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Maulwurf und Wühlmaus vertreiben: Tipps und Hausmittel

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Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben

Autor: sj; dpa-tmn

Maulwürfe stehen unter Naturschutz: So kann man die Tiere vertreiben. (Quelle: imago/blickwinkel)

Maulwürfe stehen unter Naturschutz: So kann man die Tiere vertreiben. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wer mit viel Mühe seinen Rasen zu einem grünen Prachtteppich gepflegt hat, ist nicht erfreut, wenn sich plötzlich kleine braune Erdhügel zeigen. Dann haben Maulwürfe oder Wühlmäuse den Garten zu ihrer neuen Heimat gemacht. Maulwürfe darf man weder jagen noch töten. Also hilft nur sanftes Vertreiben: Die besten Tipps, um Maulwürfe und Wühlmäuse zu vertreiben.

Eigentlich ist der Maulwurf nützlich, da er Engerlinge, Schnecken und andere Schädlinge vertilgt. Und im Gegensatz zur Wühlmaus knabbert er kein Gemüse an. Auch die lockere Erde von den Maulwurfhügeln kann man prima verwenden, um das Beet aufzufüllen. Statt den Maulwurf zu bekämpfen sollte man sich also eher über ihn freuen. Dennoch haben viele Gärtner so ihre Probleme mit ihm.

Maulwürfe mit Hausmitteln vertreiben

Der Maulwurf steht bereits seit mehr als 20 Jahren unter Naturschutz. Er darf weder getötet, gejagt oder gestört werden. Also bleibt nur, ihn mit sanften Mitteln aus dem Garten zu vertreiben.

Empfohlen werden als Hausmittel gegen den Maulwurf folgende Strategien:

- Maulwürfe lassen sich mit Duft vertreiben. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt zerdrückten Knoblauch.

-  Das Tier verduftet auch, wenn man in seinen Tunnel eine Mischung aus Molke und Bittermilch hineingießt. 

- Ebenfalls gegen Maulwürfe wirken soll eine Jauche aus einem Kilogramm frischen Holunderblättern auf zehn Liter Wasser. Sie muss 14 Tage langziehen, bevor sie vergossen wird.

- Alkohol mag der Maulwurf ebenfalls überhaupt nicht. Wer also Sekt-, Wein- oder Spirituosenflaschen umgedreht in die Löcher steckt, hat gute Chancen, die Maulwürfe zu vertreiben.

- Genauso wenig schätzen Maulwürfe Lärm oder Schwingungen. So kann man Flaschen mit der Öffnung nach oben eingraben. Der Wind streicht dann über die Öffnung und erzeugt Geräusche. Oder es wird eine Eisenstange eingegraben, deren Ende immer wieder mit dem Hammer bearbeitet wird. Auch klappernde Windräder können Maulwürfe vertreiben.

Mit Ultraschall gegen Maulwürfe

Einige Gärtner konnten die unerwünschten Gartenbewohner mit so genannten Maulwurf-Piepern los werden. Die solarbetriebenen Geräte vertreiben Maulwürfe über einen spitzen Stab im Boden mit Schallwellen. Manche setzen auf Ultraschall, andere Geräte senden Schallwellen im Niedrigfrequenzbereich aus. Für die geräuschempfindlichen Tiere sind die Schallwellen unangenehm. Für Menschen sind die Töne hingegen kaum wahrnehmbar. Bei großen Grundstücken müssen unter Umständen mehrere Geräte in den Einsatz kommen, um Maulwürfe endgültig zu vertreiben.

Wühlmäuse dürfen gejagt werden

Die Wühlmaus wird nicht zuletzt wegen ihres Gemüsehungers als Schädling angesehen. Im Gegensatz zum Maulwurf richten die Nager beträchtlichen Schaden im Garten an. Da die Wühlmaus nicht unter Naturschutz steht, darf sie gejagt und getötet werden. Um sie zu bekämpfen werden im Fachhandel diverse Fallen angeboten, in denen die Tiere wahlweise lebend oder tot gefangen werden. Da sich Wühlmäuse rasant vermehren, sollte man handeln, bevor sie zur Plage werden. Frühjahr und Herbst sind optimal zur Bekämpfung der Nager. So bekämpft man Wühlmäuse wirksam.

Wurzeln mit Metalldraht vor Wühlmäusen schützen

Um Gemüse gegen Wühlmäuse zu schützen, rät Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bonn, die Löcher von Stecklingen und jungen Pflanzen mit einem Metalldraht auszukleiden. So käme die Wühlmaus nicht mehr an die zarten Wurzeln. "In drei bis vier Jahren ist der Draht verrottet und das ist rechtzeitig, bevor die Wurzeln mehr Platz brauchen." Sinnvoll hierfür seien die noch kalten Wochen zum Frühlingsbeginn. Dann sei die Vegetation noch nicht so dicht und es ließen sich die Gänge der Wühlmäuse besser aufspüren, so Hiller.

Maulwurf oder Wühlmaus?

Ob es sich um Maulwurf und Wühlmaus im Garten handelt, erkennen Gärtner an den Grablöchern: "Nimmt man den Erdhügel zur Seite, liegt das Loch des Maulwurfs direkt darunter und das der Wühlmaus seitlich. Ihre Gänge kann man auch sehen, sie sind sehr flach." Der Maulwurf wirft auch die deutlich größeren Hügel auf.

Auch die sogenannte Verwühlprobe hilft zu erkennen, welches Tier die Gänge durch die Beete gräbt und Hügel im Garten baut, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Dazu wird der Boden neben dem Hügel in kreisförmigen Bahnen mit einem Stab abgetastet, bis er auf einen Gang trifft und einsinkt. Ein etwa 30 Zentimeter langes Stück des Gangs sollten Gartenbesitzer aufgraben. Ist das Loch nach wenigen Stunden wieder verschlossen, haust dort eine Wühlmaus. Ein Maulwurf würde unter dem Bereich einen neuen Gang graben.

Quelle: dpa-tmn, zuhause.de

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