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Energieberater finden: Wie Sie wirklich unabhängige Energieberater finden

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Der Energieberater nennt Sparpotenziale am Haus

Autor: rw

Bei der Energieberatung werden Sanierungsmaßnahmen besprochen. (Quelle: imago/Westend61)

Bei der Energieberatung werden Sanierungsmaßnahmen besprochen. (Quelle: Westend61/imago)

In fast jedem Haus schlummern Einsparpotenziale, was den Energieverbrauch angeht. Das gilt besonders dann, wenn ein Gebäude schon älter ist. Ein fachmännisches Urteil darüber, ob und in welchem Umfang eine Modernisierung sinnvoll ist, können sich Hausherren im Rahmen einer Energieberatung einholen. Sie veranschaulicht, welche Investitionen im Interesse des Hausbesitzers sinnvoll sind und sich schnell amortisieren. Dafür gibt es sogar Geld vom Staat: Wie hoch die Fördermöglichkeiten sind und welche Voraussetzungen gelten.

Bis zu 800 Euro bekommen Hausherren als Zuschuss für die Energieberatung. Genauer gesagt: Es werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten für Ein- und Zweifamilienhäuser bezuschusst. 800 Euro sind aber das Maximum. Bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten steigt der Höchstbetrag auf 1100 Euro. Zusätzlich darf die Beratung mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombiniert werden, wie die EnergieAgentur.NRW mitteilt. Die Fördermittel dürfen zusammen aber 90 Prozent der Kosten nicht übersteigen.

Zwei Varianten der Energieberatung

Darüber hinaus können maximal 500 Euro Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, wenn der Energieberatungsbericht in einer Wohneigentümerversammlung erläutert wird. Grundsätzlich kann man zwischen zwei Beratungsvarianten wählen: Entweder lässt sich der Immobilienbesitzer ein Konzept für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus erstellen oder einen "Sanierungsfahrplan" für die schrittweise energetische Sanierung. So ein "Sanierungsfahrplan" enthält aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen.

Den Zuschuss gib es für alle Häuser, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige vor dem 31. Januar 2002 gestellt wurde. Außerdem kann man die Förderung sogar mehr als einmal beantragen, so die EnergieAgentur.NRW. Bereits nach vier Jahren ist die Vor-Ort-Beratung für dasselbe Gebäude wieder zuschussfähig.

Voraussetzung für die Beratung

Voraussetzung dafür, dass die Beratung gefördert wird, ist eine ausreichende Qualifikation des Energieberaters. In Frage kommen Ingenieure und Architekten, die durch ihre berufliche Tätigkeit oder Fortbildungen das notwendige Fachwissen für eine Energieberatung haben. Auch die Handwerkskammern (HWK) bilden in Lehrgängen geprüfte Gebäudeenergieberater aus. Auch Absolventen anderer vom BAFA anerkannter Lehrgänge können als Energieberater arbeiten. Um einen vom BAFA anerkannten Energieberater in Ihrer Nähe zu finden, können Sie die Suchfunktion nutzen, die das BAFA auf seinen Internetseiten bereitstellt.

Empfehlenswert ist es, sich seinen Energieberater von einer unabhängigen Institution empfehlen zu lassen. Denn beispielsweise zum Energieberater fortgebildete Dachdecker werden bei der Inspektion eines Hauses oft dazu neigen, vor allem beim Dach Sanierungsbedarf festzustellen. Bei der Suche nach einem guten, wirklich unabhängigen Energieberater können die örtlichen Verbraucherzentralen, der Bauherrenschutzbund oder auch die Verband privater Bauherren (VPB) unterstützen.

Der Energieberater untersucht den Ist-Zustand

Der Ablauf einer Energieberatung verläuft in drei Schritten: Zunächst macht sich der Sachverständige vor Ort im Rahmen einer Gebäudebegehung ein Bild vom Zustand des Hauses. Schon während der Gebäudebegehung gibt er erste Hinweise auf Schwachstellen und potenzielle Probleme. Dabei berücksichtigt er das gesamte Bauwerk in seiner Komplexität - von der Konstruktion über die Gebäudehülle bis zur eingebauten Heiztechnik, der Heizungsverteilung und der Warmwasserbereitung.

Der Beratungsbericht macht Vorschläge zur Modernisierung

Im zweiten Schritt wird auf Basis der gesammelten Daten der Beratungsbericht angefertigt. Basis dafür sind die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) und die darin aufgeführten "DIN"-Normen. Der Bericht enthält Vorschläge zur energetischen Modernisierung von Gebäudehülle, Heizung und Warmwasserbereitung und nennt die Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen auf Grundlage der zum Beratungszeitpunkt marktüblichen Preise.

Der Berater informiert mündlich über Umsetzung und Förderung

Abschließend findet in einem dritten Schritt ein persönliches Beratungsgespräch statt. Der Energieberater erklärt hier noch einmal mündlich die Ergebnisse seiner Untersuchungen und die Vorschläge, die sich daraus ergeben. Viele Modernisierungsmaßnahmen werden staatlich gefördert. Auch über die Höhe der Fördergelder und wo man diese beantragen muss, informiert der Sachverständige im Zuge des Beratungsgesprächs.

Quelle: zuhause.de, djd-pt

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