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Feuchter Keller: Die besten Tipps bei Feuchtigkeit im Keller

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Feuchter Keller: Ursache erkennen und beseitigen

Autor: rw

Ein feuchter Keller muss nicht zwangsläufig teuer saniert werden. (Quelle: imago\Ralph Peters)

Ein feuchter Keller muss nicht zwangsläufig teuer saniert werden. (Quelle: Ralph Peters/imago)

Feuchte Wände und ein modriger Geruch: Nässe und Feuchtigkeit im Keller sind vielerorts ein großes Problem. Und wo Feuchtigkeit ist, lässt Schimmel meist nicht lange auf sich warten. Nicht immer ist sofort klar, woher die Feuchtigkeit überhaupt kommt. Bevor man das aber nicht weiß, kann man das Problem nicht lösen. Die häufigsten Ursachen für feuchte Keller und wie sich das Problem beheben lässt.

Mögliche Ursachen für Feuchtigkeit im Keller dafür gibt es viele. Und nicht immer ist gleich eine aufwändige und teure Sanierung nötig. Wenn die Ursachen für die hohe Feuchtigkeit im Hausinnern liegt, etwa in einem undichten Rohr, lässt sie sich häufig relativ einfach, schnell und preiswert beseitigen – zumindest dann, wenn keine Wände aufgestemmt werden müssen, um an das leckende Rohr heranzukommen.

Falsches Lüften begünstigt feuchte Keller

Manchmal ist es sogar nur das eigene Verhalten, das geändert werden muss. Falsches Lüften kann beispielsweise zu hohe Feuchtigkeit in den Kellerräumen begünstigen. Bei hohen Außentemperaturen sollte der Keller nicht tagsüber gelüftet werden. Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. Kühlt die Luft im Keller dann ab, gibt sie die Feuchtigkeit an die Wand ab. Hier kann schon eine einfache Verhaltensänderung das Problem lösen.

Bei Nässe von außen wird es schnell teuer

Sind die Kellerwände in einem älteren Gebäude feucht, kann das an einer fehlenden horizontalen Abdichtung liegen. Diese kann aber nachträglich eingezogen werden, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Eine Methode sei, innen oder außen das Mauerwerk stellenweise aufzuschlitzen und Bleche einzuschieben. Diese stoppen Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich nach oben steigt. Werden die Wände von innen aufgeschlitzt, koste das 200 bis 250 Euro pro laufendem Meter. Arbeiten am Außenbereich seien meist teurer.

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Die horizontale Absperrung gegen aufsteigende Nässe aus dem Erdreich wird beim Hausbau in der Regel zwischen die ersten beiden Steinreihen gelegt. Die Barriere besteht gewöhnlich aus Folie, Dachpappe oder Edelstahlblech. Alternativ kann Epoxidharz oder Zement ins Mauerwerk gespritzt werden, was die Poren verstopft. Das kostet laut VPB rund 200 Euro pro Quadratmeter.

Schutzanstrich hält nicht ewig

Geht die Feuchtigkeit nicht auf die fehlende horizontale Abdichtung zurück, kann es sein, dass sie durch die Seiten der Kellerwände eindringt. Vertikale Durchfeuchtung nennen Profis das. Schuld sind meist defekte Schutzanstriche. Denn Bitumen, eine schwarze Abdichtung für die Kellerwanne, zersetzt sich nach rund 30 bis 40 Jahren, erklärt der VPB-Präsident Thomas Penningh.

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Neue Außenabdichtung kommt richtig teuer

Der Aufwand, die Abdichtung zu erneuern, ist enorm: Die Außenmauern müssen rund um das Haus bis auf die Sohle aufgegraben und neu abgedichtet werden. Terrassen, Wege und Treppen werden entfernt und später neu gelegt. Hausbesitzer müssen dafür im Schnitt mit Kosten ab 15.000 Euro rechnen.

Auch Drainagen warten lassen

Bei fehlenden oder überforderten Drainagen oder hohem Grundwasserstand kann Wasser auch über die Lichtschächte von Kellerfenstern eindringen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sich an Hanggrundstücken Sickerwasser sammelt oder die Drainagen nicht mit besonders intensiven Niederschlägen zurechtkommen. Experten vom TÜV Süd empfehlen, Drainagen alle zehn Jahre vom Fachmann warten und spülen zu lassen, damit sie dauerhaft optimal ihre Dienste leisten.

Individuelle Ursachenanalyse durch den Profi

Wer die Feuchtigkeit in seinem Keller nicht auf eigene Faust beheben kann, lässt sich sich am besten von einem Bausachverständigen beraten. Unabhängige Fachleute vermitteln unter anderem der Verband privater Bauherren (VPB), der TÜV oder die Verbraucherzentralen. Der Vorteil eines Bausachverständigen: Er führt die Ortsbegehung und die Problemanalyse ohne wirtschaftliche Eigeninteressen durch. Der örtliche Fachbetrieb hat unter Umständen mehr sein potenzielles Auftragsvolumen im Auge als die bestmögliche Lösung für Ihr Problem.

Verstopfter Dachablauf als mögliche Ursache

Aber selbst bei von außen eindringender Feuchtigkeit ist das zu Grunde liegende Problem nicht immer so schwerwiegend: Wenn sich in einer bestimmten Ecke eines Kellerraums immer wieder ein feuchter Fleck zeigt, kann auch ein verstopftes Dachablaufsystem an der Hausmauer Schuld sein. Das ablaufende Regenwasser staut sich in der Dachrinne und drückt irgendwann durch die Mauer. Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Sie ständig für freie Dachrinnen und Fallrohre sorgen. Wenn sich bereits feuchte Stellen an den Wänden gebildet haben, kann der Einsatz eines Bautrockners sinnvoll sein, um Folgeschäden zu vermeiden.

Feuchte Keller in Mietshäusern

Wenn die Kellerräume in einem Mietshaus so feucht sind, dass man die Räume für ihren eigentlichen Zweck gar nicht mehr nutzen kann, müssen Mieter das nicht hinnehmen. Der Vermieter ist verpflichtet, schnellst möglich Abhilfe zu schaffen. Wer will schon seine teure Wintersportausrüstung oder seine Gartenmöbel in einer besseren Tropfsteinhöhle vergammeln lassen? Mietminderungen von bis zu zehn Prozent sind möglich, sofern das Problem nicht schon beim Einzug des Mieters bestand.

Quelle: dpa-tmn, zuhause.de

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