05.01.2012, 10:17 Uhr
Den alten Weihnachtsbaum kann man sinnvoll einsetzen. (Quelle: imago)
Traditionell wird der Weihnachtsbaum in vielen Haushalten am 6. Januar abgeschmückt. Nach zwei Wochen in trockener Heizungsluft sehen die meisten Bäume am Dreikönigtag auch nicht mehr ganz frisch aus. Doch statt den trockenen Baum einfach wegzuwerfen, können Sie ihn weiterverwenden: Im Garten werden die Zweige noch sinnvoll zweitverwertet.
Der ausrangierte Weihnachtsbaum lässt sich im Garten ein weiteres Mal nutzen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn rät dazu, abgeschnittene Zweige in mehreren Lagen über austreibende Blumenzwiebeln und Stauden zu legen. Die zarten Triebe können gerade jetzt den Winterschutz gebrauchen.
Sobald es wieder richtig kalt wird, könnten auch immergrüne Gehölze wie Rhododendron oder Kirschlorbeer von einem Schutz aus Fichtenzweigen profitieren. Diese Gewächse vertrocknen bei Frost oft, weil sie über ihre Blätter den ganzen Winter über Wasser abgeben, aus den tiefgefrorenen Böden aber kein neues Wasser aufnehmen können.
Die Zweige des Weihnachtsbaums bieten den Pflanzen bei sonnigem Wetter Schatten und verhindern so, dass sie zu viel Wasser verlieren. Deswegen sollten sie groß genug sein, dass sie über die Blätter gelegt werden können, erklärt die Kammer. Damit die Zweige nicht verrutschen, können sie in die Erde gesteckt werden.
Auch wer einen Weihnachtsbaum im Topf hat, kann diesen in vielen Gegenden bald einpflanzen. Allerdings sollte der Baum jetzt schon nicht mehr im Wohnzimmer stehen. Gehölze, die später im Garten eingesetzt werden sollen, dürfen möglichst nicht länger als zehn Tage im beheizten Wohnraum bleiben, erläutert Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen in Haan. Danach werde der Baum zunächst in einen kühlen Raum wie ein Gartenhaus oder die Garage gestellt, um sich an die Kälte zu gewöhnen.
Ist der Boden frostfrei und offen, kann das Bäumchen bald an seinen Platz im Garten. Nach den Erfahrungen von Gärtnermeister Fink gelingt die Anpflanzung allerdings nur mit Gehölzen, die in der Aufzucht mehrfach verpflanzt wurden. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn rät außerdem vom Auspflanzen einer Nordmanntanne ab. Diese bilde nur Pfahlwurzeln, die bei der Ballenentnahme aus der Erde stark geschädigt werden. So könne es keine Garantie geben, dass der Baum am neuen Standort anwachse.
Quelle: dpa-tmn
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