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Gartenkalender November – Tipps, welche Gartenarbeit jetzt ansteht

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Gartenkalender November: Das ist jetzt zu tun

Autor: sikoe

Gartenkalender: Im November greift man noch einmal zu Ast- und Gartenschere. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gartenkalender: Im November greift man noch einmal zu Ast- und Gartenschere. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im November wird es schon richtig kalt. Vor allem nachts muss man mit Tempraturen unter null  Grad rechnen. Trotzdem ist mit der Gartenarbeit noch nicht Schluss: Die letzten Vorkehrungen für den Winter müssen rasch getroffen werden. Solange der Boden frostfrei ist, kann noch neu gepflanzt werden. Außerdem sollten viele Obstgehölze jetzt geschnitten werden. Einige Gemüsesorten brauchen sogar den ersten Frost, um ordentlich reif zu werden. Wir geben zehn Tipps, was im November im Garten noch zu erledigen ist.

Nasskaltes Nebelwetter macht es dem einen oder anderen Hobbygärtner schon schwer, jetzt noch einen Fuß in den Garten zu setzen. Außerdem wird es schon früh dunkel, so dass man sich die Zeit zum Gärtnern gut einteilen muss. Trotzdem lohnt es sich, in die Gummistiefel zu steigen und den Garten endgültig in den Winterschlaf zu schicken, es wird noch einmal geerntet und ordentlich aufgeräumt, letztes Laub gerecht sowie Beete und Kübelpflanzen werden vor Frost geschützt.

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Wer noch nicht die Zwiebeln von Krokus, Tulpe, Narzisse und anderen Frühlingsblühern gepflanzt hat, sollte das schnellstens vor dem ersten richtigen Frost tun. Die Gattungen verbringen bereits den Winter im Boden und treiben mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling aus.

Obstgehölze schneiden und neu pflanzen

Bei vielen Obstbäumen ist es jetzt Zeit für den Herbstschnitt. Dadurch macht man die Bäume jetzt schon fit für die kommende Saison und ermöglicht eine bessere Entwicklung. Der Schnitt wird erst durchgeführt, nachdem die Erntezeit der jeweiligen Frucht abgeschlossen ist. Achten Sie aber gewissenhaft auf das passende Wetter. Am besten schneidet man die Bäume, wenn die Temperaturen über Null Grad sind, also zum Beispiel am Mittag oder Nachmittag. Dann können die entstehenden Wunden an den Ästen besser und schneller wieder verheilen.

In etwa 1 bis 1,20 Meter Höhe kommen außerdem Leimringe um die Obstbäume. Sie verhindern, dass Insekten die Stämme hinaufklettern und ihre Eier in die Fruchtansätze legen. Besonders wichtig ist das an Apfelbäumen.

Im November ist auch Pflanzzeit für viele Obstgehölze wie Him- und Brombeere, Stachel- und Johannisbeere, Apfel und Birne, Süß- und Sauerkirsche, Pflaume und Quitte. Wenn man diese Pflanzen im Herbst setzt, können die Wurzeln noch vor Beginn stärkerer Fröste gut anwachsen. Sie können dann Frostattacken besser überstehen, treiben im Frühjahr gut aus und können sogar blühen.

Den Garten frostsicher machen

Auch wenn der Garten endgültig winterfest gemacht und aufgeräumt wird, kommt noch lange nicht alles weg. "Stauden, die Samenkapseln haben, bleiben stehen", rät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Sie sind noch etwas Schmuck im winterlichen Garten – besonders, wenn sich Reif auf ihnen ablegt. Aber andere Stauden wie Katzenminze, Frauenmantel oder Beifuß können nun geschnitten werden.

Sowohl Winterbeete als auch die abgeräumten Beete sollten spätestens im November vor Frost geschützt werden. Kompost und Mulch aus Laubabfällen, Grasschnitt und anderen Gartenabfällen schützen vor Frostschäden und Nährstoffverlust. Diese Abdeckung kommt in einer etwa ein bis zwei Zentimeter dicken Schicht auf die abgeräumten Beete, denn die Mikroorganismen im Boden benötigen eine ausreichende Luftzufuhr, um die Pflanzenteile in nährstoffreichen Humus zu verwandeln. Zu dicke Schichten ersticken den Boden und führen zu Fäulnis.

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Van Groeningen rät außerdem, im Herbst noch einmal die Beete von Unkraut zu befreien. "Dann muss man es im Frühjahr nicht machen, wenn wieder mehr zu tun ist."

Herbstlaub kann Licht rauben

In den Schattenbeeten unter Bäumen und Sträuchern können Sie das gefallene Herbstlaub ruhig liegen lassen. Schattenstauden und schattenverträgliche Bodendecker sind von ihrem Naturstandort her an eine herbstliche Laubauflage gewöhnt. Den klassischen Beetstauden und dem Rasen rauben die Blätter im Herbst allerdings das Licht. Verteilen Sie das zusammengerechte Laub einfach unter Ihren Bäumen und Sträuchern oder entsorgen Sie es im Kompost.

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Schwer verrottbares Laub vor dem Kompostieren schreddern

Schwer verrottbares Laub sollte man vor dem Kompostieren besser schreddern. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Zu schwer verrottbarem Laub zählen zum Beispiel Walnuss-, Eichen-, Kastanien- oder Pappelblätter. Die Kompostierung sei eine gute Möglichkeit, Herbstlaub zu entsorgen. Es sollte mit anderen organischen Materialien wie Rasenschnitt, kleinen Zweigen oder Küchenabfällen gemischt werden. Der Laubanteil sollte aber nicht mehr als etwa ein Fünftel betragen.

Es gebe mehrere Möglichkeiten, sein Herbstlaub sinnvoll zu verwenden. Zusammengeharkte Laubhaufen an windgeschützten Ecken des Gartens seien wichtige Winterquartiere für Kleintiere. Leicht verrottbares Laub könne auf Beeten verteilt werden. Dadurch sinke die Frostgefahr. Keinesfalls gehöre Laub in den eigenen Hausmüll – und auch besser nicht in die Biotonne, da die meist zu klein sei. Im Wald dürfe Laub nicht einfach entsorgt werden. In einigen Gemeinden könne es aber in den gesonderten Grünabfall auf Wertstoffhöfen gegeben werden.

Kübelpflanzen überwintern frostfrei

Kübelpflanzen brauchen Frostschutz. Topf-Modelle aus Ton sollten nicht direkt auf dem Boden stehen, damit das Wasser ablaufen kann. Sonst gefrieren die Töpfe und zerspringen, warnt Van Groeningen. Nicht winterharte Pflanzen im Kübel müssen rein: Schmucklilien, Wandelröschen, Oleander und Zitrusfrüchte sollten frostfrei und hell überwintern.

Wer keinen Wintergarten besitzt, kann auch helle, unbeheizte Kellerräume, Garagen oder Treppenhäuser als Winterquartiere umfunktionieren. Dann sollte aber gewährleistet sein, dass das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze sinkt. Grundsätzlich kann man sagen: Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein. Bei einer konstanten Überwinterungstemperatur von null bis fünf Grad kommen manche Arten, wie zum Beispiel Myrte oder Gewürzrinde, übrigens auch ohne Licht aus.

So schützen Sie Rosen im Winter

Um Rosen im Winter gut zu schützen, kommt gut abgelagerter Pferde- oder Rindermist in einer Schicht bis über die Veredlungsstelle. "Wer keinen Mist hat, kann zur Not auch Kompost nehmen", rät Van Groeningen. Die Nährstoffe des Düngers versorgen die Wurzeln, außerdem schützt die Schicht vor der Kälte. Kletterrosen müssen gut am Rankgitter Halt finden. Sonst breche die Last des Schnees im Winter ihre Zweige, erläutert die Gartenexpertin. Sie rät: "Jetzt noch mal überprüfen." Als Schutz vor kalten Winden können Sie die Triebe außerdem mit Tannenreisig abdecken.

Dahlien nach dem ersten Frost ausgraben

Nicht winterharte Zwiebeln wie die Knollen der Dahlie müssen spätestens nach dem ersten Bodenfrost aus der Erde. Weniger kalte Tage halten sie aber noch gut aus, da die Erde die Knolle schütze, erläutert Isabelle Van Groeningen.

Zunächst werden die Blätter der Dahlie abgeschnitten. Die Knolle kommt über den Winter an einen dunklen und kühlen Ort. Hier sollte sie frostfrei lagern. "Es kann ein bisschen Laub obendrauf, oder sie wird in Sägespäne eingekuschelt", schlägt Van Groeningen vor. Anfang Mai kommt die Dahlie wieder in den Boden, sie blüht von Spätsommer bis Herbst. Wichtig: Sortieren Sie beschädigte und verfaulte Knollen vor dem Einwintern aus. Das Laub können Sie kompostieren oder als Mulch für abgeerntete Gemüsebeete verwenden.

Chinakohl verträgt leichten Frost

Im Herbst wird der Chinakohl eigentlich geerntet. Aber das knackige Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler verträgt ohne Probleme leichten Frost. Daher könne es auch in den kommenden Wochen noch im Beet bleiben, rät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.

In China wird der Chinakohl übrigens schon seit dem fünften Jahrhundert angebaut, hierzulande ist er erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Vermutlich sei er aus einer Kreuzung zwischen Speiserübe und Senfkohl entstanden, wie der BDG erläutert. Der Chinakohl punkte mit seiner guten Verdaulichkeit. Er schmecke roh und gekocht, und enthalte viel Vitamin C, Ballaststoffe und wichtige Spurenelemente.

Rosenkohl braucht Frost vor der Ernte

Frühsorten des Rosenkohls dürfen zwar schon ab September geerntet werden, die Haupterntezeit ist aber von November bis Dezember. Leichter Frost schadet dem Kohl nicht. Er kann sogar dafür sorgen, dass die Röschen erst das richtige Aroma bekommen. Denn durch die Minusgrade erhöht sich der Zuckergehalt im Gemüse. In sehr rauen Gegenden mit anhaltendem Frost sollte man die Pflanzen aber trotzdem mit Vlies oder Reisig schützen.

Es empfiehlt sich die Röschen nicht bei Frost zu pflücken, sondern zu warten bis das Gemüse aufgetaut ist. Entnommen werden die Röschen von unten nach oben – das garantiert ein Nachwachsen der Knospen und damit spätere weitere Erntemöglichkeiten.

Wärmedecke für Balkonpflanzen

Im Herbst sollten die Wurzeln von Blumen, wenn sie in Kästen gepflanzt werden, mit möglichst viel Erde umgeben sein: Das schützt vor Frost. Bei der Herbstbepflanzung kommen deshalb am besten breite und tiefe Kästen zum Einsatz. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Dünger brauchen die Wurzeln den Winter über nicht: Die Nährstoffe in der Blumenerde reichen ihnen. Gegossen werden sollten die Keimlinge aber schon, jedenfalls solange es nicht friert. Zu den klassischen Herbstblühern zählen zum Beispiel Chrysanthemen, Ericen, Callunen und Astern.

Winterquartier für Igel einrichten

Das ideale Winterquartier für Igel besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich ein Igelhäuschen aufstellen. Wer den stacheligen Tierchen einen dauerhaften Platz bieten möchte, kann den Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen versehen. Regentonnen und Kellerschächte sollten Sie zum Schutz der Igel am besten abdecken.

Den Gartenteich vor dem Winter ausräumen

Den Gartenteich sollte man von abgestorbenen Pflanzenteilen befreien, bevor er zufriert. Die Zersetzung der organischen Masse verbraucht viel Sauerstoff und würde zum Tod von Fischen und Fröschen führen. Empfindliche Seerosen und Fische sowie exotische Pflanzen müssen frostsicher überwintert werden. Denken Sie auch daran, die Regentonne und den Gartenschlauch rechtzeitig zu leeren und frei liegende Wasserleitungen zu schließen.

So überwintert der Rasenmäher

Der Benzin-Rasenmäher hat für diese Saison seine Dienste getan und braucht etwas Pflege, damit er gut durch die Winterpause kommt. Reinigen Sie das Gerät gründlich und klemmen Sie bei Rasenmähern mit Elektrostarter die Batterie ab. Anschließend füllen Sie den Kraftstofftank bis zum oberen Rand mit Benzin und schließen den Benzinhahn. Jetzt starten Sie das Gerät und lassen es so lange laufen, bis der Motor wegen Kraftstoffmangel ausgeht. Auf diese Weise leert sich der Vergaser und kann während der Winterpause nicht verharzen.

Lassen Sie vor dem ersten Einsatz im kommenden Jahr in einer Fachwerkstatt das Motoröl und den Luftfilter wechseln. Auch das Messer sollte gegebenenfalls nachgeschliffen werden.

Schnittlauch ins Haus holen

Damit Sie auch in den Wintermonaten nicht auf den Geschmack von frischem Schnittlauch verzichten müssen, lohnt es sich, ihn jetzt in Töpfe einzusetzen. Zum Antreiben gräbt man den Schnittlauch vor Beginn der Frostperiode aus und lässt den Wurzelballen einfach auf der Erde liegen. Nachdem dieser einmal durchgefroren ist, kann man ihn eintopfen und bei etwa 18 Grad auf dem Fensterbrett oder im Gewächshaus weiter kultivieren. Wir zeigen Ihnen, wie man Kräuter richtig überwintert.

Was Sie jetzt ernten können

Was jetzt blüht

und Früchte trägt

Gemüse

Kürbis, Hokkaido

Bäume

Frangipani, Zitrone, Erdbeerbaum,

Ginkgobaum

Kräuter und Zwiebeln

Lauch/Porree

Sträucher

Vorfrühlingsrhododendron,

Duftheckenkirsche,

Winterjasmin, Schneekirsche,

Schönfrucht, Kamelie,

Glockenheide, Ilex

Blattgewächse, Hülsenfrüchte & StaudenEndivie, Feldsalat, RadicchioKlettergewächseKnöterich, Wilder Wein, Efeu
Obst

Äpfel, Birnen

Blumen & Stauden

Geißblatt, Späte Rosen,

Winterduftschneeball,

Ringelblumen, Astern,

Steinkraut

Wurzeln und Knollen

Fenchel, Pastinake,

Schwarzer Rettich/ Winterrettich,

Rote Beete, Schwarzwurzel,

Steckrübe, Topinambur

Kohl und Rüben

Blumenkohl, Brokkoli,

Chinakohl, Pak-Choi, Grünkohl,

Rosenkohl, Weißkohl,

Spitzkohl, Wirsing

Aus dem Gewächshaus

Paprika, Tomate, Aubergine,

Chicorée

Quelle: dpa-tmn

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