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Einbruchschutz für Haus und Wohnung – Expertentipps

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Einbruchschutz für Haus und Wohnung

Autor: rw; jlu

In der dunkeln Jahreszeit verdoppeln sich laut Statistik die Wohnungseinbrüche. (Quelle: imago)

In der dunkeln Jahreszeit verdoppeln sich laut Statistik die Wohnungseinbrüche. (Quelle: imago)

Eingeschlagene Scheiben, aufgebrochene Türen und durchwühlte Schubladen: In Deutschland hat die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) zählten die Behörden 2014 insgesamt 152.123 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstählen – ein Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2013 waren deutschlandweit rund 149.500 Einbrüche erfasst worden. Seit 2009 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um rund 33 Prozent gestiegen – die aktuelle Einbruchstatistik im Überblick.

Um Ihnen eine solch unangenehme Erfahrung zu ersparen, haben wir beim Landeskriminalamt (LKA) Stuttgart nachgefragt, wie sich Einbrüche verhüten lassen. Ergebnis: Schon mit relativ simplen und günstigen Maßnahmen kann man den Einbruchschutz wirksam verbessern.

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Die meisten zuhause.de-Nutzer kennen Einbrüche aus ihrem persönlichen Umfeld

Auch eine nicht repräsentative Nutzerumfrage auf zuhause.de zeigt, wie viele Menschen zumindest mittelbar schon einmal von Einbrüchen betroffen waren. Von insgesamt knapp 30.000 Teilnehmern gab nur etwa jeder Fünfte (21,5 %) an, in seinem Umfeld noch nie mit Einbrüchen in Berührung gekommen zu sein. Fast die Hälfte der Teilnehmer (44,8 %) hat schon Einbrüche in der Nachbarschaft erlebt. Jeder Fünfte (19,4 %) ist selbst schon zum Opfer geworden. 14,3 Prozent wissen von Einbrüchen bei Freunden und Verwandten.

Hohe Personen- und Sachschäden durch Einbrüche

Für die Opfer ist ein Einbruch meist ein heftiger Schock, der sich sogar zu einem tiefen Trauma auswachsen kann. Das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden schwindet drastisch, wenn man weiß, dass sich irgendein Fremder in der Wohnung aufhielt und an den privaten Habseligkeiten zu schaffen gemacht hat. Die Folge sind Alpträume und Einschlafstörungen oder gar noch gravierendere psychische Leiden. Die Verletzung der Intimsphäre in den eigenen vier Wänden wiegt mindestens ebenso schwer wie der materielle Verlust, der durch einen Einbruch entsteht. Laut den ARD-Tagesthemen haben 70 Prozent der Opfer von Wohnungseinbruchdiebstählen hinterher mit psychischen Problemen zu kämpfen. Der hohe Anteil an Personenschäden macht die bescheidenen Aufklärungsquoten der Polizei besonders bedauerlich.

Doch auch der Sachschaden wird immer größer. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft liegt der durchschnittliche Sachschaden pro Einbruch bei 3300 Euro. Den bundesweiten Gesamtschaden beziffert der GDV auf etwa 480 Millionen Euro.

Maßnahmen zum Einbruchschutz schrecken potenzielle Täter ab

Dabei könnten viele Einbrüche durch besonnenes Verhalten und die richtige Sicherheitstechnik vermieden werden. "In knapp 40 Prozent der Fälle kamen die Einbrecher dadurch nicht über den Versuch hinaus", glaubt Rieche. Untersuchungen belegen, dass ein Großteil aller Wohnungseinbrüche scheitert, wenn man sein Zuhause richtig sichert. Oft lassen Einbrecher nach etwa fünf Minuten von ihrem Vorhaben ab, um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden. Bei den meisten handelt es sich um Gelegenheitstäter, die einfache Hebelwerkzeuge benutzen.

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Einbruchschutz an Türen und Fenstern

Einbruchhemmende Produkte erkannt man am VdS-Siegel. (Quelle: VdS)Einbruchhemmende Produkte erkannt man am VdS-Siegel."Für sie ist deshalb vor allem das Eindringen über schlecht gesicherte Türen und Fenster ein Kinderspiel", warnt Peter Benz von der technischen Prävention des Stuttgarter LKA. "Den besten Schutz bieten einbruchhemmende Fenster, Rollläden, Haus-, Balkon- und Terrassentüren. Zu erkennen sind sie an besonderen Siegeln", informiert der Experte. Qualitativ hochwertige, einbruchhemmende Produkte sind zum Beispiel mit dem VdS-Siegel versehen. Oft ist das Siegel zusätzlich mit einer Skala aus ein bis drei Sternen versehen. Je mehr Sterne das Siegel ausweist, desto besser ist die Schutzklasse des jeweiligen Produkts.

Produkte mit VdS-Siegel werden in einem Praxistest geprüft. Für Einbrecher wäre das Eindringen in derart gesicherte Wohnungen und Häuser mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Außerdem verursacht das gewaltsame Öffnen von einbruchhemmenden Türen und Fenstern Lärm, was das Risiko, entdeckt zu werden, für Einbrecher deutlich erhöht und diese deshalb abschreckt.

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Einfacher Klopftest entlarvt unsichere Türen

Ob man seine Haus- oder Wohnungstür mit besonderen Maßnahmen gegen Einbruch sichern sollte, kann man laut Peter Benz ganz einfach selbst testen. "Klingt die Tür beim Klopfen hohl und ist leicht aus den Angeln zu heben, ist ein zusätzlicher Einbruchschutz sinnvoll", rät der Experte. Das betreffe besonders Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern. Querriegelschlösser und Zusatzschlösser mit Sperrbügel erhöhen den Einbruchschutz für Türen bei verträglichen Kosten. Ein anständiges Querriegelschloss mit VdS-Zertifizierung ist schon ab etwa 150 Euro zu bekommen.

Einbruchschutz-Maßnahmen, die nichts kosten

Doch es gibt auch Möglichkeiten, sich gegen Einbrecher zu schützen, die überhaupt nichts kosten. "Man sollte Türen immer zweimal abschließen, auch wenn man nur kurz weg ist", empfiehlt LKA-Spezialist Belz. Außerdem erleichtern Aufstiegshilfen einen Einbruch. Oft benutzen Einbrecher Mülltonnen, Gartenmöbel, Leitern oder Rankgerüste für Kletterpflanzen, um mithilfe solcher Aufstiegshilfen auf einen Balkon oder Garagen- beziehungsweise Carportdach zu gelangen. Von dort steigen sie dann im ersten Stock eines Gebäudes ein.

Mülltonnen sollten deshalb nicht frei zugänglich sein, sondern möglichst in einem abschließbaren Raum verstaut werden. Dasselbe gilt natürlich im Besonderen für Leitern. Wer beispielsweise das Reinigen seiner Dachrinnen unterbricht, um am nächsten Tag weiter zu machen, sollte die Leiter zur Sicherheit in der Zwischenzeit wieder verschlossen verstauen.

Außerdem sollten Fenster und Fenstertüren beim Verlassen von Haus oder Wohnung stets geschlossen werden. Ein gekipptes Fenster stellt auch für wenig versierte Einbrecher kaum eine Hürde dar. Besonders gefährdet sind natürlich Erdgeschoss und Souterrain. Doch auch alle Fenster, die über Balkone, flache Dächer, Terrassen, Anbauten, Garagen- oder Vordächer erreichbar sind, können leicht zur Einstiegsstelle für Einbrecher werden.

Licht bietet einen guten Einbruchschutz

Auch wenn die tagsüber begangenen Einbruchdiebstähle zunehmen, kann Licht zu einem effektiven Einbruchschutz beitragen. Deshalb ist es empfehlenswert, gefährdete Bereiche wie die Haustür, Seiten- und Hintereingänge abends und nachts auszuleuchten. Bewährt haben sich hier Lampen mit Bewegungsmelder. Wenn sich ein Einbrecher nähert und dann plötzlich das Licht angeht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Übeltäter wieder Reißaus nimmt. Zudem muss das Licht so nicht die ganze Nacht lang durchgängig brennen und Strom verbrauchen.

Aufmerksame Nachbarschaft macht es Einbrechern schwerer

Auch ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn kann zum Einbruchschutz beitragen. Informieren Sie sich gegenseitig über verdächtige Personen oder das Auftauchen sogenannter Gaunerzinken in der Nachbarschaft. Das sind unscheinbare Zeichen, die organisierte Einbrecherbanden im Umfeld eines Hauses oder in Mehrfamilienhäusern beispielsweise am Briefkastenschlitz einer bestimmten Wohnung hinterlassen, um miteinander zu kommunizieren und mögliche Zielobjekte zu kennzeichnen.

Zum Einbruchschutz während des Urlaubs Anwesenheit vortäuschen

Während der Ferienzeiten haben Einbrecher Hochsaison. Über Einträge in sozialen Netzwerken wie Facebook oder die Beobachtung von Gebäuden finden sie heraus, welche Häuser oder Wohnungen verwaist sind und steigen dann dort ein. Verzichten Sie also lieber auf allzu offensive Bekanntmachung ihrer Urlaubsreise auf Facebook und Co. und versuchen Sie, in Ihrer Wohnung für die Dauer Ihrer Reise Anwesenheit vorzutäuschen.

Mittels Zeitschaltuhren können Licht und Rollläden gesteuert werden. Alternativ kann man einen Nachbarn bitten, abends die Rollläden zu schließen. Wichtig ist es auch, einen überquellenden Briefkasten zu vermeiden. Hier können wieder Nachbarn oder auch Bekannte helfen, die man ohnehin fürs Blumengießen im Urlaub eingespannt hat. Eine abonnierte Tageszeitung sollte man für die Dauer der Urlaubsreise abbestellen. Das trägt nicht nur zum Einbruchschutz bei, sondern spart zugleich auch noch Geld. So erleben Sie keine böse Überraschung, wenn Sie hoffentlich gut erholt aus dem Urlaub heimkehren.

Ratgeber - So sichern Sie Ihr Eigenheim vor Dieben

Quelle: zuhause.de, t-online.de

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