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Maulwurf und Wühlmaus aus dem Garten vertreiben

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Maulwürfe und Wühlmäuse loswerden

Autor: sj; dpa-tmn

Maulwürfe stehen unter Naturschutz: So wird man die Tiere gewaltfrei los. (Quelle: imago\blickwinkel)

Maulwürfe stehen unter Naturschutz: So wird man die Tiere gewaltfrei los. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wer mit viel Mühe seinen Rasen zu einem grünen Prachtteppich gepflegt hat, ist verständlicherweise nicht erfreut, wenn plötzlich kleine braune Erdhügel die perfekte Grünfläche stören. Dann haben Maulwürfe oder Wühlmäuse den Garten zu ihrer neuen Heimat gemacht und werfen täglich neue Haufen auf. Die Mäuse knabbern womöglich noch das liebevoll gezüchtete Gemüse an. Doch wie wird man die unerwünschten Gartenbewohner los? Immerhin steht der Maulwurf unter Naturschutz – also hilft nur sanftes Vertreiben: Die besten Tipps, um Maulwürfe und Wühlmäuse zu vertreiben.

Eigentlich sind Maulwürfe ja ganz nette Tierchen. So lange der kleine schwarze Kerl freundlich im Zeichentrickfilm bei der Sendung mit der Maus winkt, möchte man ihn wohl eher füttern als vertreiben. Doch sobald er seine Erdhügel im sorgsam gepflegten Garten aufwirft, kennt die Sympathie Grenzen. Dabei ist der Maulwurf sogar recht nützlich, da er Engerlinge, Schnecken und andere Schädlinge vertilgt. Im Gegensatz zur Wühlmaus knabbert er auch kein Gemüse an. Und die lockere Erde von den Maulwurfhügeln kann man prima verwenden, um das Beet aufzufüllen.

Maulwürfe sanft vertreiben

Kein Wunder, dass der Maulwurf bereits seit mehr als 20 Jahren unter Naturschutz steht. Er darf demnach weder getötet noch gejagt oder gestört werden. Also bleibt nur, ihn mit sanften Mitteln aus dem Garten zu vertreiben. Dazu macht man es dem blinden Gesellen am besten so ungemütlich wie möglich. Mit Gestank, Geräuschen oder Erschütterung lassen sich die Tiere gut überzeugen, sich eine andere Bleibe zu suchen. Auch fühlt sich der Maulwurf in der Nähe bestimmter Pflanzen wie Kaiserkrone oder Knoblauch nicht sehr wohl. Zum Vertreiben der Tiere kann es nicht schaden, diese Pflanzen im Garten zu halten.

Wühlmäuse dürfen gejagt werden

Die Wühlmaus hingegen wird nicht zuletzt wegen ihres Gemüsehungers als Schädling angesehen. Im Gegensatz zum Maulwurf richten die Nager beträchtlichen Schaden im Garten an. Da die Wühlmaus nicht unter Naturschutz steht, darf sie gejagt und getötet werden. Dafür werden im Fachhandel diverse Fallen angeboten, in denen die Tiere wahlweise lebend oder tot gefangen werden. Da sich Wühlmäuse rasant vermehren, sollte man unbedingt eingreifen, bevor sie zur Plage werden. Am besten bekämpft man die Nager im Frühjahr und im Herbst, um ihre übermäßige Vermehrung einzudämmen. So bekämpft man Wühlmäuse wirksam.

Mit Schallwellen gegen Wühlmäuse

Einige Gärtner konnten die unerwünschten Gartenbewohner auch mit so genannten Maulwurf-Piepern los werden. Die solarbetriebenen Geräte vertreiben Maulwürfe und Wühlmäuse mit Schall. Der Maulwurfschreck ist ein spitzer Stab, den man in den Gartenboden steckt. Er sendet in regelmäßigen Abständen Schallwellen aus, die für die geräuschempfindlichen Tiere unangenehm sind. Für Menschen sind die Töne hingegen kaum wahrnehmbar. Bei großen Grundstücken benötigt man unter Umständen mehrere Geräte, um Maulwürfe und Wühlmäuse endgültig zu vertreiben.

Wurzeln mit Metalldraht vor Wühlmäusen schützen

Um das Gemüse gegen Wühlmäuse zu schützen, rät Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bonn, die Löcher von Stecklingen und jungen Pflanzen mit einem Metalldraht auszukleiden. So käme die Wühlmaus nicht mehr an die zarten Wurzeln. "In drei bis vier Jahren ist der Draht verrottet und das ist rechtzeitig, bevor die Wurzeln mehr Platz brauchen." Sinnvoll hierfür seien die noch kalten Wochen zum Frühlingsbeginn. Dann sei die Vegetation noch nicht so dicht und es ließen sich die Gänge der Wühlmäuse besser aufspüren, so Hiller.

Maulwurf oder Wühlmaus?

Ob es sich um Maulwurf und Wühlmaus im Garten handelt, erkennt der Gärtner an den Grablöchern: "Nimmt man den Erdhügel zur Seite, liegt das Loch des Maulwurfs direkt darunter und das der Wühlmaus seitlich. Ihre Gänge kann man auch sehen, sie sind sehr flach." Der Maulwurf wirft auch die deutlich größeren Hügel auf.

Auch die sogenannte Verwühlprobe hilft zu erkennen, welches Tier die Gänge durch die Beete gräbt und Hügel im Garten baut, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Dazu wird der Boden neben dem Hügel in kreisförmigen Bahnen mit einem Stab abgetastet, bis er auf einen Gang trifft und einsinkt. Ein etwa 30 Zentimeter langes Stück des Gangs sollten Gartenbesitzer aufgraben. Ist das Loch nach wenigen Stunden wieder verschlossen, haust dort eine Wühlmaus. Ein Maulwurf würde unter dem Bereich einen neuen Gang graben.

Quelle: dpa-tmn, zuhause.de

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