Autor: cme, rw
Jeder Gartenfreund wünscht sich üppige Blütenpracht in seinen Beeten. Doch manch einem Hobby-Gärtner will es einfach nicht gelingen, für Farbe im Garten zu sorgen. Nicht immer liegt das am fehlenden "Grünen Daumen". Oft ist ein Garten einfach ungünstig gelegen. An der Nordseite einer Hauswand bekommen die meisten Blumen einfach nicht die Sonne, die sie brauchen. Doch nicht jedes blütenprächtige Gewächs ist ein Sonnenanbeter. Diese Blumen blühen auch an schattigen Plätzen.
Der richtige Standort ist entscheidend dafür, wie gut Pflanzen gedeihen. Im Halbschatten, also an Standorten mit mehr als drei Sonnenstunden täglich, fühlen sich noch viele Pflanzen wohl. Schwieriger wird es bei Beeten, die so gut wie gar keine Sonne abbekommen. "Bei mir blüht nichts", stellen die Besitzer solcher Beete häufig resigniert fest.
Und tatsächlich überzeugen die meisten Schattenpflanzen eher durch dekoratives Laub als durch üppige Blüten. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Bergenie, Herzlilie und Fingerhut blühen zum Beispiel auch ohne viel Sonne wunderschön. Auch Astilben, Gedenkemein und und winterharte Alpenveilchen sind eifrige Schattenblüher.
In halbschattigen Beeten ist die Auswahl für blühende Pflanzen deutlich größer. Hortensie, Prachtspiere und Glockenblume fühlen sich hier ebenso wohl wie Leberblümchen, Waldrebe, Akelei und Eisenhut. Damit Sie zu keiner Jahreszeit ein farbloses Beet haben, kombinieren Sie am besten Frühblüher wie Maiglöckchen, Rhododendron und Akelei mit später blühenden Pflanzen. Zu Letzteren zählen zum Beispiel Glockenblumen, Hortensie, Prachtspiere und Herbstanemone.
Mit der Wahl der Blütenfarbe können Sie bewusst Akzente setzen: Sonnenfarben wie Gelb, Orange und Rot "wärmen" eine kühle Ecke optisch auf. Weiß und Gelb machen dunkle Beete hell, während Blau, Violett und dunkles Rot an schattigen Standorten düster wirken können. Achten Sie beim Zusammenspiel der Farben auf reizvolle Farbkontraste und setzen Sie beispielsweise gelb blühende neben violette Blumen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, schattige Beete nicht ausreichend mit Wasser zu versorgen. Viele Gartenfreunde wässern in den heißen Sommermonaten vor allem die Bereiche ihres Gartens, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Doch viele Schattenpflanzen brauchen viel Wasser. Deshalb ist es wichtig, auch die schattigen Plätzchen im Sommer regelmäßig zu gießen.
Wenn man dann noch die richtigen Blumen auswählt, steht einer farbenfrohen Blütenpracht auch im schattigen Beet nichts im Wege. Für schattige Balkone sind diese Pflanzen ideal.
Quelle: zuhause.de, t-online.de
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