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Herbstanemone pflanzen: die richtige Pflege für die Anemone

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Herbstanemone: zarte Blüten für den Spätsommer

Die Herbstanemone zeigt ihre Blüte ab Spätsommer. (Quelle: imago/blickwinkel)

Die Herbstanemone zeigt ihre Blüte ab Spätsommer. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wenn in Spätsommer und Herbst viele Blumen allmählich verblühen, trumpft die Herbstanemone (Anemone japonica) gerade auf. Die zarten Blüten der Anemone sind ein Hingucker, ob im Blumenbeet oder alleine im Kübel. Ihre Pflege ist relativ einfach. Nur Trockenheit schätzt die Herbstanemone nicht. Was es bei der Pflege der Herbstanemone sonst noch zu beachten gilt.

Bei der Auswahl einer Herbstanemone ist ihre Blüte wohl das wichtigste Kriterium. "Nach ihrer Form werden drei Gruppen unterschieden: einfache Blüten mit bis zu fünf Blättern, halbgefüllte und gefüllte Blüten, erläutert Stefan Muß, Gärtnermeister aus Köln. Die Farbpalette reicht von Weiß über Rosa und Pink bis zu Purpurrot. Je nach Sorte sitzen bis zu 15 Blüten auf einem einzigen Stiel, der zwischen 60 und 140 Zentimeter lang wird. Bei einem Windhauch bewegen sich die Blüten.

Standort: Herbstanemone will viel Licht

Hobbygärtner sollten aber wissen: Weiße Herbstanemonen sind etwas empfindlicher als rosa oder pinkfarbene Sorten. Herbstanemonen brauchen einen Platz in der Sonne oder im lichten Schatten. Als Faustregel kann man sagen: Je heller der Standort ist, desto blüh- und wuchsfreudiger ist die Pflanze. Allerdings sollten die Pflanzen nicht einseitig Schatten beziehungsweise Sonne bekommen. Sonst wachsen die Blütenstiele schräg zum Licht hin, und die Standfestigkeit leidet. Der Boden sollte durchlässig und humos sein. Je feuchter der Boden, desto mehr Sonne vertragen die Pflanzen.

Herbstanemonen vermehren sich durch Ausläufer

In einem lockeren, humosen Boden breiten sich Herbstanemonen durch Ausläufer aus. Daher sollten Hobbygärtner beachten, dass sie rund um die Pflanze nicht hacken dürfen – sonst zerstören sie die Ausläufer. Die Blüten bleiben nach der Blüte am besten stehen, damit die Pflanzen ihre kugeligen Fruchtstände bilden. Sie haben eine weiße, wollige Struktur, die in den Wintermonaten eine schöne Zierde sind.

Anemone im Kübel vor Frost schützen

Die Anemone kann im Beet allein stehen, aber auch im Kübel geben die Pflanzen ein schönes Bild ab. Dann brauchen sie im Sommer aber ausreichende Bewässerung. Im Winter müssen die Pflanzen vor Frost geschützt werden.

Anemone mit Bodendeckern pflanzen

Im Beet mit anderen Pflanzen, am besten in einer Gruppe mit drei bis fünf Pflanzen, kann die Anemone als Hingucker dienen. Damit sie nicht untergehen, sollten die Nachbarn allerdings niedriger sein. Perfekte Partner sind Bodendecker oder niedrige Farne. Auch Hortensien empfehlen sich als Begleiter. Deren große blaue und rosafarbene Blütenbälle beginnen im Spätsommer allmählich zu vergrünen, so dass die hellrosa Blütenschalen der Herbstanemonen daneben gut auffallen.

Pflege: Herbstanemone regelmäßig gießen

Herbstanemonen sollten bereits im Frühling gesetzt werden. Nach dem Setzen muss die Anemone gut gegossen werden. Die Stauden vertragen weder Staunässe noch Trockenheit. Der Boden unter den üppigen Blattpolstern sollte daher immer mäßig feucht sein. Im April, Mai und im Juli benötigen die Pflanzen eine Portion normalen Gartendünger. Etwa 20 Gramm pro Quadratmeter sind ausreichend. An schattigen Standorten sollte weniger gedüngt werden. Sonst wird das Wachstum zu sehr gefördert.

Herbstanemone leidet unter Regen

Eine besondere Behandlung brauchen die Pflanzen auch, um sie vor dem Regen zu schützen: Besonders nach längeren Schauern können die Blüten für die zierlichen Stiele zur Last werden. Deshalb sollte man den Anemonen zusätzlich Halt geben. Dies geschieht zum Beispiel mit einem Staudenring, mit dem gleich mehrere Blütenstiele auf Höhe von zwei Dritteln der Stängel erfasst werden.

Anemone ist nach zwei Jahren winterhart

Wenn die Herbstanemone nicht auf Anhieb zum Prachtexemplar im Garten avanciert, ist Geduld gefragt. Wie die Pfingstrose oder die Funkie braucht sie ein oder zwei Jahre, bis sie sich an ihren Platz gewöhnt hat. Deshalb sollte man sie – unabhängig vom Klima – in den ersten beiden Wintern mit Nadelreisig und Herbstlaub schützen. Ist sie jedoch erst mal gut angewachsen, ist die Herbstanemone nahezu unverwüstlich. Anders als viele Stauden kann sie dann auch ruhig viele Jahre an derselben Stelle bleiben.

Herbstanemone für den Garten

Das Sortiment der Arten und Sorten ist breitgefächert. Die wichtigsten Arten sind Anemone tomentosa und hupehensis, erläutert Hermann Gröne, Buchautor aus Nettetal (Nordrhein-Westfalen). Sie sind auch als Filzblättrige und Japanische Herbstanemone bekannt. Und eine recht alte Kulturform aus Japan ist meist unter der botanischen Bezeichnung Anemone japonica oder Anemone hupehensis var. japonica zu finden. Daneben gibt es knapp 30 verschiedene Sorten in den Katalogen von Staudengärtnereien und in gut sortierten Gartencentern.

Einige davon haben sich besonders bewährt. "'Honorine Jobert' blüht weiß und hat einen ausgeprägten Wildblumencharakter", beschreibt Gröne einen Klassiker im Sortiment. Er hat bereits im 19. Jahrhundert die Gärten geziert. Die Sorte blüht halbgefüllt und wird etwa einen Meter hoch. Ähnlich früh entstand die einfachblühende Sorte 'Robustissima', die ihrem Namen alle Ehre macht und auch mit einem trockeneren Boden klarkommt. Ihre rosafarbenen Blüten machen sich gut in spätsommerlichen Blumensträußen.

Unter den frühblühenden Varianten empfiehlt Gröne die starkwüchsige 'Praecox', deren Blüten zwischen Altrosa und Karminrosa variieren. Allerdings rät er davon ab, sie in einen kleinen Garten zu pflanzen, wo sie rasch überhandnehmen können. Eine etwas hellere Alternative ist 'Ouvertüre', die durch ihre Vitalität und Standfestigkeit auffällt. "Die Sorte 'Pamina' bleibt mit gut 60 Zentimetern Höhe eher niedrig", sagt der Buchautor Gröne. Sie blüht halbgefüllt. Damit ähnelt sie der historischen Herbstanemone 'Prinz Heinrich', deren magentarote, gefüllte Blüten auf gut einem Meter hohen Stielen stehen.

Quelle: dpa-tmn

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