Autor: sj
Im Winter ist es besonders ärgerlich, wenn die Heizung ausfällt. Bei Minusgraden kühlt die Wohnung in kürzester Zeit aus. Umso wichtiger ist es, den Fehler schnell zu beheben. Manchmal lässt sich der Defekt schon mit wenigen Handgriffen selbst reparieren. Doch auch wenn der Heizungstechniker kommen muss, ist es ratsam, vorher schon ein paar mögliche Ursachen zu prüfen. So kann der Monteur gleich die passenden Ersatzteile mitbringen. Wie man bei einer defekten Heizung am besten vorgeht und wann man besser den Installateur rufen sollte: Mit diesen Tipps wird die Heizung schneller wieder warm.
Man kommt fröstelnd nach Hause, dreht die Heizung auf, doch statt dass sich langsam wohlige Wärme breit macht, hört man nur ein Gluckern oder es bleibt gar komplett still. Aber was ist zu tun, wenn die Heizung kalt bleibt? Bevor man den Installateur anruft, empfiehlt es sich, ein paar mögliche Ursachen abzuklären. Zunächst sollte man die Heizkörper unter die Lupe nehmen. Wird der Heizkörper nur unten warm, deutet dies darauf hin, dass sich Luft breit gemacht hat. Die Heizung muss sehr wahrscheinlich entlüftet werden. Das kann man sehr leicht eigenhändig erledigen – selbst als Mieter: So entlüftet man die Heizung richtig.
Ansonsten ist es Aufgabe des Vermieters, sich um die Beseitigung des Heizungsproblems zu kümmern. Er muss den Installateur beauftragen. Als Mieter sollte man sich daher unverzüglich an seinen Vermieter wenden, wenn die Heizung ausfällt. Reagiert der Hausbesitzer nicht zeitnah, setzt man ihm zunächst eine Frist, bis wann der Mangel behoben werden soll. Erst nach deren Ablauf hat der Mieter das Recht, selbst einen Fachbetrieb mit der Reparatur der Heizung zu beauftragen. Die Kosten hat der Vermieter zu tragen. Wenn dieser die Kosten nicht direkt übernimmt, können sie mit den nächsten Mietzahlungen verrechnet werden.
Weil ein Totalausfall der gesamten Heizung im Winter die gesamte Wohnung unbewohnbar machen kann, sind hohe Mietminderungen möglich. Nach laufender Rechtsprechung sind unter bestimmten Umständen sogar Mietminderungen von bis zu 100 Prozent bei einer kaputten Heizung im Winter rechtens.
Bleibt die Heizung komplett kalt, kann das verschiedene Gründe haben. Bei einer Ölheizung ist ein Blick auf den Füllstand des Heizöltanks ratsam. Hat die Füllhöhe 15 Zentimeter unterschritten, sollte man Heizöl nachbestellen. Ist ausreichend Öl vorhanden, könnte Wassermangel im Heizsystem die Ursache sein. Dann wird zu wenig Druck aufgebaut, was zur Folge hat, dass die oberen Heizkörper nicht warm werden oder die Heizung auf Störung schaltet.
Den Wasserdruck kann man am Manometer der Heizungsanlage ablesen. Der benötigte Druck variiert je nach Gebäude und wird im Manometer meist durch einen roten Zeiger angezeigt. Über den tatsächlich vorherrschenden Druck gibt bei gewöhnlichen Anzeigegeräten ein schwarzer Zeiger Auskunft. Es lässt sich mit einem Blick ablesen, ob der Druck zu niedrig ist und Wasser nachgefüllt werden muss.
Eine weitere einfach zu überprüfende Fehlerquelle ist die Zeitschaltschaltuhr. Besonders zu Beginn der Heizperiode kann es sein, dass die Heizkörper nicht warm werden, weil die Heizung noch im Sommer-Modus arbeitet oder die Zeitsteuerung nach der Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit noch nicht angepasst wurde. Dann lässt sich das Problem leicht mithilfe der Bedienungsanleitung beheben.
Helfen die einfachen Maßnahmen nicht, kann auch eine defekte Umwälzpumpe oder eine Störung im Brenner der Grund für den Heizungsausfall sein. Beispielsweise könnte die Düse verstopft sein. Dann sollte man einen Fachmann für die Reparatur hinzuziehen.
Quelle: zuhause.de
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