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Kabelsalat verstecken: Diese Tipps bringen Ordnung

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Nie wieder Kabelsalat

Autor: dpa-tmn; rw; sj

Kabelsalat lässt sich oft schon mit einfachen Mitteln bändigen. (Quelle: imago/Jochen Tack)

Kabelsalat lässt sich oft schon mit einfachen Mitteln bändigen. (Quelle: Jochen Tack/imago)

Jeder kennt das Problem: Unter dem Schreibtisch, hinter den TV-Möbeln, neben der Telefonanlage kringeln, knäulen und verknoten sich die Kabel unzähliger Geräte. Und zu allem Überfluss verbrüdert sich dieses Kabelgewirr auch noch mit den nicht auszurottenden Wollmäusen, die sich unweigerlich dort sammeln. Und wehe man möchte mal was umstecken oder umbauen: Dann geht das Gekrieche und Gefummel los, um dem Wirrwarr irgendwie Herr zu werden. Mit diesen Tipps und Lösungen verhindern Sie Kabelsalat.

Sehr wirksam ist schon ein simpler Kabelbinder. Damit können zu lange Kabel einfach in Schlaufen zusammengelegt und befestigt werden. Mit den praktischen und günstigen Plastikschlaufen lassen sich außerdem mehrere Kabel zu einem Strang zusammenbinden, die in die gleiche Richtung führen. Wer alle 50 Zentimeter einen Kabelbinder anbringt, schafft schon viel Ordnung. Man sollte dabei allerdings nicht vergessen, am Ende jedes Kabels ein kleines Schild oder Klebeband anzubringen, auf dem vermerkt ist, zu welchem Gerät das Kabel gehört.

Drei Tricks gegen Kabelsalat und Kabelbruch

Mit diesen simplen Lösungen vermeiden Sie Chaos und schützen Anschlusskabel vor dem Abknicken. Video

Kabelschläuche schaffen Ordnung

Noch schöner lassen sich mehrere Kabel allerdings in einem Kabelbündel-Schlauch oder einem Kabelrohr aus dem Baumarkt oder Elektrogeschäft verstecken. Die elastischen Schläuche sind meist mit einer Längsöffnung versehen, so dass sie einfach um die Kabel herum geklippt werden können. Für manche Systeme gibt es sogar Einzugshilfen, die das Einfädeln der Kabel noch einfacher gestalten. Einfach anzubringen sind Schläuche aus einem Netzgewebe, die per Klett- oder Reißverschluss zusammengehalten werden. Diese Lösung ist je nach Breite schon ab etwa fünf Euro für 1,5 Meter erhältlich.

Kabelhalter für Laptops

PC-, Drucker- und Monitorkabel können so sehr gut sortiert und der gordische Kabelknoten unter beziehungsweise hinter dem Schreibtisch vermieden werden. Wer statt eines PC einen Laptop nutzt, kann die Anschlusskabel zur stationären Maus, dem zusätzlichen Monitor oder das Netzwerkkabel ganz geordnet an Ort und Stelle lassen. Dafür gibt es Kabelhalter oder -ablagen, die auf, am oder unter dem Schreibtisch angebracht werden. Kommt man mit dem Laptop wieder nach Hause, genügt ein einfaches Einstecken der gut sortierten Kabel und das Home-Office ist wieder voll einsatzbereit.

Fußleisten mit Kabelkanal

Doch nicht nur die PC-Kabel sorgen für unschönen Kabelsalat. Besonders in Altbauten sind Steckdosen oft knapp, so dass alle Geräte über ein oder zwei Steckdosen versorgt werden müssen. Ohne Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel, die von einer Seite des Raums in alle übrigen Ecken geführt werden, geht es dabei nicht. "Für lange Kabel, die an der Wand entlang von einer Ecke des Zimmers zur anderen führen, empfiehlt sich ein ganz normaler Kabelkanal", rät Diplom-Designerin Katharina Semling. Die meist weißen quadratischen Kästen kann man direkt auf der Fußleiste entlangführen. Dort fällt der Kanal am wenigsten auf.

Schmale Kabel beispielsweise von Lautsprecherboxen oder dem Netzwerkanschluss kann man möglicherweise sogar in der Fußleiste verstecken. In vielen handelsüblichen Fußleisten sind Kabelkanäle von vornherein vorgesehen. Viel Platz bietet diese Lösung allerdings nicht. Aber auch Kabelkanäle können dekorativ eingesetzt werden. Es gibt beispielsweise halbrunde Modelle aus Alu mit verschiedenen Oberflächenveredelungen von hochglanzlackiert bis Roheisen-Look, hinter denen bis zu zehn Kabel elegant verschwinden.

Tipps und Lösungen für das Kabel-Chaos
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Lose Kabel können lebensgefährlich werden

Doch das Kabel-Wirrwarr sollte nicht nur aus optischen Gründen versteckt werden, betont Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion "Das sichere Haus" in Hamburg. "Frei liegende Kabel können zu Stolperfallen werden", sagt Woelk. Lässt sich zum Beispiel die Telefonbuchse nicht verlegen, soll das Telefon aber weit entfernt davon stehen, sollte das Kabel so verlegt werden, dass niemand darüber stolpern kann. Mit einfachen Kabelschellen wird es an der Wand befestigt. Am besten führt man es an der Fußleiste entlang und um Türrahmen herum.

Sogar lebensgefährlich können stromführende Kabel für Halter von Nagetieren und deren Lieblinge werden. Wenn Chinchillas oder Hasen Kabel anknabbern und dabei die stromführenden Kupferfasern freilegen, könne derjenige, der die beschädigte Stelle berührt, einen Stromschlag bekommen, warnt Woelk.

Kabel als Wanddeko

Eine Alternative zum Verstecken von Kabeln ist das genaue Gegenteil. "Es gibt Kabelclips in Form von Blättchen, mit denen die Kabel an der Wand befestigt werden können", sagt Semling. Mit etwas künstlerischem und handwerklichem Geschick kann man aus langen Kabeln sogar wahre Wandgemälde formen. "Mein Favorit ist die Kabelkunst der Engländerin Maisie Maud Broadhead", so Semling. "Sie hat mit dem Kabel einer Lampe und Kabelnägeln über einem Kamin ein eigenständiges Bild gefertigt." Wem das zu aufwändig ist, der belässt es am besten dabei, seine Kabel einfach verschwinden zu lassen.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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