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Heizkosten sparen: Tipps für die Heizung

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20 Grad Raumtemperatur genügen im Wohnzimmer

Autor: sj; rw; dpa-tmn

Heizung herunterdrehen spart Heizkosten. (Quelle: imago/Chromorange)

Man muss die Heizung nur wenig herunterdrehen, um Heizkosten zu sparen. (Quelle: Chromorange/imago)

Auch wenn die Verbraucherpreise für Heizöl und Gas zuletzt rückläufig waren, macht die Heizung noch immer einen Großteil der Energiekosten von Privathaushalten aus. Bereits kleine Maßnahmen helfen dabei, die Heizkosten zu senken. Schon wer die Raumtemperatur um nur ein Grad senkt, reduziert die Heizkosten spürbar. Doch wie hoch sollte die Temperatur in den unterschiedlichen Zimmern sein? Und wie kann man darüber hinaus Heizenergie einsparen? Mit diesen Tipps sparen Sie wirksam Heizkosten.

Kleine Maßnahme mit großer Wirkung: Die Heizung ein bisschen weniger aufzudrehen als gewohnt, führt zu erheblichen Einsparungen. Sechs Prozent der Heizkosten kann ein Haushalt im Schnitt sparen, wenn die Raumtemperatur um nur ein Grad gesenkt wird. Darauf weist die Verbraucher Initiative in Berlin hin. Bei einer durchschnittlichen 70-Quadratmeterwohnung, die mit Heizöl beheizt wird, sind das immerhin gut 50 Euro im Jahr.

Wie stark man die einzelnen Zimmer heizen sollte

Im Wohn- und Esszimmer reicht nach Ansicht der Experten eine Raumtemperatur von 20 Grad. Im Kinder- und Arbeitszimmer sollten es maximal 22 Grad, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad sein. In der Küche heizten Elektrogeräte wie Herd und Spülmaschine gut ein, so dass hier oft nicht viel zusätzlich geheizt werden müsse. Allerdings sollte überall im Haus mindestens eine Grundtemperatur von 16 Grad herrschen, rät die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin. Sonst könne sich Tauwasser und dadurch später Schimmel bilden.

Unabhängig davon, welche Temperatur man selbst einstellt, müssen in deutschen Mietwohnungen mindestens 20 Grad erreicht werden können. Wird die Heizung nicht warm genug, dürfen Mieter ihre monatlichen Zahlungen kürzen, wie die laufende Rechtsprechung zu kaputten Heizungen in Mietwohnungen zeigt.

Heizungsventile komplett aufdrehen

Wenn ein zentrales Thermostat die Heizungsanlage für die gesamte Wohnung regelt, sollten die Ventile an den einzelnen Heizkörpern voll aufgedreht werden, empfiehlt die Stiftung Warentest. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wird das Raumthermostat so eingestellt, dass die Wohnung auf 20 Grad erwärmt werden soll, und manche Heizkörper sind nur halb aufgedreht, kann die gewünschte Temperatur nicht erreicht werden. Sollen dagegen einzelne Räume kühler bleiben, kann man an deren Heizkörpern die Temperatur individuell herunter regeln.

Abends die Jalousien schließen

Damit die Wärme gut in den Raum abstrahlt, ist es wichtig, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll, rät die dena. Entsprechende Dämmplatten gibt es im Baumarkt. Heruntergelassene Jalousien können die Räume zusätzlich dämmen und nachts dafür sorgen, dass die Kälte draußen bleibt, erläutert die Verbraucher Initiative.

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Fenster und Türen richtig abdichten

Undichte Fenster und zugige Türen sollten gedämmt werden. Oft genügt es, die Fensterbeschläge neu zu ölen und einzustellen. Ritzen und Spalten werden mit Dichtungsbändern aus Schaumstoff oder Gummi abgedichtet. Damit das fenstereigene Gummi länger hält, sollte man es hin und wieder mit Grafit einreiben. Dann bleibt es geschmeidig. Wie man Zugluftquellen aufspürt und weitere Tipps zum Abdichten von Fenstern und Türen haben wir für Sie zusammengestellt.

Stoßlüften besser als Kippen

Statt voll einzuheizen und das Fenster lange zu kippen, sollten die Bewohner mehrmals am Tag für ein paar Minuten das Fenster ganz öffnen. Wie oft und wie lange man lüften sollte, hängt natürlich von Wetter und Jahreszeit ab. Eine DIN-Norm zum richtigen Lüften empfiehlt für die kalten Wintermonate, viermal täglich für fünf Minuten stoß zu lüften. Noch besser sei Querlüften, also zwei Fenster ganz aufzumachen, so dass der Luftaustausch noch besser und schneller klappt. Senken lassen sich die Kosten zudem, wenn Verbraucher die Heizung herunterdrehen, sobald sie die Wohnung verlassen. Die dena empfiehlt, mit elektronischen Reglern auch nachts die Heiztemperatur abzusenken.

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Hydraulischer Abgleich stellt Heizung optimal ein

Das richtige Heizverhalten führt allerdings nur dann zum Erfolg, wenn auch die Anlage einwandfrei funktioniert. Die regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass Verschleißteile rechtzeitig ersetzt und Schmutz entfernt wird. Wenn Heizkörper rauschen oder ungleichmäßig warm sind, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Ein Fachmann sollte die Heizung gründlich überprüfen: Mit einem sogenannten "hydraulischen Abgleich" sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden.

Heizkörper entlüften – so geht's

Ein Blick auf die Heizungspumpe ist laut dena ebenfalls lohnenswert. Ersetzt durch ein kleineres und effizienteres Modell, wirkt sich ein Austausch positiv auf der Stromrechnung aus. Weniger aufwändig, aber umso wichtiger ist das regelmäßige Entlüften der Heizkörper. Diese Aufgabe kann jeder Heizungsbetreiber selbst durchführen. Was man beim Entlüften der Heizung beachten sollte und wie man ein defektes Thermostat austauscht – hier gibt's die Anleitung.

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Heizstoffe möglichst günstig einkaufen

Sparen kann man aber natürlich nicht nur durch die Senkung des eigenen Verbrauchs, sondern auch dadurch, dass man seine Heizstoffe besonders günstig einkauft. Insbesondere Heizöl, aber auch Gas und Pellets unterliegen erheblichen Preisschwankungen. Besitzer einer Gasheizung können besonders einfach Geld sparen, indem sie zu einem günstigeren Gasanbieter wechseln. Das geht schnell und unkompliziert. Bei Heizöl sollte man die aktuelle Preisentwicklung im Auge haben, um dann bei einem günstigen Preis zuzuschlagen.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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