Eiszapfen am Hausdach müssen entfernt werden, bevor sie jemanden verletzen. (Quelle: Harald Lange/imago)
Nach Eisregen und Dauerfrost hängen von fast allen Dächern dutzende Eiszapfen. Was schön anzusehen ist, kann schnell teuer werden für den Hausbesitzer. Verletzt ein herunterfallender Zapfen einen Passanten, muss der Eigentümer für den Schaden haften. Bei welchen Aufgaben der Hausbesitzer sonst noch in der Pflicht sind.
Dauerfrost setzt auch Häusern zu. Bei anhaltenden Minus-Temperaturen sollten Hausbesitzer daher regelmäßig einen Rundgang durch und um das Gebäude machen und ein paar kritische Stellen überprüfen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin.
Vom Dach fallende Eiszapfen können Menschen verletzen. Deshalb sollten sie nach Möglichkeit abschlagen werden. Ist das Entfernen der spitzen Zapfen nicht möglich, ohne sich selbst zu gefährden, muss der Bereich darunter für Passanten gesperrt werden. Im Schadensfall haftet sonst der Eigentümer des Gebäudes. Das gleiche gilt für Schneeüberhänge am Dach. Was man beim Winterdienst sonst noch beachten sollte.
Um nicht zu riskieren, dass das Mauerwerk durchfeuchtet wird, müssen auch Schneeverwehungen an Hausecken, Terrassen- und Balkontüren geräumt werden. Bei einsetzendem Tauwetter könnte das Wasser durch die Türen ins Haus laufen oder ins Mauerwerk eindringen. Deshalb sollte man auch beim Schneeräumen darauf achten, dass die aufgetürmten Schneehaufen nicht an die Hauswand reichen.
Im kalten Keller können bei Extremfrost Wasserrohre einfrieren. Das gilt es ebenso zu verhindern wie das Einfrieren der Heizungsrohre an Außenwänden. Deshalb ist es wichtig, die Wohnräume nie kälter werden zu lassen als 17 Grad. Dazu genügt es nicht, den Heizkörper auf Schneeflocke zu stellen. Der Frostwächter sorgt lediglich dafür dass der Heizkörper nicht einfriert. Ungünstig an der Außenwand gelegene Leitungen können trotzdem zufrieren. Ist dies geschehen, sollte Hausbesitzer auf keinen Fall selbst – etwa mit Schweißgeräten oder Lötlampen – versuchen, die Rohre aufzutauen. Stattdessen ruft man besser einen Fachmann, der den Schaden möglichst direkt repariert und verhindert, dass Wasser ausläuft.
Wer in sommerlicher Gewohnheit nachts die Heizung zu weit herunter dreht, riskiert zudem Schimmel. Auch bei Extremfrost ist es erforderlich, regelmäßig zu lüften. Der VPB rät, die Fenster mindestens einmal am Tag für wenigstens fünf Minuten weit aufzureißen, um die feuchte Raumluft auszutauschen.
Schneetief sorgt für Verkehrschaos. Die Menschen müssen die Dächer ihrer Häuser freischaufeln. zum Video
Quelle: zuhause.de, dpa-tmn
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