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Gartenplanung schon im Winter: Tipps für die Gartengestaltung

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Gartenplanung am besten im Winter vornehmen

Für die Gartenplanung ist der Winter die beste Zeit. (Quelle: imago)

Für die Gartenplanung ist der Winter die beste Zeit. (Quelle: imago)

Eine attraktive Gartengestaltung will wohlüberlegt sein. Gärtner beginnen mit der Gartenplanung daher am besten schon im Winter. Dann ist genug Zeit, Gartenkataloge zu wälzen und sorgfältig die künftige Bepflanzung zu planen.

Isabelle Van Groeningen, Leiterin der Gartenschule der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem, schaut sich erst einmal Fotos an, die sie im vergangenen Jahr geknipst hat. "Mindestens einmal im Monat sollte man Bilder vom Garten machen", empfiehlt die Gartenexpertin. Die Fotos der einzelnen Beete legt man nebeneinander und vergleicht. Lücken, die aufkommen, wenn eine Pflanze verblüht ist, fallen so leichter auf. "Man hat im Winter schon vergessen, wie es im Frühjahr aussah und was einen ärgerte", sagt die Expertin. "Und nichts ist schlimmer, als wenn man sich im nächsten Frühjahr wieder ärgert."

Gartengestaltung für das ganze Jahr planen

Aus dem, was Van Groeningen aus den Bildern des Gartens in den jeweiligen Jahreszeiten schließt, erstellt sie eine grobe Liste, was sie das Jahr über verändern will. "Ich strukturiere um: Was will ich behalten, braucht aber einen neuen Platz? Wohin passt es gut?" Auch die Höhen der Pflanzen schaut die Gartendozentin sich an: Was wächst den Sommer über höher oder breiter, als man es eigentlich will? So kann sie einen Schnitt rechtzeitig einplanen.

Radikale Schritte bei der Gartenplanung sorgfältig überdenken

Möglicherweise soll eine Pflanze oder ein Strauch ja auch ganz entfernt werden. Robert Markley rät, das lieber zweimal zu bedenken: "Wer einen alten Baum rausmacht, weint ihm vielleicht Jahre später erst nach", sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan (Nordrhein-Westfalen). Der Grund: Bis ein neues Gehölz die Größe des alten Baums erreicht, dauert es lange.

Für Gartenplanung möglichst genaue Skizze erstellen

Nach der Aufgabenliste entsteht ein Plan des Gartens mit allen Pflanzen und mit bestehenden oder künftigen Lücken im Beet – dazu gehören auch jene Löcher, die auftreten, wenn eine Pflanze verblüht ist und abgeschnitten wird. Markley rät, den Plan nicht nur grob zu skizzieren. "Vermessen Sie den Garten so gut wie möglich und erstellen sie eine maßgetreue Skizze."

Bei Gartengestaltung nicht nur von bunten Bildern leiten lassen

Danach beginnt für die Gartenexperten der schöne Teil des Planens: Sie dürfen Kataloge mit tollen Pflanzenbildern anschauen. "Aber jetzt wird es auch kompliziert: Die Auswahl ist schwierig", sagt Markley. Um sich selbst nicht zu überfordern und nur von bunten Bildern leiten zu lassen, sollte man sich auf die Fakten stützen. Ausgewählt wird nur das, was mit den Standortbedingungen der Lückenplätze klarkommt.

Nicht jede Pflanze eignet sich für jeden Standort

An einer schattigen Nordseite gedeiht beispielsweise nicht jede Pflanze. Und für eine Terrasse sollte man Blumen auswählen, die einen den ganzen Sommer über mit ihrem Duft erfreuen. Für den Vorgarten sollte man Pflanzen einplanen, die zu allen Jahreszeiten gut aussehen, denn das ist der Teil des Grundstücks, der selbst im Winter gut frequentiert ist.

Gartengröße bei der Planung mit bedenken

Gerade in kleinen Gärten sollten die wenigen Pflanzen möglichst viel können - also im Frühjahr blühen, im Sommer Früchte tragen und im Herbst eine schöne Blattfärbung haben. Auch muss die Mischung im Beet stimmen. Denn bestimmte Blütenfarben wie das Weiß der im Winter angesagten Christrosen und das Gelb einiger Nadelgehölze kommen vor dunkellaubigen Immergrünen gut zu Geltung, erläutert der der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) .

Lexika helfen bei der Gartenplanung

"Heute weiß ich viel. Aber anfangs habe ich die Fakten immer mit Pflanzlexika recherchiert", sagt Van Groeningen. Darin sind Pflanzen nach Struktur, Höhe, Blütezeiten und Farben gelistet. Alternativen sind Baumschulkataloge. Darin beschreiben die Gärtner, was sie im Angebot haben – häufig nach den oben genannten Kriterien. Die Hobbygärtner sollten bei der Auswahl nie vergessen, was sie eigentlich benötigen.

Denn, so betont Markley, wer einfach nur in das Gartencenter oder die Baumschule spaziert, werde leicht verleitet, nur das gerade Blühende und Schöne zu kaufen. "Es ist wie beim Kochen", vergleicht Van Groeningen. "Man sollte nicht mit leerem Magen in den Supermarkt gehen."

Quelle: dpa-tmn

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