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Möbeldesign: Mit LEDs illuminierte Möbel erobern den Markt

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LEDs bringen Licht ins Möbeldesign

Die LED-Technik sorgt für völlig neue Möglichkeiten im Möbeldesign. (Quelle: Moree/dpa/tmn)

Die LED-Technik sorgt für völlig neue Möglichkeiten im Möbeldesign. (Quelle: Moree/dpa/tmn)

Poppig, dezent oder romantisch: In den Möbelbau zieht neuerdings das Licht ein. Immer mehr Hersteller setzen dabei auf Licht emittierende Dioden (LEDs). Die winzigen Strahler leuchten hell, ohne viel Platz wegzunehmen, und verbrauchen darüber hinaus wenig Energie. Ihr Einsatz erlaubt es Möbeldesignern, zahlreiche neue Effekte zu kreieren und sorgt für völlig neue Akzente im Möbelbau. Wir zeigen Ihnen die schönsten Licht-Möbel in der Foto-Show.

Die Technik ist inzwischen ausgereift

Bei vielen Möbelherstellern erleuchten inzwischen LEDs die Zugriffe auf Schubfächer und Bodenleisten oder werfen von oben dezentes Licht auf den Inhalt eines Schranks, einer Vitrine oder eines Regals. Ursula Geismann vom Verband deutscher Möbelhersteller sieht in den illuminierten Möbeln einen anhaltenden Trend. "Kosten, Komfort und Funktion passen jetzt genau zusammen." Noch vor kurzem seien die Lichtelemente zu klobig, der Einbau zu aufwendig und teuer und die Lichttechnik zu schlecht gewesen. Die Leuchten wurden schnell heiß. Inzwischen aber sei die Technik so weit. "Und es kommt der Entwicklung zugute, dass die Glühbirne allmählich vom Markt verschwindet."

Eine völlig neue Wohnatmosphäre – auf Knopfdruck

Drei Gründe führen laut Geismann dazu, dass der Trend vom Kunden gern angenommen wird. "Jeder hat gern die neueste Technik im Haus. Zweitens kann ich besser sehen, wenn ich die Schublade aufmache, und es ist Licht drin", sagt die Verbandsfrau. Drittens bringe das Kunstlicht eine ganz neue Atmosphäre ins Möbeldesign. Es lässt sich auf Knopfdruck individuell beeinflussen. "Ich kann sogar per Fernbedienung mit der Lichtfarbe persönlich die Stimmung gestalten", schwärmt Geismann.

Millionen Farbtöne sorgen für neue Möglichkeiten im Möbeldesign

Das liegt daran, dass die Leisten mit den kleinen Dioden programmierbar sind. So gibt es Laufleisten mit ständig wechselnder Lichtfarbe. Badezimmerschränke oder Vitrinen können von innen in sanftes Licht getaucht werden, Regale in poppiges Blau oder Grün. Die Dioden strahlen Rot, Grün und Blau – aus der für das Auge nicht wahrnehmbaren schnellen Abfolge dieser Farben lassen sich Millionen Farbtöne herstellen. Dazu werden die einzelnen Dioden sehr eng nebeneinander geklebt.

"Eine einzelne Diode kann Rot, Grün und Blau ganz schnell hintereinander darstellen. Ein Chip sorgt dafür, dass sie alle zum selben Zeitpunkt anspringen und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild ergeben", erklärt Wolfram Bliefert vom Lichtplanungsbüro "Lumen³" in München. "LEDs sind sehr platzsparend und haben eine lange Lebensdauer", fügt er hinzu. Es seien also weder Extra-Bauteile nötig, um Möbel in schönes Licht zu kleiden, noch müssten Möbel auseinandergenommen werden, um eine defekte LED zu ersetzen.

Immer mehr illuminierte Möbel auf dem Markt

All das hat den Designern zu ganz neuen Möglichkeiten verholfen. Petra Daniels-Abel hat ihr Unternehmen Xentelon im Februar 2009 quasi nur dazu gegründet, um den neuen Leuchten zu mehr Geltung und Einsatzmöglichkeiten zu verhelfen. "Mich hat immer gestört, dass im Möbeldesign so wenig mit dem Einsatz von Licht gearbeitet wird. Mit LEDs habe ich die Möglichkeit, flexibel zu beleuchten. Ich kann die dünnen Diodenstreifen rund, abschnittsweise oder hochkant kleben", zeigt sich die Innenarchitektin begeistert von den vielseitigen gestalterischen Möglichkeiten, die ihr die die LED-Technik bietet.

Ihre Firma stellt beleuchtete Hängeschränke, Regale und CD-Ständer her. Sie können die Farbe wechseln oder auf einer Farbe "stehen bleiben". Daneben tummeln sich inzwischen zahlreiche weitere Anbieter auf dem Markt. Ein "Lichtregal" hat zum Beispiel der Anbieter "GERA Licht und Leuchten" im Programm. Die Einlegeböden strahlen in allen erdenklichen Farben: Gelb, Pink, Blau oder Grün. Möglich ist auch eine Programmierung: "Ein Sensor am Möbelstück nimmt die Lichtstärke aus der Umgebung auf und reguliert das Licht entsprechend", erklärt Designer Thomas Ritt das Prinzip. "Ist es hell draußen, ist das Licht möglicherweise aus – ist es dunkel, geht es an."

Möbeldesign im Do-it-yourself-Verfahren

Ob Regalsysteme mit Unterbodenbeleuchtung oder Lounge-Tische deren Platte von unten angestrahlt wird: Das Produktangebot illuminierter Möbelstücke nimmt stetig zu. Darüber hinaus werden im Handel zunehmend auch kleine LED-Lampen zur separaten Installation angeboten. Für fünf bis zehn Euro gibt es kleine Spots. Längliche Modelle sind etwas teurer. Sie werden mit Batterien betrieben und haften mit einer Klebefläche an der Decke des Kleiderschranks, unter der oberen Küchenzeile oder an Regaldecken – so lässt sich auch nachträglich Licht ins Möbel bringen.

Quelle: dpa-tmn

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