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Garten im Herbst: In fünf Schritten zum winterfesten Garten

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Den Garten jetzt winterfest machen

Autor: rw

Noch vor dem ersten Frost muss der Garten für den Winter vorbereitet werden. (Quelle: imago\McPhoto)

Noch vor dem ersten Frost muss der Garten für den Winter vorbereitet werden. (Quelle: McPhoto/imago)

Wenn sich die kalte Jahreszeit nähert, beginnt für Gartenbesitzer der Endspurt: Beete, Rasen und Gehölze müssen sorgsam auf den Winter vorbereitet werden, damit sie gut ins nächste Jahr kommen.

Nach dem ersten Nachtfrost müssen Gartenfreunde alle nicht winterfesten Knollen, wie die von Dahlien, Gladiolen oder Begonien, ausgraben. Sie überwintern im Keller in einer Kiste oder in trockenem Torf. In den Rabatten ist stattdessen Platz für Frühblüher. "Bis zum ersten Frost können Zwiebeln und Knollen gepflanzt werden. Bei Allium-Zwiebeln ist es besonders wichtig, dass sie jetzt noch einwurzeln und sich an ihren Standort gewöhnen", erläutert Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin.

Kranke Pflanzen zurückschneiden

Auch andere Pflanzen müssen umsorgt werden. "Alle kranken oder befallenen Gewächse werden zurückgeschnitten und die Pflanzenteile entsorgt", erklärt Jeanette Schweikert von der Gartenakademie Baden-Württemberg in Heidelberg.Gesunde Stauden dürfen bleiben. "Die oberirdischen Pflanzenteile sind zum einen wunderschön anzusehen, wenn sie mit Reif überzogen sind. Zum anderen schützen sie den Wurzelbereich und damit das Herz der Stauden vor Frost", erklärt Wagner. Die Halme dienten Insekten als Winterquartier und ihre Samen Vögeln als Futter.

Kübelpflanzen reinholen

Vor dem ersten Frost sollten die meisten Kübelpflanzen ins Winterquartier gebracht werden. Besonders exotische Pflanzen müssen unbedingt nach drinnen. Es gibt allerdings ein paar Besonderheiten, die Sie beachten sollten, damit Sie auch in der kommenden Gartensaison noch Freude an Oleander, Buchsbaum, Palme & Co haben – acht Tipps, wie Sie Kübelpflanzen überwintern sollten. Unsere Foto-Shows zeigen, was man beim Überwintern der beliebtesten Kübelpflanzen beachten sollte und wie man die Topfpflanzen draußen am besten schützt.

Immergrüne Gehölze im Topf, die im Freien bleiben, sollten Hobbygärtner am besten in den Schatten stellen. Denn scheint die Sonne auf sie, versuchen sie Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da der aber gefroren ist, verdursten die Pflanzen. Der Bund deutscher Baumschulen rät daher, an frostfreien Tagen gelegentlich zu gießen. Winterschäden seien oft Trockenschäden. Pflanzen im Gartenboden drohen diese nicht, sie können mit ihren Wurzeln Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.

Der letzte Rasenschnitt

Wann der Rasen zum letzten Mal geschnitten wird, hängt von der Witterung ab. Solange es nachts nicht zu kalt wird, wächst auch das Gras und der Rasen muss regelmäßig gestutzt werden. Doch vor dem ersten Frost sollte der Rasen möglichst schon winterfest sein. Wichtig beim letzten Mähen ist die richtige Höhe. Man sollte den Rasen rund einen halben Zentimeter kürzer schneiden als sonst üblich. Empfehlenswert ist eine Länge von etwa vier Zentimetern. Lässt man den Rasen zu lang, drückt der Schnee im Winter die einzelnen Grashalme nieder. In dem platt gedrückten Gras könnten sich dann Pilze und Krankheiten ausbreiten.

Kübelpflanzen überwintern – die beliebtesten Sorten
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Ein letztes Mal Kräuter ernten

Im Nutzgarten geht es zeitgleich an die letzte Kräuterernte. Damit werden Lavendel, Salbei und Oregano auch gleich zurückgeschnitten. Tomaten können noch bis zum Frost geerntet werden. Kohl, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie bleiben sogar noch ein paar Wochen länger im Beet.

"Auf frei werdende Flächen können Radieschen und Feldsalat gesät werden", schlägt Pflanzenexperte Thomas Wagner vor. Alternativ wird Gründünger oder eine Mulchschicht aus Ernterückständen ausgebracht, dann darf der Boden im Nutz- als auch im Ziergarten ruhen.

Kunstdünger und Umgraben sind tabu

Das heißt, jetzt wird kein Kunstdünger mehr ausgegeben. Auch Umgraben ist tabu. Dabei würden der natürliche Aufbau und das Leben im Boden gestört oder gar zerstört, erläutert Jeanette Schweikert.

Denn damit Asseln, Würmer und Bakterien Humus zu Stoffen verwerten können, die wiederum Pflanzen aufnehmen können, brauchen sie Lebensbedingungen, die sie nur in einer bestimmten Bodentiefe vorfinden. "Außerdem würden beim Umgraben unerwünschte Unkrautsamen an die Oberfläche gebracht."

Walnuss- und Eichenlaub von Beeten entfernen

Das fallende, gesunde Laub ist auf den Beeten eine geschätzte Mulchschicht - aber das gilt nicht für alle Laubarten, sagt Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan. "Die Blätter von Walnuss oder Eiche sollten jedoch auch dort entfernt werden - sie verrotten schlecht." Als Langzeitdünger für Heidelbeeren und Rhododendren hingegen sind sie willkommen.

Auch vom Rasen sollte Laub regelmäßig entfernt werden. "Unter welkem Laub könnte sich Feuchtigkeit sammeln - der ideale Nährboden für Pilze und Schimmel", warnt Landschaftsarchitektin Schweikert. Mühsames Zusammenharken können Sie sich aber sparen. Mit diesen Tipps macht das Herbstlaub gleich viel weniger Arbeit.

Auch Moos sollte daher vor Winterbeginn noch einmal sorgfältig entfernt werden. Geschnitten wird der Rasen, solange er wächst. "Nach dem letzten Schnitt sollten die Halme nicht länger als vier bis fünf Zentimeter sein."

Jetzt ist Zeit für grobe Arbeiten

Haben die Gehölze ihr Laub komplett verloren, ist der Blick frei auf ihr Astwerk. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um abgestorbene oder kranke Äste und Zweige zurück zu schneiden. Auch sollten nun alle groben Gartenarbeiten wie das Fällen von Bäumen erledigt werden, rät Oliver Fink. "Jetzt mache ich im Garten wenig kaputt. Bei robusten Gehölzen kann auch etwas zurück geschnitten werden. Der Hauptschnitt sollte jedoch in den ausklingenden Winter verlegt werden." Sonst sei die Gefahr groß, dass der Frost tief in das Holz eindringt und es schädigt.

Schäden bei Bäumen vorbeugen

Obstbäume, besonders Apfelbäume, werden mit Leimringen vor Frostspannerweibchen und Blutläusen geschützt. "Ein reflektierender weißer Kalkanstrich hilft, Rissen im Stamm vorzubeugen", erläutert Schweikert. Solche Risse können bei starken Temperaturschwankungen - Frost bei Nacht und Sonnenschein am Tag - auftreten.

Empfindliche Pflanzen vor Frost schützen

Sobald der erste Frost angesagt wird, benötigen auch frisch gepflanzte Stauden, junge Herbstanemonen, Sommerflieder und andere empfindliche Pflanzen einen Schutz. "Die idealen Materialien dafür sind Laub und Fichtenreisig", empfiehlt Schweikert. "Auch Filzmatten und Vlies machen sich gut als Abdeckung."

Rund um Rosen wird Erde oder Mutterboden und Kompost so angehäuft, dass die empfindlichen Veredelungsstellen am Kronenansatz gut bedeckt sind. Die Krone der Hochstammrosen bekommt einen Mantel aus Jute, Sackleinen oder Vlies, aber keinesfalls aus Folie. Gefäße mit winterharten Kübelpflanzen werden in Noppenfolie gehüllt.

Abgedeckt werden sollten Pflanzen niemals mit luft- und lichtundurchlässigen Materialien. Darunter schwitzen sie zu sehr und könnten zu früh antreiben. Außerdem benötigt der grüne Farbstoff Chlorophyll der Immergrünen auch im Winter Luft und Licht zur Photosynthese. Keine Probleme bereitet eine Schneedecke. Sie schützt die Pflanzen sogar vor tiefen Minusgraden.

An die Arbeit gehen sollten Hobbygärtner aber erst mit den ersten Frösten im Herbst. Zuvor sollte die Herbstwitterung noch genutzt werden, um die Pflanzen langsam an die Kälte zu gewöhnen und für den Winter abzuhärten. Pflanzen, die ihr Blattgrün vor Winterbeginn einziehen oder abwerfen, können auch ohne Schutz durchkommen.

Frost lässt Wasserrohre platzen

Doch nicht nur Bäume, Blumen und Gehölze müssen vor der klirrenden Kälte geschützt werden. Mindestens ebenso wichtig ist es, sämtliche Wasserleitungen, die nach draußen führen, abzudrehen. Bei starkem Frost könnte sonst die Leitung platzen. Auch aus Regentonnen und gegebenenfalls Springbrunnen muss unbedingt das Wasser abgelassen werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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