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Heizkosten: Mit 6 einfachen Tipps hunderte Euro weniger zahlen

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Im Handumdrehen die Heizkosten senken

24.10.2011, 15:51 Uhr

Schon mit einfach Tipps lassen sich die Heizkosten senken. (Quelle: imago)

Schon mit einfach Tipps lassen sich die Heizkosten senken. (Quelle: imago)

Wenn die Temperaturen nach unten gehen, werden in den Wohnungen die Heizungen aufgedreht. Doch wer es mollig warm mag, erlebt im Frühjahr oft eine böse Überraschung: Die Preise für konventionelle Heizstoffe wie Öl und Gas klettern seit Jahren in immer neue Höhen, und auch Pellets werden tendenziell eher teurer als günstiger. Umso wichtiger ist es, möglichst effizient mit der teuren Heizenergie umzugehen. Mit diesen sechs Tipps können Sie Ihre Heizkosten deutlich senken.

Sparsames Heizen beginnt mit der einfachen Frage: "In welchen Räumen will ich welche Raumtemperatur haben?" Dies hängt in erster Linie von der Nutzung des jeweiligen Zimmers ab. In Räumen, in denen man sich seltener aufhält, sollte man auch die Heizkörper niedriger einstellen.

20 bis 22 Grad sind optimal

Als Orientierung empfiehlt Birgit Holfert, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale in Berlin, 20 Grad als ideale Raumtemperatur für Wohn-, Ess-, und Arbeitszimmer und 22 Grad für das Bad. Im Schlafzimmer reichten schon 16 bis 18 Grad. Auch für die Küche brauche man nicht wesentlich mehr, weil dort zusätzliche Wärme beim Kochen entsteht. Damit sich die Wärme nicht wieder gleichmäßig in der ganzen Wohnung verteilt, sollten die Türen zwischen den Zimmern am besten geschlossen bleiben.

20 bis 22 Grad im Wohnraum sind also angemessen. Das sehen auch die deutschen Gerichte so: In Mietwohnungen müssen demnach mindestens 20 Grad erreicht werden können, sonst dürfen Mieter ihre monatlichen Zahlungen kürzen, wie die laufende Rechtsprechung zu kaputten Heizungen in Mietwohnungen zeigt.

Heizungsventile komplett aufdrehen

Regelt ein zentrales Thermostat die Heizungsanlage für die gesamte Wohnung, sollten die Ventile an den einzelnen Heizkörpern voll aufgedreht werden, so die Empfehlung der Stiftung Warentest. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wird das Raumthermostat so eingestellt, dass die Wohnung auf 22 Grad erwärmt werden soll, wobei manche Heizkörper aber nur halb aufgedreht sind, können diese die gewünschte Temperatur nicht erreichen. Andersherum geht das aber: Sollen einzelne Räume kühler bleiben, kann man an deren Heizkörpern die Temperatur individuell herunter regeln.

Wichtig ist auch, dass alle Heizkörper frei stehen. Nur so kann die warme Luft gut im Raum zirkulieren und die volle Heizleistung des Heizkörpers wird auch ausgeschöpft. Wird ein Heizkörper zum Beispiel von einem Sofa zugestellt, heizt er zwar die Außenwand, aber kaum noch den Innenraum.

Vorhänge helfen beim Energiesparen

Nachts, wenn die Kälte in die Wohnung kriecht, sollte man sich abschotten, so gut es eben geht. Vor alte Fenster kann man beispielsweise schwere, dichte Vorhänge hängen. Gerade in einem Altbau geht sonst sehr viel Heizenergie durch die Fenster verloren. Herunter gelassene Rollos und Rollläden sowie geschlossene Fensterläden mindern ebenfalls den Energieverlust durch die Fenster.

Wer für mehrere Stunden die Wohnung verlässt, sollte die Heizung in der Zwischenzeit herunterfahren. Jedes Grad weniger Raumtemperatur reduziert die Heizkosten um rund sechs Prozent. "Über den Tag lohnt es sich durchaus, wenn man die Thermostate auf Stufe eins oder zwei stellt", empfiehlt Energieberaterin Holfert. Auch in der Nacht sollte die Heizung heruntergefahren werden. Allerdings sollte die Raumtemperatur nie unter 16 Grad fallen. Sonst kühlen die Wände aus. Um diese wieder aufzuheizen, wäre dann noch mehr Energie nötig, als man durch das Absenken der Temperatur zuvor eingespart hat.

Regelmäßiges Lüften beugt Schimmel vor

Doch man kann auch am falschen Ende sparen: Aus Angst, Wärme zu verschwenden, kommt in vielen Wohnungen das Lüften zu kurz. Davor warnt Claus Händel vom Fachverband Gebäude-Klima. "Gerade im Winter habe ich innerhalb der Räume einen großen Feuchteanfall - entweder durch Personen oder weil geduscht und gekocht wird."

Wird die feuchte Luft nicht ins Freie gelassen, kondensiert sie an den Wänden und Decken, und es bildet sich Schimmel an den feuchten Stellen. Gerade in Bad und Schlafzimmer sollte man deshalb öfter mal auf Durchzug schalten. "Alle Heizkörper runter drehen, drei bis fünf Minuten Querlüftung, Fenster schließen, alle Heizkörper wieder rauf - das ist die einzig sinnvolle Methode", sagt Händel.

Fenster nicht dauerhaft kippen

Die Fenster dauerhaft in Kippstellung zu lassen, sei keine gute Lösung für den Luftaustausch. Anstatt Fenster dauerhaft zu kippen, sollte man besser mehrmals täglich kräftig stoßlüften. Der Durchzug beschleunigt dann den Luftaustausch. "Man muss klipp und klar sagen: Das gekippte Fenster ist der pure Energieverlust", betont der Gebäudeexperte.

Vor dem ersten Heizen Anlage checken

Wichtig für möglichst niedrige Heizkosten ist darüber hinaus eine einwandfrei funktionierende Heizungsanlage. Befindet sich beispielsweise Luft in den Heizkörpern erreichen sie nicht mehr die optimale Heizleistung. Viele kleinere Reparaturen an der Heizung kann man selbst durchführen. Außerdem sollte mindestens einmal im Jahr die komplette Heizungsanlage vom Fachmann untersucht und gewartet werden, um kostenintensiv Fehlfunktionen möglichst früh zu entdecken.

Schon vor dem Einzug auf gute Dämmung achten

Man sollte übrigens bereits bei der Wohnungssuche die Heizung genau unter die Lupe nehmen. "Der einfachste Tipp ist, dass man sich von vorne herein eine Wohnung sucht, die gut gedämmt ist", sagt Aribert Peters. Seit dem Jahr 2009 gibt es den sogenannten Energieausweis, der über die energetischen Eckdaten einer Wohnung oder eines Hauses informiert. Bevor man eine Wohnung anmietet, sollte man sich für diese Informationen ausreichend Zeit nehmen. "Der Vermieter ist dazu verpflichtet, dem Mietinteressenten den Energieausweis vorzulegen." So kann der Interessent die zu erwartenden Heizkosten beurteilen.

Quelle: dpa-tmn

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