besser nicht mehr düngen

Nach dem Pflanzen befestigt man den Stützpfahl noch mit einem Kokosstrick kurz unterhalb der Krone. Dabei sollte der Strick wie eine Acht um Stamm und Stange gewickelt werden, damit beide den Abstand behalten. Zum Schluss wird das Bäumchen noch kräftig angegossen. Die ausreichende Wasserzugabe ist gerade am Anfang wichtig, weil der Pflanze noch die langen Wurzelausläufer fehlen, mit denen sie später im weiteren Umkreis die Flüssigkeit aufnimmt. Extra düngen muss man im Herbst nicht mehr. Im Gegenteil: Mineraldünger sollte besser nicht zugesetzt werden, da die jungen Wurzeln salzempfindlich sind. Der erste Dünger kann im Frühjahr zu Beginn der Vegetation verabreicht werden. Nach der Pflanzung kann der Boden mit Holzhäcksel oder Rindenmulch abgedeckt werden. Das fördert die Fruchtbarkeit des Bodens, unterdrückt Unkraut und schützt den Boden vor dem Austrocknen.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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