Autor: rw
Die Architekten entwarfen das Hobbit-Haus nach den Vorgaben aus Tolkiens Büchern. (Quelle: archerbuchanan.com)
Spätestens seit der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" kennt fast jeder das Volk der Hobbits, das inmitten der Wälder und Wiesen des Auenlandes ein friedfertiges Leben führt. Aktuell entfacht der neue Film von Peter Jackson erneut weltweit das Hobbit-Fieber. Schon lange vorher war der US-Amerikaner Vince Donovan Fan der Saga aus der Feder J.R.R. Tolkiens. Als ihm zuhause der Platz ausging für all die Bücher, Figuren und anderen Sammlerstücke, entschloss sich Donovan zu einem ganz besonderen Schritt: Der Tolkien-Fan ließ sich sein eigenes, echtes Hobbithaus bauen. Wir laden Sie ein zu einem Rundgang durch das Hobbithaus.
Als die Geschichte vom Hobbit Frodo, der das Auenland verlassen und den "Einen Ring" in den Feuern Mordors vernichten muss, in den Kinos weltweit ein Millionenpublikum in seinen Bann zog, war Vince Donovan längst vom Tolkien-Fieber infiziert. Schon damals platzte sein eigentliches Zuhause wegen all der Bucheditionen, Figuren und anderen Sammelstücken zur Tolkien-Saga aus allen Nähten.
Gemeinsam mit Architekt Peter Archer überlegte Donovan, wie man der wachsenden Sammlung einen würdigen Rahmen geben könnte. 2004 entstanden dann die ersten Entwürfe zum Hobbithaus. Tolkien beschreibt in seinen Büchern ziemlich detailliert, wie die Häuser von Bilbo, Frodo und Co. aussehen. Für Archer und Donovan war es wichtig, bei der Konzeption des Hobbithauses möglichst nah an der literarischen Vorlage zu bleiben. In der Praxis erwies sich das als nicht so einfach.
So sollte beispielsweise die Haustür unbedingt kreisrund sein, wie es eben auch die Türen von Frodo und den anderen Hobbits im Buch sind. Beim Versuch, einen Handwerker zu finden, der eine solche Haustür fertigt, hagelte es zunächst Absagen. Die besondere Schwierigkeit: Das volle Gewicht der massiven Holztür muss wegen der runden Form von nur einem einzigen Scharnier gehalten werden.
Unmöglich sei das, so die Einschätzung der meisten Fachleute, die Archer und Donovan mit dem Problem betrauten. Doch die beiden gaben nicht auf. Schließlich baute Schmied Michael Coldren das Scharnier. Die Wand, an der dieses befestigt werden musste, wurde mit hartem Douglasfichtenholz verstärkt, das hinterher überputzt wurde.
Insgesamt ist es wohl nur der großen Beharrlichkeit Donovans zu verdanken, dass es das Hobbit-Haus in seiner jetzigen Form überhaupt gibt. Fast alle Details sind nach Maß gefertigte Einzelstücke. Jeder einzelne Dachziegel ist aus Ton handgeformt.
Ein Tolkienfan hat sich ein originalgetreues Hobbithaus errichtet. Jeder Dachziegel ist handgefertigt. Die runde Haustür war die größte Herausforderung. zum Video
Diese Liebe zum Detail setzt sich auch im Innern des Hobbit-Hauses fort. Auch wenn aus praktischen Gründen seine Deckenhöhe deutlich über der seiner literarischen Vorlage liegt – Hobbits werden laut Tolkien maximal 1,20 Meter groß – fühlt man sich hier ganz wie bei Frodo zuhause und nicht wie im Nordosten der USA. Auf modernen Komfort muss Donovan in seinem Hobbit-Haus trotzdem nicht verzichten. Fußbodenheizung und Klimaanlage sind zwar nicht zu sehen, gehören aber dennoch zur Ausstattung dazu.
Einen guten ersten Eindruck vom Hobbit-Haus liefert Ihnen unsere Foto-Show.
Quelle: zuhause.de
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