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Matratze säubern: Urin-, Blut- oder Kaffeeflecken entfernen

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Die beste Pflege für die Matratze

Regelmäßiges Lüften im Schlafzimmer hilft gegen Milben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Regelmäßiges Lüften im Schlafzimmer hilft gegen Milben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Durchschnitt verbringt man mehr als ein Drittel des Tages auf seiner Matratze. Dennoch wird die Schlafunterlage beim Reinigen gerne vernachlässigt. Dabei sammeln sich mit der Zeit immer mehr Schweiß, Hautschuppen und Staub – der ideale Nährboden für Milben, Keime und Bakterien. Wenn dann noch ein paar Flecken hinzukommen, wird die Matratze schnell unappetitlich. Mit ein paar einfachen Pflegetipps bleibt die Matratze länger frisch – und auf einer sauberen Unterlage schläft es sich auch gleich viel besser.

Damit man möglichst lange gut auf seiner Matratze ruht, sollte man ein paar einfache Pflegetipps beherzigen.

Bis zu 1,5 Millionen Milben in jedem Bett

Die ersten warmen Frühlingstemperaturen sind ideal, um die Matratze vom Winter-Mief zu befreien. Mindestens einmal im Jahr sollte man das gute Stück gründlich lüften und es damit den Milben möglichst ungemütlich machen. Die kleinen Spinnentiere mögen es warm und kuschlig. Bis zu 1,5 Millionen Milben können sich in einem Bett aufhalten. Die Tiere selbst sind zwar nicht gefährlich, ihr Kot löst allerdings bei vielen Menschen Allergien aus. Um die Tiere fernzuhalten, sollte man generell darauf achten, dass die Frischluftzufuhr an allen Seiten der Matratze gewährleistet ist – auch von unten.

Lüften vertreibt Milben

Zum Auslüften heben Sie die Matratze soweit aus dem Rahmen, dass sie weitgehend frei steht. Bei geöffnetem Fenster sollte die Schlafunterlage für mehrere Stunden lüften. Das rät Claudia Wieland vom Fachverband Matratzen-Industrie. Dann kann man gleich die Gelegenheit nutzen und den Lattenrost reinigen. Die frische Luft bringt möglicherweise auch etwas Feuchtigkeit mit. Deshalb sollte die Matratze anschließend bei Zimmertemperatur aufwärmen, bevor ein Betttuch übergezogen wird.

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Damit die Matratze auf Dauer keine Stock- und Schimmelflecken ausbildet, ist es wichtig, das Schlafzimmer regelmäßig zu lüften. Eine Temperatur von 16 bis 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von rund 50 Prozent ist für die Matratzen am besten. Wer zusätzlich darauf achtet, die Schlafunterlage beim Beziehen des Bettes jedesmal zu wenden, schläft länger ohne Kuhlen und Dellen. Neue Matratzen sollten sogar im Vier-Wochen-Rhythmus gewendet werden. Allerdings gilt das nicht für Schaumstoffmatratzen: Die dürfen nur längsseitig gewendet, aber nicht umgedreht werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Bettdecke täglich eine Weile von der Matratze zu nehmen, damit die richtige Luftzirkulation gewährleistet ist.

Blut, Urin oder Kaffee entfernen

Für die regelmäßige Matratzenpflege genügt es schon, die Matratze hin und wieder abzubürsten. Noch besser ist es allerdings, wenn die Matratze mit einem Schonbezug geschützt ist, den man gelegentlich in der Waschmaschine reinigen kann. Spezielle Anti-Milben-Bezüge halten die fiesen Krabbler wirksam fern. Die hygienischen Schutzhüllen sind meist bei 95 Grad waschbar. Der Bezug schützt die Matratze zusätzlich gegen leichte Flecken.

Wenn dennoch beim Frühstück im Bett mal der Kaffee umkippt oder im Babybett die Windel nicht ganz dicht war, ist es immer ratsam, die Flecken so schnell wie möglich zu entfernen. Als Universalreiniger gegen Verschmutzungen auf der Matratze kann man Teppichschaum verwenden.

Blutflecken in der Matratze beseitigen

Blutflecken sind schwer zu entfernen. Meist bleiben trotz aller Bemühungen Ränder zurück. Am besten bekommt man Blutflecken heraus, wenn sie frisch sind. Dann kann man den Fleck mit Wasser und etwas Feinwaschmittel behandeln. Kaltes Wasser ist zum Lösen getrockneter Flecken immer hilfreich. Als Hausmittel gegen Blutflecken haben sich zudem Backpulver oder Sodalauge bewährt. Man reibt den Fleck zunächst mit kaltem Wasser ein und bestreut ihn dann mit reichlich Pulver. Dann lässt man das Gemisch etwa eine halbe Stunde einwirken und wäscht es anschließend mit kaltem Wasser ab. Es empfiehlt sich, zusätzlich ein Desinfizierungsmittel zu verwenden. Danach muss der Fleck trocknen, bevor die Matratze neu bezogen wird.

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Mit Essig und Zitronensaft gegen Urinflecken

Urinflecken lassen sich mit Zitronensaft und Essig beseitigen. Dazu beträufelt man den Fleck mit den Flüssigkeiten und lässt sie trocknen. Anschließend kann man den Fleck abschaben oder ausbürsten. Allerdings bleibt meist noch ein Rand zurück. Besonders bei streng riechendem Katzenurin sollte man die Stelle anschließend mehrfach mit einer Waschmittellösung auswaschen. Auch bei Urinflecken ist die Behandlung mit einem Desinfektionsmittel ratsam.

Rotwein mit Mineralwasser entfernen

Gegen Rotweinflecken hilft Mineralwasser – zumindest, wenn die Flecken frisch sind. Ansonsten streut man den Fleck am besten dick mit Salz ein. Danach heißt es: warten. Der getrocknete Rotweinfleck lässt sich anschließend abschaben oder ausbürsten.

Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt seine Matratze hin und wieder vom Fachmann reinigen. Mit einem speziellen Reinigungsgerät werden Milben und Keime abgetötet. Dabei muss keine Chemie zum Einsatz kommen: Geräte, die mit Sauger und UVC-Bestrahlung arbeiten, reduzieren die Konzentration an Milben erheblich.

Quelle: zuhause.de

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