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Kaminofen richtig reinigen: Tipps für Glastür und Ofen

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Kaminofen reinigen und warten

Im Kaminofen darf nur trockenes und unbehandeltes Holz verbrannt werden. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Im Kaminofen darf nur trockenes und unbehandeltes Holz verbrannt werden. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Zu Beginn der Heizsaison sollten Kaminofen-Besitzer ihre Feuerstätte reinigen und warten lassen. Nur dadurch garantiert man eine sichere, effiziente und schadstoffarme Verbrennung. Versäumnisse bei der Reinigung können sogar gefährlich werden. Es droht ein Rußbrand. Wir verraten, was alles zu tun ist: Tipps zum Reinigen und Befeuern von Kaminöfen.

"Für den Schornstein ist seit jeher der Bezirksschornsteinfeger zuständig. Inzwischen sind auch zertifizierte Heizungsinstallateure für die Schornsteinwartung zugelassen", sagt Frank Kienle, Geschäftsführer des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI). 

So reinigt man das Ofenrohr

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Verschmutztes Ofenrohr begünstigt Rußbrand

Für die Reinigung des Ofenrohrs, also des Verbindungsstücks von Kaminofen und Schornstein, ist aber der Ofenbesitzer selbst verantwortlich. Setzt sich im Rohr zu viel Ruß ab, kann sich dieser entzünden und einen Rußbrand, oft auch Schornstein- oder Kaminbrand genannt, verursachen. Außerdem verschlechtern sich die Brenneigenschaften des Ofens, wenn das Rohr nicht völlig frei ist, weil er schlechter Luft zieht.

Mindestens einmal pro Heizperiode sollte man deshalb den Rauchabzug seines Kamin- oder Kachelofens reinigen. Dafür öffnet man das Ofenrohr und löst mit einer speziellen Bürste die Rußablagerungen. Um Verschmutzungen der Umgebung zu vermeiden, bewegt man die Bürste dabei am besten von der Öffnung weg. Zusätzlich sollte man in der unmittelbaren Umgebung Zeitungspapier oder eine Plane auslegen. Wie genau die Reinigung des Ofenrohrs funktioniert, zeigen wir im Video.

Ursachen für verstärkte Rußbildung

Starke Rußbildung deutet übrigens immer auf Probleme bei der Verbrennung hin. Den Ursachen sollte man auf den Grund gehen. Oft liegt es daran, dass zu feuchtes Holz oder nicht zugelassene Brennstoffe verfeuert wurden.

Kaminholz sollte mit einer Restfeuchte zwischen 15 und 20 Prozent verbrannt werden. Um den Feuchtegehalt im Holz zu bestimmen, gibt es im Handel günstige Messgeräte, die meist um die 20 Euro kosten. Papier darf generell nicht – auch nicht zum Anheizen – im Kaminofen verbrannt werden.

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Probleme mit der Luftzufuhr können ebenfalls dazu führen, dass die Brennstoffe im Ofen nicht vollständig verbrennen. Auch dann bildet sich vermehrt Ruß. Das kann an Anwendungsfehlern, aber auch an Installationsmängeln liegen. Findet man die Ursachen nicht selbst, sollte man den Schornsteinfeger oder professionellen Ofenbauer um Rat fragen.

Brennkammer des Kaminofens mit einem Aschesauger reinigen

Auch die Brennkammer sollte man vor der Heizsaison einmal kontrollieren. "Beschädigte Feuerraumverkleidungen sollten ausgetauscht werden, um die Langlebigkeit des Gerätes zu sichern", rät HKI-Experte Kienle.

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Während der Heizperiode muss man die Brennkammer regelmäßig reinigen. Den gröbsten Schmutz beseitigt man zunächst mit Feger und Schaufel, die feine Asche mit einem Aschesauger oder einem Aschefilter. Letztere haben kurz gesagt die Form eines Eimers mit Schlauch. Sie werden an den normalen Staubsauger angeschlossen und brauchen anders als Aschesauger deshalb keinen eigenen Motor. Aschefilter gibt es schon für rund 20 Euro, Aschesauger sind etwas teurer und liegen meist bei 30 bis 40 Euro.

Sichtscheibe des Kaminofens regelmäßig reinigen

Um viel Freude an seinem Kaminofen zu haben, ist außerdem ein guter Blick auf das lodernde Feuer wichtig. Moderne Kamin- und Kachelöfen haben deshalb häufig eine besonders große Scheibe oder lassen sich drehen, so dass man Brennraum und Scheibe zum Betrachter hin ausrichten kann. Doch nur wenn die Scheibe auch sauber ist, kommt man in den vollen Genuss.

Für die regelmäßige Reinigung braucht man keine teuren Reiniger oder gar Spezialgeräte. Der Asche-Trick leistet hier gute Dienste. Zur Beseitigung der groben Verschmutzungen knäult man einfach etwas Zeitungspapier zusammen, befeuchtet es mit Wasser und nimmt damit etwas Asche auf. Nun reibt man die kalte Scheibe ab. Wichtig ist, dass man ausschließlich die weiße Asche verwendet. Groben Schmutz kann man so wunderbar von der Scheibe entfernen und erhält wieder vollen Durchblick.

Bei Bedarf kann man noch mit Glasreiniger und einem weichen Tuch nacharbeiten, damit die Scheibe wirklich einwandfrei sauber wird. Achten Sie dann aber darauf, dass keine Feuchtigkeit hinter die Türdichtung läuft. Für die gelegentliche Reinigung zwischendurch genügt ohnehin oft schon das Abreiben mit Zeitungspaper.

Kaminöfen – hoher Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaub
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Speckstein reinigen und reparieren

Viele Kaminöfen haben eine Verkleidung aus Speckstein, weil das Material sehr gute Wärmespeicher- und strahlungseigenschaften aufweist. Um die meist unbehandelten und unversiegelten Specksteinoberflächen zu reinigen empfiehlt sich die raue Seite eines trockenen und sauberen Spülschwamms, mit dem man den Speckstein kräftig abreibt. Dadurch wird das Material ganz leicht angeschliffen. 

Hinterher muss man nur noch mit einem feuchten Tuch nachwischen und die Specksteinoberfläche erstrahlt in neuem Glanz. Auch oberflächliche Kratzer verschwinden so. Wichtig: Es sollte immer der ganze Stein bearbeitet werden, um Farbunterschiede zu vermeiden.

Simple Methode bringt die Speckstein-Verkleidung wieder zum Glänzen

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Tiefere Risse, Löcher und andere Macken lassen sich mit einer Füllpaste aus dem Fachhandel oder Baumarkt auffüllen. Alternativ kann man sich eine solche Reparaturpaste selbst herstellen. Dazu rührt Specksteinmehl und Zwei-Komponenten-Kleber zu gleichen Teilen zusammen. Das benötigte Specksteinpulver gewinnt man ebenfalls im Do-it-yourself-Verfahren, indem man die Specksteinverkleidung abnimmt und von hinten vorsichtig anbohrt. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass kein ganzes Loch entsteht.

Quelle: zuhause.de

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