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Gipsstein: Natürliches Sedimentgestein als Baustoff

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Gipsstein: Natürliches Sedimentgestein als Baustoff

Autor: mà (CF)

Gipsstein ist ein Sedimentgestein, das durch die Ausfällung bei der Verdunstung von Meerwasser entsteht. Durch seine hervorragenden und vielfältigen Eigenschaften hat er sich zu einem beliebten Baustoff im Handwerk entwickelt.

Gipsstein: Zusammensetzung und Entstehung

Gipsstein entsteht bei der Verdunstung von Meerwasser. Dabei kristallisieren Minerale und Partikel, die sich bei dem Ausfällungsvorgang absetzen, wodurch das Sedimentgestein entsteht. Es besteht überwiegend aus Gips, wobei geringe Beimengungen der Minerale Anhydrit, Quarz und anderen Tonmineralen enthalten sein können. Es kommt weltweit in Gebieten mit Salzlagerstätten vor. Heute wird Gipsstein in Steinbrüchen im Tage- und Untertagebau durch Sprengen und Brechen abgetragen und für die weitere Verarbeitung zerkleinert oder gemahlen.

Eigenschaften

Das Sedimentgestein ist relativ weich und lässt sich deshalb selbst mit Holzwerkzeugen und Raspeln bearbeiten. Im festen Zustand können Sie den Baustoff schneiden, schleifen und aufpolieren. Darüber hinaus ist er in Wasser löslich. Schon vor Jahrtausenden entdeckten die Menschen, dass Gips bei der Zugabe von Wasser abbindet – sofern er vorher gebrannt, beziehungsweise entwässert wurde. Seine Erscheinung ist meist weiß bis hellgräulich. Je nach Zusammensetzung des Sedimentgesteins kann er auch rosafarbene, rote, grüne oder braune Nuancen aufweisen.

Verwendung als Baustoff

Gipsstein hat hervorragende Baueigenschaften und ist vielfältig einsetzbar. Im gebrannten Zustand wird er als Stuck- oder Estrichgips eingesetzt oder zur Fertigung von Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten oder Gipsdielen genutzt. Der größte Gipsverbraucher ist die Zementindustrie, die gemahlenen Gips als Abbindemittel verwendet. Fein gemahlener aber ungebrannter Gipsstein ist unter dem Namen Lenzin oder Pigment erhältlich und wird in der Düngemittel- und Lebensmittelindustrie verarbeitet. Selten wird er im Außenbereich eingesetzt, da er nur bedingt witterungsbeständig ist. Fresken neigen beispielsweise zu Ausblühungen.

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