14.06.2011, 10:36 Uhr | ks (CF)
Eine oberflächennahe Geothermie nutzt Erdwärme aus einer Tiefe von 200 Metern zum Heizen. Die Temperaturen in so geringen Erdtiefen sind allerdings nicht hoch genug, um sie gänzlich ohne Wärmepumpe zu nutzen.
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen ein Haus zu bauen, können Sie die oberflächennahe Geothermie nutzen, um umweltschonend und kosteneffizient für eine wohlige Wärme zu sorgen. Damit sind Sie unabhängig von fossilen Brennstoffen, die in den nächsten Jahren im Preis deutlich steigen dürften. Somit leisten Sie einen Beitrag für die Umwelt und können gleichzeitig Kosten sparen. Zudem werden solche Energiesparnahmen oftmals auch vom Staat unterstützt, so dass Sie die Investition leichter finanzieren können.
Eine Wärmepumpe, die oberflächennahe Geothermie letztendlich in Heizkraft umwandelt, funktioniert nach einem bereits lange bekannten Prinzip. Dieses wird im Haushalt beispielsweise in einer ähnlichen Form auch für den Kühlschrank verwendet, nur dass dort statt Wärme Kälte erzeugt wird.
Es werden thermodynamische Vorgänge genutzt: Mit Hilfe von Erdsonden und einem darin enthaltenen Fluid wird die aufgenommene Erdwärme mittels der Wärmepumpe an die Erdoberfläche transportiert und anschließend verdichtet. Bei dieser Komprimierung wird die Temperatur der gewonnenen Erdwärme deutlich erhöht. Dieser Vorgang reicht aus, um die relativ geringe Temperatur der Erdwärme so weit zu erhöhen, das ein Gebäude oder zumindest ein Teil davon ausreichend beheizt werden kann.
Die Kosten für die Installation solcher Erdsonden und der dazugehörigen Pumpe sind zwar um einiges höher als der Einbau herkömmlicher Heizungen, amortisieren sich aber innerhalb weniger Jahre durch die Ersparnis beim Erwerb von fossilen Brennstoffen.
ks (CF)
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