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Heizöl-Lieferung genau überwachen: Viele Lieferanten tricksen

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Teure Schummeleien bei der Heizöl-Lieferung

Autor: rw

Heizöl: Viele Händler schummeln bei der Lieferung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Heizöl: Viele Händler schummeln bei der Lieferung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Noch immer werden in Deutschland rund ein Drittel aller Haushalte mit Öl beheizt. Immer wieder kommt es bei den Lieferungen zu Tricksereien der Lieferanten. Manch Lieferant pumpt beispielsweise zwischendurch Luft statt Öl in den Heizungstank. Doch wie kann man sich vor Betrügereien bei der Heizöl-Lieferung schützen? Mit dieser Checkliste für die Heizöl-Lieferung können Sie sich absichern.

Kunden sollten jede Heizöllieferung kritisch überwachen. "Lassen Sie den Lieferanten nicht alleine", rät Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher. Wer den Lieferprozess genau beobachte und protokolliere, könne sich leichter vor Tricksereien der Händler schützen, erklärt der Experte. Vor jeder Lieferung sollten Kunden beispielsweise dokumentieren, wie viel Heizöl noch im Tank ist.

Wie viel Heizöl ist noch im Tank?

"Bei einem quaderförmigen Tank messen Sie dazu am besten die Füllhöhe", erklärt Peters. Bei einem Kunststofftank oder einer Tankbatterie könne der Füllstand mit einem Filzstift auf der Behälterwand markiert werden, bei einem Kugeltank messe man mit einem Längenmaß oder Peilstab. Dabei sollte man darauf achten, den Peilstab auf den letzten 30 Zentimetern nur sehr langsam und vorsichtig einzuführen, damit kein Schmutz aufwirbelt, wenn der Stab den Tankboden erreicht. Zumindest Krasse Abweichungen zwischen angeblich und tatsächlich gelieferter Ölmenge fallen so auf.

Jede Heizöl-Lieferung genau protokollieren

Darüber hinaus sollte jede Öllieferung gut protokolliert werden. Dabei hilft eine fortlaufende Liste, in die jede Lieferung eingetragen wird. "Notiert werden sollten Datum der Lieferung, Restmenge im Tank und die getankte Menge Öl", erklärt Peters. Außerdem ist es sinnvoll, die Kennzeichen von LKW und Anhänger aufzuschreiben. Wenn später aufgrund der dokumentierten Werte der Verdacht aufkommt, bei einer Lieferung betrogen worden zu sein, kann man die Lieferung so auch noch nach Monaten einem bestimmten Fahrer zuordnen.

Eichsiegel und Zählerstand am Tankwagen beachten

Auch während der Lieferung selbst sollten Kunden wachsam für Unregelmäßigkeiten sein. "Achten Sie auf die Gültigkeit der Eichplakette", empfiehlt Peters. An der Mess-Anlage des Tankwagens muss sich ein aktuelles Siegel der Eichbehörde befinden. Außerdem sollten sich Kunden vor Beginn der Ölabgabe vergewissern, dass das Zählwerk am Tankwagen auf Null steht.

Manch Lieferant pumpt Luft statt Heizöl in den Tank

Lassen Sie sich außerdem die beiden Kontrollschaugläser des sogenannten "Gasmessverhüters" zeigen. Dieser soll verhindern, dass unbemerkt Luft statt Heizöl in den Tank gepumpt wird. Solange der Zähler läuft muss im oberen Schauglas immer Öl zu sehen sein. Ist kein Öl sichtbar, muss auch der Zähler still stehen. Das unteren Schauglas sollte während der Abgabe ebenfalls möglichst durchgehend mit Öl gefüllt sein. Wenn hier zwischendurch für kurze Zeit nur Schaum und Blasen zu sehen sind, beeinträchtige dies das Mess-Ergebnis aber nicht unzulässig, teilt die Gütegemeinschaft Energiehandel mit.

Einen vertrauenswürdigen Lieferanten finden

Ganz ausschließen, dass man an einen betrügerischen Lieferanten gerät, kann man nicht. Um das Risiko, an einen Trickser zu geraten, aber wenigstens zu verringern, sollten Sie Ihr Heizöl nur bei einem Händler kaufen, der mit dem "RAL Gütezeichen Energiehandel" zertifiziert ist. Um herauszufinden, ob Ihr Händler das Gütezeichen trägt, oder um einen zertifizierten Händler in Ihrer Nähe zu finden können Sie diese Händlersuche der Gütegemeinschaft Energiehandel nutzen.

Quelle: dpa-tmn

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