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Bei diesen Fehlern geht der stärkste Buchsbaum ein
Buchsbäume lassen sich gut in Form schneiden. (Quelle: imago/Science Photo Library)

Buchsbäume lassen sich gut in Form schneiden. (Quelle: Science Photo Library/imago)

Buchsbäume sind dankbare Pflanzen für die Gartengestaltung. Sie sind äußerst pflegeleicht und machen sowohl als Hecke als auch als Einzelgewächs eine gute Figur. Leider sind die Gewächse empfindlich für Krankheiten. Besonders ein Pilz macht dem Buchsbaum zu schaffen. Was Sie generell bei der Pflege Ihres Buchsbaums beachten sollten, haben wir hier zusammengestellt.

Vom Pilz Cylindrocladium buxicola befallener Buchbaum. (Quelle: dpa)Im Anfangsstadium färbt der Pilz Cylindrocladium buxicola nur die Blätter braun. (Quelle: dpa)Vor allem bei anhaltend feuchter Witterung findet der Erreger Cylindrocladium buxicola optimale Bedingungen, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen warnt. Die Sporen werden durch Wind verbreitet und dringen in die Triebe und Blätter ein. Gerade nach einem Rückschnitt ist der Buchsbaum besonders empfindlich. Die Folge sind braune Blattflecken an den Trieben. Danach sterben ganze Triebe, Äste und die Pflanzen ab.

Die Braunfärbung der Blätter als erstes Befallssymptom ist schwer zu erkennen. Wenn die Blätter abfallen und ganze Triebe absterben, ist der Befall bereits weit fortgeschritten. Dann hilft nur noch ein kräftiger Rückschnitt. Die Schnittwerkzeuge sollten nach Gebrauch gründlich desinfiziert werden. Dafür eignet sich zum Beispiel 70-prozentiger Alkohol. Erkrankte Pflanzenteile müssen über den Hausmüll entsorgt werden, das gilt auch für herabgefallenes Laub. Auch die oberste Erdschicht sollte entfernt werden, da der Pilz mehrere Jahre im Boden überdauern kann. Stark erkrankte Buchsbaumpflanzen sollten komplett beseitigt werden, rät die Landwirtschaftskammer.


Richtige Buchsbaumsorte schützt vor Erkrankung

Gegen den Pilz können Gärtner sich bis zu einem gewissen Grad mit der richtigen Sorte schützen. "Der traditionelle Einfassungsbuchs (Buxus sempervirens 'Suffruticosa') ist eine der empfindlichsten Sorten", sagt Heinrich Beltz, Leiter des Versuchswesens Baumschule der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Ebenso sei die Sorte 'Blauer Heinz' häufig betroffen. Widerstandsfähiger gegen Krankheiten ist die Standardsorte Buxus sempervirens var. arborescens, sogar verhältnismäßig unempfindlich sind 'Faulkner' und 'Herrenhausen'.

Gefahr durch den Buchsbaumzünsler

Schaden durch den Buchsbaumzünsler. (Quelle: zuhause.de)Schaden durch Buchsbaumzünsler. (Quelle: zuhause.de) Auch von Schädlingen droht dem Buchsbaum immer wieder Gefahr. Die Pflanze verkraftet schlechte Pflege zwar recht gut, gegen den Buchsbaumzünsler ist das robuste Gewächs allerdings machtlos. Der aus China stammende Schädling konnte sich in den vergangenen Jahren hierzulande verstärkt ausbreiten, da er hier keine natürlichen Feinde hat.

Innerhalb kurzer Zeit verwandeln die gefräßigen Raupen den Busch in ein kahles Gerippe. Dabei ernähren die Schädlinge sich nicht nur von den Blättern, sondern fressen bei Bedarf auch die Rinde ab. Sobald man erste Anzeichen für einen Befall bemerkt, sollte man sorgfältig die Raupen absammeln. Auch die Gespinste, in denen die Raupe überwintert hat, muss man entfernen.

Buchsbaum nicht ganz austrocknen lassen

Eigentlich kann der Buchsbaum selbst bei Trockenheit lange überleben – sofern er nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Trotzdem sollte man möglichst dafür sorgen, dass der Wurzelballen niemals komplett austrocknet. Das gilt vor allem für den Winter. Die immergrünen Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit über ihre Blätter Wasser. Besonders bei trockener, sonniger Kälte, wenn aus dem gefrorenen Erdreich kein Nachschub kommt, drohen Trockenschäden. Dann werden die Blätter braun und ganze Triebe sterben ab.

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Egal zu welcher Jahreszeit fühlen sich Buchsbäume im Schatten oder Halbschatten am wohlsten – allerdings bringt Sonne die robusten mediterranen Gewächse auch nicht um. Ist es längere Zeit warm, freut sich der Strauch über eine gelegentliche Dusche, die den Staub von den Blättern spült.

Vor dem Einpflanzen ausgiebig wässern

Der Boden für den Buchsbaum sollte möglichst kalkhaltig und humusreich sein. Am besten mischt man Blumenerde mit etwas Kompost. Bevor man den Buchsbaum pflanzt, sollte man ihn ordentlich wässern. Dann kann er am neuen Standort schon von einem Wasservorrat in seinen Wurzeln zehren. Bis der Busch vollständig angewachsen ist, braucht er täglich Wasser. Die Erde darf in dieser Zeit auf keinen Fall vollständig austrocknen.

Ab August nicht mehr düngen

Die meisten Buchsbäume wachsen nur sehr langsam. Deshalb braucht die Pflanze vergleichsweise wenig Nährstoffe – zumindest wenn sie im Freiland sitzt. Dann genügen ihr Kalk, Eisen und einige Hornspäne. Michael Kutter, Vizepräsident des Bundes deutscher Baumschulen, warnt vor Stickstoff-betonten Düngerpräparaten, da sie die Gefahr einer Pilz-Infektion erhöhen. "Optimal ist es, Ende August und Anfang September einen Kalimagnesia-Dünger auszubringen", rät der Gartenbau-Ingenieur. Als Topfpflanze hat der Buchsbaum einen höheren Nährstoffbedarf. Von Mitte April bis August darf man ruhig wöchentlich ein wenig Dünger mit dem Gießwasser verabreichen.

So schneidet man den Buchsbaum richtig

Ob Kugeln, Pyramiden oder gar komplizierte Tierfiguren – der Buchsbaum lässt sich problemlos in nahezu jede Form zurechtstutzen. Deshalb spielt er seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der Gartenkunst. Er eignet sich zum Schnitt deshalb so gut, weil er auch kräftige Rückschnitte verträgt und sogar im Inneren noch grüne Blätter hat.

Zeit für den Buchsbaumschnitt

Die besten Bedingungen für den Buchsbaumschnitt herrschen an einem trockenen aber bedeckten Tag. Ist es zu heiß, werden die Schnittstellen braun, ist es zu nass, droht Pilzbefall. Die Schere sollte möglichst scharf sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Wenn man den Buchsbaum vor dem Schnitt gießt, schneidet es sich leichter.

Am besten schneidet man von oben nach unten. Bei geometrischen Formen behilft man sich mit einer Schablone. Für eine Kugel kann man sich eine Pappschablone anfertigen, die die Form eines Halbkreises hat und dann an verschiedenen Stellen am Busch angelegt wird. Die jeweils überstehenden Triebe schneidet man ab. Im Gärtnerreibedarf gibt es vorgefertigte Drahtschablonen – auch für kompliziertere Figuren.

Auch wer keine besonderen Figuren herausarbeiten will, sollte trotzdem die Triebe vom vergangenen Jahr zurückschneiden. Dann wird das Blattwerk dichter. Vertrocknete Zweige müssen ebenfalls entfernt werden, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Geschnitten wird zwischen April und September. Später besteht die Gefahr, dass die nach dem Schnitt ausgebildeten Neutriebe nicht mehr rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ausreifen und erfrieren.

Buchsbaum vermehren mit Setzlingen

Da sie sehr langsam wachsen, sind große Buchsbäume vergleichsweise teuer, wenn man sie im Gartencenter kauft. Dabei lassen sich die Büsche recht einfach über Stecklinge selbst vermehren. Dazu schneidet man im Herbst einen etwa zehn Zentimeter langen, nicht mehr ganz jungen Zweig ab. Die Rinde sollte an der Schnittstelle schon leicht bräunlich sein.

Man entfernt die untersten Blätter und steckt den Setzling flach in die Blumenerde, damit noch möglichst viel Sauerstoff an die Schnittstelle kommt. Bei Zimmertemperatur, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung fängt der Setzling bald an zu wachsen. Dann kann er in einen Topf gesetzt und im Frühjahr ausgepflanzt werden.

Welcher Buchs für welchen Zweck

Es gibt etwa 70 verschiedene Buchsbaumsorten, hierzulande sind aber je nach Verwendungszweck meist nur wenige davon im Einsatz. Für niedrige Hecken eignen sich schwach wachsende Sorten wie "Suffruticosa" oder der "Blaue Heinz", die allerdings anfällig für Cylindrocladium buxicola sind. Der Blaue Heinz gilt dafür als besonders frosthart. Universell einsetzbar ist der "Buxus sempervirens". Er kann sowohl für Hecken als auch als Solitär gepflanzt werden. Als Solitär ist auch "Rotundifolia" mit seinen großen runden Blättern gut geeignet. 

Zum Gartenlexikon: Tipps und Tricks für Ihre Gartengestaltung rund um Haus und Garten
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Riesenaronstab gehört nicht in heimische Gärten
Der Riesenaronstab gehört nicht in heimische Gärten. (Quelle: imago/blickwinkel)

Der Riesenaronstab gehört nicht in heimische Gärten. (Quelle: blickwinkel/imago)

Auch wenn er aussieht wie die beliebte Zimmerpflanze Spatiphyllum und sogar in einigen Gartenzentren zum Verkauf angeboten wird, gehört der Riesenaronstab nicht in den heimischen Garten. Der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn warnt, dass die Gelbe Scheincalla (Lysichiton americanus), wie die Pflanze auch genannt wird, heimische Pflanzen gefährde, weil sie sich zu rasant ausbreite. Welche Alternativen es gibt und wie man Riesenaronstab im Garten entfernt.

Im Teich macht sich die Gelbe Scheincalla mit ihrem hübschen Hochblatt zwar sehr nett, doch sie gehört zu den invasiven Arten, die mit ihrem starken Verbreitungsdrang heimische Pflanzen verdrängen. Naturschützer raten deshalb, die Pflanze zu entfernen, wenn man sie unwissentlich gekauft und in seinem Garten angepflanzt hat. Statt dessen kann man auf den in Deutschland heimischen Gefleckten Aronstab (Arum maculatum) ausweichen, der sehr ähnlich aussieht.

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Scheincalla muss komplett ausgerissen werden

Wer seine Gelbe Scheincalla entfernen möchte, reißt sie am besten aus. Bei ältere Exemplaren müssen die Wurzeln im Boden zudem möglichst in einer Tiefe von einem halben Meter abgestochen werden. Sonst könne die Pflanze wieder austreiben, raten die Experten.

Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter lange Blätter auf Stielen entwickeln. Bei der Gelben Scheincalla ist der Kolben 12 bis 20 Zentimeter lang und hat ein gelbes Hochblatt. An einem einzigen Kolben können etwa 300 bis 650 Samen heranreifen – der Hauptgrund für die starke Ausbreitung.

Riesenaronstab wurde anfangs bewusst angepflanzt

Eigentlich stammt die Sumpfstaude aus Feuchtgebieten im pazifischen Nordamerika. In Deutschland wurde sie anfangs bewusst gepflanzt, zum Beispiel in Botanischen Gärten. Im Taunus ist sie am stärksten verbreitet.

Die Scheincalla steht auf der Aktionsliste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), sie gehört damit zu den wichtigsten in Deutschland vorhandenen gebietsfremden Gefäßpflanzenarten. Ihre Ausbreitung steht laut aid noch am Anfang. Mit einfachen Sofortmaßnahmen kann man die Pflanze aber gut in ihre Schranken weisen. Immerhin ist sie die einzige invasive Pflanzenart, die man bisher an allen bekannten Standorten erfolgreich beseitigen konnte.

 
Gartengestaltung für Faule
Wer den Garten geschickt anlegt, hat Zeit zum Ausspannen. (Quelle: imago/Westend 61)

Wer den Garten geschickt anlegt, hat Zeit zum Ausspannen. (Quelle: Westend 61/imago)

Im eigenen Garten könnte man gerade im Sommer so herrlich entspannen. Wenn man nur einen Gärtner hätte, der einem die lästige Gartenarbeit abnimmt. Doch es gibt eine Lösung: Den Garten so pflegeleicht wie möglich anzulegen. Mit diesen Tipps können Sie sich viel Arbeit sparen. Einige besonders pflegeleichte und robuste Gartenpflanzen präsentieren wir in unserer Foto-Show.

"Mit großen, zusammenhängenden Nutzungseinheiten lässt sich viel Aufwand vermeiden", rät August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef bei Bonn. Vor allem kann man damit die Arbeit weniger mühsam gestalten. Denn sind etwa alle Gehölze an einer Stelle, muss beim Schnitt der schwere Sack für die Abfälle nicht weit geschleppt werden. Oder der Häcksler wird nur einmal aus dem Keller zu den Gehölzen getragen und nicht dauernd hin und her. Auch optisch kann eine solche Flächenaufteilung bei der Gartengestaltung reizvoll sein: "Sie bringt Ruhe in den Garten", sagt Michael Mäurer, Mitglied im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) in Berlin.

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Der Standort bestimmt die Bepflanzung

Generell sind heimische Pflanzen eine gute Wahl. Sie kommen mit dem hiesigen Klima am besten zurecht, setzen sich gegen Unkraut durch und werden seltener von Schädlingen befallen als viele empfindliche Exoten. Kurzum: Sie halten länger, gedeihen bei weniger Pflege und die Beete müssen nicht so oft bepflanzt werden.

Langsam wachsende Blühgehölze setzen

"Bei Gehölzen sollte man auf langsam wachsende Blühgehölze oder Wildobst setzen", sagt Angelika Feiner, Fachberaterin des Landesverbandes Bayerischer Kleingärtner in München. Schlehe und Spierstrauch, Flieder und roter Holunder, Weinrose und Japanische Zierquitte sehen toll als Hecke entlang der Grundstücksgrenze aus. Und im Gegensatz zu einer Liguster- oder Hainbuchenhecke, die regelmäßig in Form gebracht werden will, oder zu pflegeintensiven Edelrosen oder Hibiskus machen solche Gehölze kaum Arbeit.

Auf Dahlien und Gladiolen einfach verzichten

Im Beet sind ausdauernde Stauden, frühblühende Zwiebeln, Gräser und Farne genügsame Bewohner. Wer kein ausgesprochener Liebhaber von Dahlien oder Gladiolen ist, kann auf diese und damit auch auf das Ausgraben der Knollen im Herbst verzichten.

Vlies unterdrückt das Unkraut

Ob man überhaupt regelmäßig Unkraut jäten muss, ist immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Manche Menschen schätzen ja den naturnahen, etwas zugewucherten Garten. Doch auch all Jene, die sich nicht einfach mit dem Wildwuchs abfinden wollen, können sich die Arbeit leichter machen.

Eine Möglichkeit kann darin bestehen, dieses mit Mulch zu unterdrücken. Die Fachwelt streitet aber über die Effektivität dieser Maßnahme. Eine Alternative sind technische Hilfsmittel: "Landschaftsarchitekten arbeiten in Staudenbeete gerne ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies ein", erläutert Feiner. "Das hat den großen Vorteil, dass sich nur oberflächliches Unkraut breitmachen kann." Dieses lässt sich dann mit verhältnismäßig wenig Aufwand wieder entfernen, weil es nicht tief im Boden verwurzelt ist.

Salat und Tomaten machen nur Arbeit

Wer Gemüse liebt, nimmt damit auf jeden Fall mehr Arbeit in Kauf. Aber es gibt pflegeleichte Arten wie Kartoffeln, Bohnen, Kürbis und Zucchini. Salat oder Tomaten hingegen müssen Hobbygärtner betreuen. Auch eine Rasenfläche braucht auf jeden Fall Pflege. Beim Mähen machen sich zusammenhängende Flächen bezahlt. Sie sollten so groß sein, dass der Mäher nicht nur darauf passt, sondern auch bequem gewendet werden kann. Auch ein Rasenmäher-Roboter nimmt dem Gärtner viel Arbeit ab.

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Besser robusten Rasen wählen

Bäume oder Sträucher in die Mitte zu setzen ist keine gute Idee: Sie muss man beim Mähen umkreisen wie ein Hindernis. Bei der Rasenkante gibt es einen Trick: Verlegt man Steine entlang der Kante bodengleich, kann der Mäher darauf gut geführt werden. Gleichzeitig ersparen sie das mühsame und schweißtreibende Abstechen der Rasenkanten. "Ein Zierrasen, der oft und immer sehr kurz gestutzt wird, wächst schnell und braucht viel Dünger und Wasser", sagt Fachberaterin Feiner. Pflegeleichter ist ein robuster so genannter Spiel- oder Sportrasen, der noch dazu seltener geschnitten wird. Für diese Rasenart gibt es im Handel spezielle Mischungen.

Beim Bewässern auf Maschinen vertrauen

Und natürlich ist im Sommer besonders das Gießen aufwändig: Für auseinanderliegende Rasenstellen bieten sich mehrere Zapfstellen für den Sprenger an. Und in Beeten wird am besten eine automatisch gesteuerte Tropfbewässerung gelegt. Durch kleine Löcher erhalten hier die Pflanzen bedarfsgerecht und wassersparend Nachschub.

Beton und Stein sind pflegeleicht

Gartenwege und Terrassen bilden den Rahmen für die Bepflanzung. Für Faule sind langlebige Baustoffe besser, die möglichst nicht verrotten. "Eine Fläche aus Beton- oder Natursteinen braucht weniger Pflege als ein Sonnendeck aus Holz", sagt Forster. Und zwischen großen Steinen entstehen weniger Fugen als zwischen kleinen – und weniger Unkraut kann hier sprießen.

Bei Gartenmöbeln einfach die Patina akzeptieren

Auch bei den Gartenmöbeln ist Holz das Material, das am meisten Aufmerksamkeit braucht. "Wer auf das wohnliche Ambiente von Holz nicht verzichten möchte, sollte auf jeden Fall qualitativ hochwertiges Hartholz wählen", sagt der Landschaftsarchitekt. Auch Thermoholz ist äußerst robust und witterungsbeständig. Wer Gebrauchsspuren und eine schöne Patina liebt, hat Glück: Statt die Holzbank oder den Zaun jährlich zu streichen, darf das Material so bleiben wie es ist und altern. Pflegeleichte Alternativen sind Gartenmöbel aus einem Kunststoff-Geflecht oder aus Metall.

Blumenerde 
Die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen
Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für eine pralle Blütenpracht auf Terrasse und Balkon ist die richtige Blumenerde wichtig. Doch die Auswahl in Baumärkten und Gartencentern ist riesig. Wie erkennt man gute Pflanzerde und für welche Pflanzen ist Spezialerde sinnvoll? Unsere Tipps helfen Ihnen, die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen zu finden und helfen bei Auswahl, Kauf und Einsatz der passenden Erde.

Im Frühjahr sollte man seinen Pflanzen auf jeden Fall frische Erde gönnen. Wer das Substrat vom vergangenen Jahr weiterverwendet, riskiert, dass sich Krankheiten oder Schädlinge, die sich im Vorjahr in der Erde eingenistet haben, auf die neuen Pflanzen übertragen. Eine gute Erde hat einen möglichst hohen Humusgehalt. Der sorgt dafür, dass die Nährstoffe gespeichert werden und die Erde gut belüftet ist.

Gute Blumenerde kaufen

Viele Standard-Erden enthalten sehr viel Torf und Rinde, manchmal haben sie auch einen hohen Salzgehalt. Das beeinträchtigt das Wachstum der Pflanze und macht sie anfälliger für Krankheiten. Gute Erde zeichnet sich dadurch aus, dass sie locker in der Hand zerfällt, während minderwertige beim Gießen schlammig wird. Das führt dazu, dass sich beim Trocknen eine feste Kruste an der Oberfläche bildet.

Naturschützer raten von Torf-Erde ab

Umweltschutzverbände raten von der Verwendung von Torferde ab. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) befürchtet, dass die deutschen Torfvorräte in spätestens zehn Jahren erschöpft seien, wenn sie weiterhin in dem aktuellen Tempo abgebaut würden. Derzeit wird in Deutschland jährlich auf einer Fläche von 4000 Quadratkilometern Torf abgebaut.

Problematisch ist auch die Torf-Gewinnung: Das Moor muss erst entwässert werden. Dann wird der Torf abgetragen, und dabei entweichen aus den meterdicken, seit der letzten Eiszeit gewachsenen Moorschichten große Mengen Kohlendioxid und Lachgas. Beide gelten als Klimakiller.

Die Umweltschützer appellieren daher an die Verbraucher, nur als "torffrei" deklarierte Blumenerde zu kaufen.

Test zeigt: Auf die Bezeichnung "torffrei" kann man sich nicht verlassen

Allerdings hat das Verbraucher-Magazin Öko-Test 2012 zehn angeblich torffreie Blumenerden untersuchen lassen und festgestellt, dass die Hersteller es mit der Bezeichnung "torffrei" nicht allzu genau nehmen. Öko-Test hat in allen "torffreien" Blumenerden Torf nachweisen können. Ein Produkt erfüllte nicht einmal die gesetzlichen Bestimmungen.

Orientierung finden Verbraucher bei den Naturschutzverbänden: Der BUND gibt regelmäßig einen "torffreien Einkaufsführer" heraus, und auch der der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt Empfehlungen in der Broschüre "Bunte Gärten ohne Torf".

Spezial-Blumenerde ist meist überflüssig

Aussaaterde, Pflanzerde oder Rosensubstrat – welche Erde braucht man wofür? Wer hier und da einen Kübel oder Topf bepflanzt, kommt mit Universalerde aus. Es müsse keine Spezialerde sein, meint  auch Thomas Wagner vom Bundesverband deutscher Gartenfreunde. "Ich kann mir nicht vorstellen, was bei einer Rosenerde anders sein soll. Wichtig ist, dass die Erde Stickstoff und Phosphor enthält, das ist aber auch bei herkömmlicher Blumenerde zu erwarten."

Allerdings gibt es einige Pflanzen, bei denen Spezialerde eingesetzt werden kann. Rhododendren und Moorbeetpflanzen benötigen beispielsweise sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert. Orchideen gedeihen in normaler Erde gar nicht. Sie brauchen einen hohen Rindenanteil. Insbesondere wer nicht einheimische Pflanze verwenden möchte, sollte sich beim Einkauf der Erde vom Fachmann beraten zu lassen.

Blumenerde im Test: teuer gegen billig

Das SWR-Magazin "Marktcheck" untersuchte 2015 sechs verschiedene Blumenerden hinsichtlich Preis und Qualität. Das Ergebnis: Die im Test teuerste Erde von Compo schnitt nicht besser ab als die günstigen Blumenerden von Aldi und Hornbach. Test-Sieger bei "Marktcheck" waren:

  • Bio Universalerde von Compo,
  • Gardenline von Aldi,
  • Floraself von Hornbach.


Blumenerde selber herstellen

Statt Fertigerde zu kaufen, kann man seine Blumenerde auch selbst herstellen: Man nimmt gesiebten Kompost, der älter als ein Jahr ist, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Dazu kommen Kokosfasern, kaufbar als getrocknete Blockware. Sie quellen in Wasser auf. Die Fasern verrotten nur langsam, sind strukturstabil, speichern Wasser gut und fördern die Durchlüftung der Erde. Für Pflanzen, die wenig Nährstoffe brauchen und Kalk nicht vertragen, wird ein Teil Kompost mit vier Teilen Fasern vermischt. Nährstoffbedürftige Pflanzen bekommen eine 1:1-Mischung, vermengt mit einer Stickstoffgabe von ein bis drei Gramm Horndünger pro Liter.

Stickstoff wird im Zersetzungsprozess einiger Bestandteile des Substrats gebunden. Daher muss man nach etwa vier bis sechs Wochen nachdüngen. Einen Langzeitdünger ersetzt er nach drei Monaten.

Wie unterscheiden sich die Blumenerden?

Wie sich die einzelnen Erden unterscheiden, ist auf den ersten Blick oft nicht leicht zu erkennen. Anzuchterde beispielsweise ist meist sehr fein und stabil, hat aber einen geringen Nährstoff- und Salzgehalt. Der niedrige Düngeranteil soll die Samen zur Wurzelbildung anregen. Kübelpflanzenerde hat hingegen einen höheren Nährstoffgehalt und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie besonders strukturstabil ist. Die Pflanzen können sich besser daran festhalten, wenn sie Wind und Wetter trotzen müssen.

Wie viel Blumenerde braucht man?

Um nicht zu viel oder zu wenig Erde einzukaufen, sollte man vor dem Gang zum Gartencenter kurz überschlagen, wie viel Erde man benötigt. Für einen 40 Zentimeter langen Balkonkasten werden etwa 12 Liter Erde benötigt. Entsprechend kann man bei einem ein Meter langen Kasten mit etwa 30 Litern rechnen. Bei einem Blumenkübel mit 46 Zentimetern Durchmesser kann man etwa 40 Liter Erde einplanen.

Dünger ist wichtiger als die spezielle Blumenerde

Mit dem Pflanzen ist es allerdings nicht getan. Damit die zarten Gewächse gut gedeihen, brauchen sie hin und wieder ein paar Extra-Nährstoffe. Die meisten Blumenerden sind bereits mit Düngemitteln versetzt. Spätestens nach ein paar Wochen sollte man allerdings wieder etwas Dünger zugeben. Allerdings ist beim Düngen Vorsicht geboten. Zu viel des Guten lässt die Pflanzen "verbrennen". Diese Fehler sollten Sie beim Düngen vermeiden.


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