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Hochdruckreiniger: Worauf man beim Kauf achten muss

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Hochdruckreiniger können sogar Schaden anrichten

Autor: sj

Hochdruckreiniger richtig verwenden

Hochdruckreiniger richtig verwenden

Fassade und Terrasse werden im Nu wieder schön sauber. Doch bei falscher Handhabung drohen Schäden. Worauf Sie achten müssen und Tipps für sinnvolles Zubehör


Ob Gehwegplatten mit Moos überzogen sind oder sich auf Fassade und Terrasse der Dreck festgesetzt hat: Ein Hochdruckreiniger erspart mühsames Schrubben. Mit ihm lassen sich selbst hartnäckige Verschmutzungen an Wand und Boden leicht beseitigen. Doch sowohl bei der Anschaffung als auch beim Gebrauch kann man viel falsch machen. Im schlimmsten Fall drohen sogar Schäden. Worauf Sie bei der Arbeit achten und welche Fehler im Umgang mit Hochdruckreinigern Sie vermeiden sollten.

Hochdruckreiniger verbrauchen vergleichsweise wenig Wasser. Laut Hersteller Kärcher benötigt ein Gerät mit 100 bar etwa 400 Liter Wasser pro Arbeitsstunde. Ein Gartenschlauch versprüht in der gleichen Zeit etwa die achtfache Menge.

Nicht allein der Druck ist wichtig

Die Reinigungsleistung hängt nicht allein vom Druck ab. Vielmehr sollte man beim Kauf eines Hochdruckreinigers darauf achten, dass Druck und Wassermenge aufeinander abgestimmt sind. Arbeitet ein Gerät mit viel Druck und wenig Wasser, hat die Düse einen zu geringen Wirkungsgrad. Weil das Wasser in diesem Fall nach dem Austritt in alle Richtungen zerstäubt wird, muss man die Düse dicht über den Boden halten und braucht länger für die gleiche Fläche.

Hochdruckreiniger für den normalen Hausgebrauch sollten zwischen sechs und zehn Liter Wasser pro Minute versprühen können, rät der TÜV Süd. Der Arbeitsdruck sollte bei mindestens 100 bar liegen, was einer Motorabgabeleistung von rund 1,5 bis 1,6 Kilowatt entspricht.

Wer Öl- und Fettflecken beseitigen will, braucht mehr als Luft und Wasser. Neben dem wirksamen Einsatz von Reinigungsmittel hilft es schon, wenn man warmes Wasser verwendet. Hochpreisige Geräte verfügen zu diesem Zweck über einen internen Brenner, der das Wasser erhitzt. Die günstigeren Kaltwassergeräte können aber zumeist auch mit warmem Wasser aus der Leitung betrieben werden. Welche Temperatur das Wasser haben darf, wird beim jeweiligen Gerät angegeben. Reinigungsmittel sollte man allerdings möglichst sparsam verwenden, um die Umwelt nicht zu belasten.

Sinnvolles Zubehör für den Hochdruckreiniger

Gutes Zubehör ist sehr wichtig bei Hochdruckreinigern. Wer Terrasse und Gehweg säubern will, sollte sich unbedingt einen Flächenreiniger mit Bürste zulegen. Allerdings gehört dieses Zubehör nur selten zur Standardausstattung. Die Anschaffung lohnt sich allerdings. Damit werden größere Flächen wesentlich schneller und bequemer sauber. Häufiger findet sich neben der üblichen Flachstrahldüse auch eine Rotationsdüse im Paket, die durch den Wasserdruck einen kreisförmig rotierenden Punktstrahl erzeugt. Die Rotordüse kombiniert den hohen Aufpralldruck mit einer größeren Flächenwirkung und eignet sich daher gut, um großflächig besonders hartnäckige Verschmutzungen zu beseitigen.

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Das Zubehör lässt sich recht einfach an das jeweilige Bajonettsystem andocken – allerdings passen alle Erweiterungen immer nur auf die Geräte des jeweiligen Herstellers. Einen Standardanschluss gibt es nicht. Wichtig ist bei allen Geräten, dass Schlauch und Reinigungsdüse ausreichend lang sind. Nur so ist ein bequemes und sicheres Arbeiten gewährleistet. Ist die Düse zu kurz, arbeitet man automatisch in gebückter Haltung – Rückenschmerzen sind vorprogrammiert.

Sicherheit im Umgang mit dem Hochdruckreiniger

Abseits solcher haltungsbedingten Schäden ist Hochdruckreinigen ohnehin gefährlich. Der harte Strahl sollte nicht ungeschützt auf die Haut treffen, sonst sind Blutergüsse programmiert. Besonders tückisch sind allerdings die umherfliegenden Steinchen und Schmutzpartikel, die leicht das Auge treffen können. Kinder sollten deshalb unbedingt in ausreichender Entfernung bleiben – auch wenn der kühle Wasserstrahl an warmen Tagen sehr verlockend für die Kleinen ist. Um Stromunfälle zu vermeiden, muss man außerdem natürlich darauf achten, dass sich die Steckdose, an die der Hochdruckreiniger angeschlossen ist, nicht im Arbeitsbereich befindet

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Optimalen Sprühabstand finden

Beim Reinigen ist der richtige Abstand der Düse entscheidend. Je dichter die Düse über den Boden geführt wird, desto gründlicher reinigt sie. Allerdings braucht man bei dem geringen Wirkungskreis auch länger für eine bestimmte Fläche. Je nach Oberfläche ist zudem Vorsicht geboten: Der Punktstrahl kann eine durchschlagende Wirkung haben, wenn man ihn in zu geringem Abstand auf eine empfindliche Fläche hält.

Reifenhersteller Continental warnt beispielsweise, einen Mindestabstand von 20 Zentimetern zwischen dem Sprühkopf und einem Reifen einzuhalten, weil sonst die Seitenwand des Reifens beschädigt werden könnte. Bei lackierten Flächen kann bei direktem "Beschuss" der Lack abplatzen. Auch die Kanten von Gehweg-Platten und ähnliches können beschädigt werden, wenn ein harter Strahl aus zu geringem Abstand und mit zu viel Druck auf sie trifft. Unser Tipp: Starten Sie zunächst mit wenig Druck und erhöhen Sie diesen dann behutsam nur so weit, wie es für effektive Reinigung notwendig ist.

Quelle: zuhause.de

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