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Fruchtfliegen bekämpfen und loswerden: die besten Tipps

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Fruchtfliegen bekämpfen und dauerhaft loswerden

Autor: hadiet

Spüli-Falle macht Fruchtfliegen den Garaus

Spüli-Falle macht Fruchtfliegen den Garaus

Schnell, einfach und wirkungsvoll: So werden Sie der sommerlichen Fruchtfliegen-Plage in Windeseile Herr.


Es ist jedes Jahr das Gleiche: Kaum steigen die Temperaturen, sind die Fruchtfliegen wieder unterwegs. Sie schwirren durch die Küche, umlagern Obstkörbe oder süße Getränke und vermehren sich schnell zu einer regelrechten Plage. Mit diesen Tipps gegen Fruchtfliegen können Sie die lästigen Insekten loswerden.

Nichts Böses ahnend nimmt man einen Apfel aus dem Obstkorb und schon erhebt sich ein Schwarm Dutzender kleiner, brauner Fliegen aus den Früchten und verteilt sich im gesamten Raum.

Fruchtfliegenfallen selbst bauen

Um schnell und einfach Fruchtfliegen zu bekämpfen, kann man die Insekten mit Flüssigkeiten austricksen. Dazu mischt man etwas Obstsaft oder Essig mit Wasser im Verhältnis 2 zu 1und gibt der Mischung noch ein paar Tropfen Spülmittel bei. Die süßliche Flüssigkeit lockt die Insekten an. Das Spülmittel setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab. Das führt dazu, dass die Obstfliegen sich nicht mehr auf der Oberfläche halten können und ertrinken. Gebissreiniger hat eine ähnliche Wirkung.

Fruchtfliegen loswerden

Die im Handel erhältlichen Fruchtfliegenfallen arbeiten zumeist ebenfalls mit Gefäßen und Lockmitteln. Die Behälter sind dabei so konstruiert, dass die von der Flüssigkeit angelockten Fliegen durch eine enge Öffnung in das Gefäß kriechen, in dem sie dann gefangen sind und ertrinken. Allerdings wollen die Hersteller für derlei Fallen oft zehn Euro und mehr. Eine selbst gebastelte Spüli-Falle ist da die günstigere Lösung.

Auch das intensiv riechende Heiligenkraut, auch Olivenkraut genannt, soll getrocknet gegen Obstfliegen helfen. Wie gut das Kraut wirkt, ist zwar nicht belegt, aber wenn man die getrocknete Pflanze in einem kleinen Leinensäckchen in der Küche platziert oder als getrockneten Strauß im Raum aufhängt, hat man in jedem Fall eine schöne Dekoration. Für Fettkraut, eine fleischfressende Pflanze, sind Fruchtfliegen übrigens eine gern genommene Eiweiszufuhr.

Fruchtfliegen vorbeugen

Um dem lästigen Befall vorzubeugen, ist es wichtig, reifes Obst und Gemüse nicht herumliegen zu lassen. Beim Reifeprozess setzen Früchte das Gas Ethylen frei, das gleichzeitig andere Früchte zum Reifen anregt. Äpfel und Tomaten geben besonders viel von dem Reifegas ab und lassen so andere Früchte in ihrer Nähe schneller altern. Deshalb ist es wichtig, sie möglichst etwas abseits zu lagern. 50 Zentimeter Abstand sind ausreichend.

Regelmäßiges und gründliches Lüften ist ebenfalls hilfreich, um die Luft von gärenden Gasen und anderen Lockstoffen zu befreien. Gerade in den Sommermonaten ist es zudem ratsam, den Abfall und Kompost häufiger nach draußen zu bringen. Sonst entstehen in den Wohnräumen Brutherde.

Wie Fruchtfliegen entstehen

Fruchtfliegen sind etwa drei Millimeter groß, schwarz oder gelb-braun mit hellroten Augen. Sie werden auch als Taufliegen, Obstfliegen, Mostfliegen oder Essigfliegen bezeichnet. Auf der Suche nach geeigneten Brutplätzen suchen sich Fruchtfliegen am liebsten überreifes Obst und Gemüse. Schadhafte Stellen und Stielansätze sind dabei besonders beliebt. Hier legen die Tiere ihre Eier ab, damit die Larven nach dem Schlüpfen gleich mit ausreichend Nahrung versorgt sind. Auch der Restmüll, Biomüll und der Gelbe-Sack-Müll ziehen die Fruchtfliegen an. Essensreste sollten ebenfalls nicht zu lange offen herumstehen.

Ein Weibchen legt nach Paarung der bis zu 400 Eier. Hochgerechnet können so innerhalb weniger Wochen Millionen kleiner Fliegen in einer Küche entstehen. Die Larven durchlaufen drei Stadien. Dieser Prozess dauert etwa 14 Tage. Meist entwickeln sich mehrere Generationen im Jahr. Die letzte davon überwintert als so genannte Tönnchenpuppe, dem dritten Larvenstadium.

Die Lebensdauer einer ausgewachsenen Fruchtfliege liegt je nach Temperatur und Lebensbedingungen bei etwa 40 bis 50 Tagen. Bei Temperaturen unter zehn und über 32 Grad können sich die Fruchtfliegen nicht vermehren.

Nicht mit Trauermücken verwechseln

Auf den ersten Blick kaum von Fruchtfliegen zu unterscheiden sind Trauermücken. Die Plagegeister legen ihre Eier gerne in feuchter Blumenerde ab und vermehren sich so. Ein einfaches Hausmittel macht Schluss damit. Man steckt Streichhölzer kopfüber in die Erde. Durch die Schwefel-Bestandteile im Zündkopf werden die Larven abgetötet und die Trauermücken am weiteren Einnisten gehindert. Allerdings sollten Sie die Zündhölzer regelmäßig nach ein paar Tagen austauschen.

Die besten Maßnahmen gegen Fruchtfliegen in der Übersicht:

- Spüli-Falle: Fruchtsaft oder Essig mit etwas Spülmittel versetzen. Fruchtfliegen werden angelockt und ertrinken. => erprobtes Mittel!

- Zahnspangenreiniger/Gebissreiniger: gelöste Tablette lockt Fruchtfliegen an, die dann in der Flüssigkeit untergehen. => ähnliche Wirkung wie Spülifalle

- Fettkraut: Die fleischfressende Pflanze vertilgt Fruchtfliegen => dekorative Falle.

- Heiligenkraut: getrocknetes Olivenkraut soll Fruchtfliegen vertreiben => Wirkung nicht belegt.

- Fruchtfliegenfallen aus dem Handel: Fruchtfliegen werde angelockt und in einem Gefäß gefangen => ähnliche Wirkungsweise wie Spülifalle, aber teurer.

- Brutplätze vermeiden: Im Sommer Müll häufiger raus bringen, kein reifes Obst herumliegen lassen => Vorbeugung

- Regelmäßiges Lüften: Befreit die Luft von gärenden Gasen und anderen Lockstoffen. => Vorbeugung

Quelle: zuhause.de

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